Die Pressekonferenz ab 11 Uhr im Livestream.
Liveticker
Matthias Hüppi bleibt Präsident des FC St. Gallen. Der 68-Jährige geht als Sieger aus dem Machtkampf zwischen dem Verwaltungsrat und dem Aktionariat hervor. In einer Medienkonferenz informiert der FC St.Gallen über seine Zukunft.
27.05.2026, 11:0327.05.2026, 11:33
Es war eine Veränderung, aber auch das Recht von einem Aktionariat. Dadurch bröckelte die Struktur. Aber dies hatte nichts mit der Person Thoma zu tun. Ich hatte kein Problem mit ihm, eher im Gegenteil. Ich committe mich nicht für oder gegen jemanden im ersten Augenblick. Wir brauchen Ruhe bei uns. Als ich sah, wie wir uns entwickeln, hatte ich Angst, das wir vom Musterknaben zur Lachnummer werden.
Die Interviews von Stefan Kölliker waren nicht mit uns abgesprochen und nicht in unserem Sinn.
«Es war von Anfang an kein Machtkampf. Im Aktionariat wurde eine Eigendynamik entwickelt. Man hat unglücklich kommuniziert und informiert. Man hat den heutigen Verwaltungsrat nicht in die Zukunfstplanung involviert.»
«Es gab Fehler in der Kommunikation, auch im Verhältniss mit dem Verwaltungsrat. Wir werden sicher daraus lernen.»
Benz: Ich glaube nicht, dass es ein Richtig oder Falsch gibt.
Benz: «Die sechs verbliebenen Aktionäre teilen die Aktien untereinander auf. Vielleicht wird das Aktionariat in Zukunft wieder angepasst.»
Hüppi wird gefragt, ob er auch Präsident geblieben wäre, wenn die beteiligten Personen ihre Aktienpakete nicht abgegeben hätten. Hüppi stellt klar, dass er sich nicht zu einzelnen Personen äusssern möchte.
Wir sind alles nur Menschen. Ich habe meine Gefühlswelt und meine engsten Vertrauten. Meine Grenzen sind in den letzten Wochen und Monaten mehrfach touchiert worden. Ich möchte nicht ,dass es nur um mich geht. Ich versuchte alles, dass nicht alles plötzlich auf den Kopf gestellt wird in dieser erfolgreichen Phase. Dieser Verein bewegt alle Menschen in dieser Region. Es ist eine grosse Verantwortung. Leadership hat nichts mit Macht, sondern nur mit Verantwortung zu tun. Ich weiss ich kann mit diesen Leuten arbeiten und ja, das Thema Nachfolger bewegte uns in den letzten Jahren. Es geht auch um Strategie, dass wir erfolgreich bleiben. Für mich war das nie ein Putschversuch. Ich war immer in engem Austausch mit dem Aktionar. Ich brauchte einfach klarheit, sonst kann niemand weiterarbeiten.
«Es ist wichtig, dass wieder Ruhe einkehrt im Verein. Wichtig ist, dass die Saisonvorbereitung weiterlaufen kann. Matthias Hüppi leistet seit achteinhalb Jahren Ausserordentliches. Im Aktionariat kommt es zu folgenden Veränderungen: Patrick Thoma, Roland Gutjahr, Ernst Eisenhut und Martin Jäger sind bereit, ihre Aktienpakete ans Restaktionariat abzutreten», sagt Reto Preisig.
Zunächst gratuliert der Aktionär Reto Preisig zum Cuptitel und bedankt sich bei allen Beteiligten.
Die Mitglieder des Verwaltungsrat, die zurücktreten wollten, haben den Rücktritt widerrufen. Dafür ist Patrick Thoma nicht mehr Teil des Gremiums. FCSG-Aktionär und Unternehmer Thoma war im November 2025 in den Verwaltungsrat gewählt worden, was dem ursprünglichen Fünfergremium nicht gefiel. Nun ist der Verwaltungsrat wieder unabhängig vom Aktionariat.
Präsident Hüppi bleibt Präsident. Der Verwaltungsrat besteht weiterhin aus Präsident Matthias Hüppi sowie Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Beni Würth.
«Dieses Amt ist viel herausfordender wenn es nicht gut läuft. Ich bin kein Schönwetterpräsident. Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn diese Thematik früher rausgekommen wäre und die Mannschaft so gefährdet worden wäre. Es ist ganz entscheidend, dass der Klub irgendwann in richtige Hände kommt. Ich möchte alles dafür tun, dass der Verein weiterhin so gesund bleibt, wie er aktuell ist. In diesen achteinhalb Jahren hatten wir eine gute Arbeit mit dem Aktionar. Es gab einen gewissen Bruch, wir suchten eine Lösung und haben mit dem Aktionar eine hoffentlich gute Lösung gefunden», sagt Matthias Hüppi.
«Ich habe immer alles gegeben für den Verein und werde dies auch weiterhin tun, wenn ich beim Verein bleibe. Unsere Mannschaft hat Grossartiges geleistet. Es ist eine Meisterleistung von allen. Die Menschen liegen mir alle am Herzen. Die Kompensation der Mannschaft hat einfach gepasst. Ich möchte mich auch bei der Crew hinter den Kulissen bedanken. Was mir rausrutschte nach dem Final, war nicht geplant. So clever bin ich nicht. Mir ist das rausgerutscht. Wir mussten viele Diskussionen führen und ich war in grossen Sorgen. Es ging nie um mich persönlich.»
«Es ist immer wichtig, dass Slogans gelebt werden. Es geht immer nur um das Wohl des Vereins. Daran habe ich mich immer acht Jahre gehalten. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt und es um Persönliches geht, haben Hass und Hetzjagden keinen Platz. Dies muss sofort aufhören. Ich überlegte mir in schlechten Zeiten immer wieder, was geschieht, wenn Leute plötzlich vor mir zu Hause stehen. Ich könnte mir das nie vorstellen. Ich bin nicht für Machtkämpfe zu haben. Was auch immer heute rauskommt. Es geht nicht um einen persönlichen Sieg oder eine persönliche Niederlage.»
«So viele Leute waren wohl noch nie da», gesteht Medienchef Remo Blumenthal. Jetzt geht es los.
Während die Espen offiziell um 11 Uhr über den aktuellen Stand der Dinge informieren, weiss das «St.Galler Tagblatt» aus mehreren zuverlässigen Quellen: Der Machtkampf ist zugunsten von Präsident Matthias Hüppi entschieden. Er bleibt im Amt – genauso wie die vier Verwaltungsräte Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Benedikt Würth. Derweil ziehen sich die beiden Grossaktionäre Roland Gutjahr und Patrick Thoma, welche auf strategische und personelle Veränderungen bei den Espen gepocht hatten, zurück.
Ab 11 Uhr kannst du im Ticker alles mitlesen, was die Führungskräfte des FC St.Gallen zum ganzen Chaos rund um den Verein sagen, oder die Pressekonferenz im oben angehängten Stream live mitverfolgen.
Die Konflikte innerhalb der Führung des FC St. Gallen schlagen hohe Wellen. Während in den Kommentarspalten von einem «Putsch» gegen Präsident Matthias Hüppi die Rede ist, komme es innerhalb des Volkes zu grossem Widerstand, schrieben die Zeitungen am Mittwoch.
Es deute vieles darauf hin, dass der «Putsch» gescheitert sei, schrieben am Mittwoch etwa die «CH Media»-Zeitungen. Zu gross ist der Widerstand im Volk, in der Politik und vor allem in der Fangemeinde. Diese hat in den vergangenen 48 Stunden massiv mobilisiert.« Denn der Klub habe die ganze »Ostschweiz« mit dem ersten Cupsieg nach 57 Jahren »in Ekstase versetzt«. Die Führungsetage des FC St.Gallen habe nach dem Final in Bern dagegen »ein klägliches Bild abgegeben«, schrieb »CH Media«.
»Die Seele des Klubs erobert man nicht mit einem Putsch«, schrieb der »Blick« in seiner Kommentarspalte. Warum die Crew um Präsident und »Galionsfigur« Matthias Hüppi »gegen ihren Willen« ausgetauscht werden soll, das hätten die Aktionäre bislang nicht schlüssig erklären können. Klar sei: »Ohne Kampf wird diese Geschichte nicht über die Bühne gehen«, denn Hüppi habe den Klub nicht nur geführt, sondern »neu erfunden«.
Seit dem Cupsieg herrscht beim FC St.Gallen viel Unruhe und es wird darüber spekuliert, ob Verwaltungsratspräsident Matthias Hüppi seinen Posten räumen wird. Für heute Morgen um 11 Uhr ist eine Pressekonferenz mit Hüppi und Philipp Bienz und Reto Preisig, Aktionäre der FC St.Gallen Event AG angesetzt.
Der Hammer kam etwas mehr als 24 Stunden nach dem Cupsieg der Espen: Vier Verwaltungsräte des FC St.Gallen würden in Kürze aus ihrem Amt ausscheiden, enthüllte das Tagblatt am späten Pfingstmontagabend . Nach dem Willen des Aktionariats sollten sie durch den früheren St.Galler Regierungsrat Stefan Kölliker, Ex-Dortmund- und Basel-Torhüter Marwin Hitz, den St.Galler Treuhänder Urs Baumer und Rechtsanwältin Martina Wüthrich ersetzt werden. Offen blieb insbesondere auch die Zukunft von Präsident Matthias Hüppi.
Während die Espen offiziell um 11 Uhr über den aktuellen Stand der Dinge informieren, weiss das St.Galler Tagblatt aus mehreren zuverlässigen Quellen: Der Machtkampf ist zugunsten von Präsident Matthias Hüppi entschieden. Er bleibt im Amt – genauso wie die vier Verwaltungsräte Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Benedikt Würth. Derweil ziehen sich die beiden Grossaktionäre Roland Gutjahr und Patrick Thoma, welche auf strategische und personelle Veränderungen bei den Espen gepocht hatten, zurück.
Die Pressekonferenz kann ab 11 Uhr live im Ticker und Stream mitverfolgt werden. (riz/aargauerzeitung)