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FILE - In this May 13, 2016 file photo FIFA President Gianni Infantino gives a press conference following the closing of the 66th FIFA Congress in Mexico City. FIFA President Gianni Infantino says a criminal complaint is possible over an unauthorized recording that revealed comments to damage his reputation. Infantino tells Sunday's edition June 5, 2016,  of Swiss daily Le Matin he has

«Umfassende Umstrukturierung»: FIFA-Präsident Gianni Infantino räumt in der FIFA auf. Bild: Rebecca Blackwell/AP/KEYSTONE

Infantino feuert Chef des FIFA-Reisebüros

FIFA-Präsident Gianni Infantino entlässt den Chef des FIFA-internen Reisebüros: Dieser gab der internen Kontrollbehörde brisante Fakten über Infantinos Privatjet-Flüge.



Am Freitagmorgen traf der Leiter des FIFA-Reisebüros «FIFA Travel« wie gewohnt zur Arbeit im FIFA-Hauptsitz am Zürichberg ein. Kurz darauf war er entlassen: Freigestellt per sofort, eine Restrukturierung wurde als Begründung nachgeschoben, wie die «Schweiz am Sonntag» aus dem Umfeld der FIFA erfuhr.

Danach vergingen bloss zehn Minuten und sein Telefon war tot, die Fifa hatte dem langjährigen Mitarbeiter die interne Telefonnummer entzogen.

Der Chef des Reisebüros lieferte Informationen an die Ethikkommission, die FIFA-interne Kontrollbehörde, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Es ging um Flüge in Privatjets im Wert von 115 000 bis 150 000 US-Dollar. Infantino hatte sich die Jets im April vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin und vom Emir von Katar stellen lassen.

Ethikkommission in der Kritik

Der Büro-Chef des Generalsekretärs wurde ebenfalls freigestellt. Auch er soll der Ethikkommission über Verfehlungen Infantinos berichtet haben. Dabei ging es wohl um die Löschung der Audio-Aufnahme einer brisanten Sitzung. In dieser beriet der FIFA-Aufsichtsrat, wie der unbequeme Chef der Salär- und Audit-Kommission, Domenico Scala, am besten loszuwerden sei.

Die Entlassungen stellen die Unabhängigkeit der Ethikkommission infrage. Diese muss Meldungen vertraulich behandeln. Zumal die FIFA-Mitarbeiter selbst gegen das FIFA-Reglement verstossen, wenn sie Missstände nicht vorbringen. Dennoch sollen Informationen aus der Ethikkommission heraus Infantino zugespielt worden sein. (kub)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Digital Swiss 03.07.2016 10:40
    Highlight Highlight Die FIFA soll doch ihren Hauptsitz verlegen. Solche Leute brauchen wir hier nicht!
  • LubiM 03.07.2016 10:16
    Highlight Highlight Also ich weiss nicht so recht ob ich das alles glauben soll... Es sieht mir eher nach einer Stimmungsmache aus als nach echten Fakten. Vielleicht hat ja der Reisechef die Flüge eingefädelt, für das ist er ja da - wieso sollte Infantino selber Flüge buchen wenn er ja ein FIFA Reisebüro hat?
    • Hierundjetzt 03.07.2016 11:43
      Highlight Highlight Lies mal das Original Memo auf tagesanzeiger.ch 😑
    • LubiM 03.07.2016 12:42
      Highlight Highlight Danke
  • SemperFi 03.07.2016 10:09
    Highlight Highlight "Der FIFA-Präsident räumt auf!" Wohl kaum, er räumt nur aus dem Weg was ihm nicht passt. So bleibt die FIFA nach wie vor ein Synonym für Korruption umd Vetternwirtschaft.

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