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Swiss national team players during a training session in Lugano, Switzerland, Wednesday, June 6, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Auch im Tessin gilt: «Hopp Schwiiz!» Die Nati im Training in Lugano. Bild: TI-PRESS

Akanji hat auf Kosten von Djourou einen WM-Stammplatz im Visier

Ein guter Gesamteindruck im ausverkaufen Cornaredo in Lugano ist gegen Japan das Ziel, in den übrigen Dossiers sind die Schweizer Fussballer auf Kurs. Das Warm-up vor der WM in Russland verläuft plangemäss.



Der Test gegen Japan ist am Freitag (19 Uhr) der Abschluss einer knapp zweiwöchigen WM-Vorbereitungstranche, die mit Ausnahme des Fehltritts von Granit Xhaka weitgehend reibungslos verlaufen ist. Vladimir Petkovics Ensemble tastet sich schrittweise an das erforderliche WM-Level heran. Seine Prima-Vista-Einschätzung hat sich erhärtet: «Die Verfassung der Spieler ist gut, die Richtung stimmt.»

Drei Tage vor der Flugreise in die russische Wolga-Region Togliatti stehen weitere taktische Feinjustierungen an. Das Grundkonzept ist vorhanden, die Basis stimmt, an der Stabilität zweifelt niemand. In Villarreal demonstrierten die Schweizer beim 1:1 am letzten Sonntag abermals, dass sie selbst von einer Weltklasse-Equipe wie Spanien nur schwer auszumanövrieren sind.

epa06783547 Spain's forward Diego Costa (L) fights for the ball with Switzerland's defender Manuel Akanji during the international friendly soccer match between Spain and Switzerland at La Ceramica stadium in Vilarreal, Spain, 03 June 2018.  EPA/LAURENT GILLIERON

Vor Diego Costa am Ball: Akanji im Testspiel gegen Spanien. Bild: EPA/KEYSTONE

Defensive als Prunkstück

In 16 Begegnungen seit dem EM-Achtelfinal-Ausscheiden gegen Polen vor zwei Jahren liess die Nati im Schnitt nur 0,5 Tore zu. «Wir arbeiten in der Rück- und Vorwärtsbewegung sehr gut zusammen. Konter lassen wir nur wenige zu», weist Manuel Akanji auf die gehobene Schweizer Qualität in der eigenen Zone hin.

Der aufstrebende Dortmunder Innenverteidiger gehörte in den letzten fünf Länderspielen viermal zur Startelf. Seit seinem Wechsel in die Bundesliga sind seine Chancen besser denn je, einen WM-Startplatz zu erlangen. Der Ex-Basler entspricht mit seiner Ruhe am Ball den Vorgaben Petkovics eher als Johan Djourou, das Spiel von hinten auch unter Druck fehlerlos auszulösen.

Nehmen wir an, dass Fabian Schär in der Innenverteidigung gesetzt ist. Wer soll neben ihm spielen?

Xhakas grosser Wert

In der Linie vor dem BVB-Professional dürfte Xhaka nach überstandenen Knieschmerzen wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Akanji und Co. käme ein rasches Comeback zupass. Der Mann mit der höchsten Passrate der Premier League ist im Zentrum der Schweizer unersetzlich. Akanji bringt den Stellenwert des Taktgebers auf den Punkt: «Er ist immer anspielbar und findet immer eine Lösung. Er hilft uns defensiv und offensiv weiter.»

Swiss national team soccer head coach Vladimir Petkovic, left, and Swiss national team soccer player Granit Xhaka, right, during a training session in Lugano, Switzerland, Wednesday, June 6, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Der Nationaltrainer und sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld: Vladimir Petkovic und Granit Xhaka. Bild: TI-PRESS

Im Vergleich zu den seit drei Partien sieglosen Asiaten dürften sich die Schweizer hohe Ballbesitzanteile erspielen. Gegen Japan, seit 1998 ununterbrochen an der WM-Endrunde vertreten, soll die Offensivabteilung brillieren und Schwung aufbauen. Das Selbstverständnis in der eigenen Platzhälfte soll nun auch im Strafraum des Kontrahenten ersichtlich sein.

Lichtsteiner im 100er-Club

Drive entwickelten die Einheimischen zuletzt auch neben dem Terrain. Captain Stephan Lichtsteiner verlegte seinen Kluballtag nach England. Seinem Wechsel zum FC Arsenal könnten in absehbarer Zeit weitere positive Transferschlagzeilen aus dem SFV-Camp folgen. Weitere Akteure stehen vor kursweisenden Unterschriften.

Swiss national team players Stephan Lichtsteiner before a training session in Cornaredo Stadium in Lugano, Switzerland, Wednesday, June 6, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Aufregende Wochen: Captain Lichtsteiner, der nach der WM zu Arsenal geht. Bild: TI-PRESS

Lichtsteiner begeht ein aussergewöhnliches Jubiläum: Gegen Japan trägt der Captain zum 100. Mal den SFV-Dress. Nur Heinz Hermann (118 Spiele), Alain Geiger (112) und Stéphane Chapuisat (103) haben mehr Länderspiel-Einsätze für die Schweiz vorzuweisen. (ram/sda)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Regnipuzz 07.06.2018 20:23
    Highlight Highlight WOW! Klarer geht's kaum!
    Benutzer Bild
  • Timitri Vegas 07.06.2018 16:17
    Highlight Highlight Ich finde es schade, dass Elvedi überhaupt kein Thema ist in der Nationalmannschaft. Er spielte eine starke Saison bei Gladbach (wenn auch oft als RV) und hätte sich ebenfalls Einsatzminuten verdient.

    Es ist aber auch verständlich, dass Petkovic voraussichtlich nebst Akanji Schär aufgrund seiner soliden Leistungen im Nati-Trikot aufstellt. Elvedis Zeit wird hoffentlich noch kommen.
    • a.k.a.1896 07.06.2018 17:42
      Highlight Highlight vooll!! elvedi ist seit 2 jahren stammspieler bei BMG!! während schär, akanji, djourou, mehrheitlich ihr geld am spielfeldrand verdienten.. dass dä djourou überhaupt aufgeboten wurde find ich zimli fräch..
    • JJ17 08.06.2018 07:35
      Highlight Highlight @Timitri Vegas: Stimme dir voll und ganz zu. Ich finde wenn jemand in der Verteidigung, egal ob IV, RV oder LV, ausfällt, Elvedi der erste Auswechselspieler sein sollte. Denn er kann wirklich jede Position spielen.
  • Ulmo Ocin 07.06.2018 16:03
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr das Akanji seinen Platz erhält. Durch seine Schnelligkeit, Spielauslösung und auch Spielintelligenz hat er meiner Meinung nach grosse Vorteile gegenüber allen Innenverteidier der Schweiz. Schön würde ich finden, Elvedi neben ihm zu sehen. Djourou hat in jedem Match seinen obligatorischen Aussetzer. Wir werden sehen...
  • NWO Schwanzus Longus 07.06.2018 15:52
    Highlight Highlight Akanji-Schär muss das Stammduo sein, Djourou sollte da keine Rolle spielen. Das überhaupt diskutiert wird finde ich seltsam. Djourou bringt keinen Mehrwert.
  • Herr Ole 07.06.2018 15:43
    Highlight Highlight Ein klarer Vorteil von Akanji ist seine enorme Schnelligkeit, durch die er mir fast allen Stürmern mithalten kann. Neben dem eher langsamen Schär einen schnellen Innenverteidiger zu haben ist meiner Meinung nach ein Muss.
  • jimknopf 07.06.2018 15:41
    Highlight Highlight Also wenn Djourou immer noch spielen darf, versteh ich die Welt nicht mehr. Zu viele unzählige und unnötige Ballverluste, Unsicherheiten und Fouls sind auf seinem Buckel. Die Nomination ins WM-Kader ist schon schmeichelhaft.

    Trotzdem, hopp Schwiiz!
    • Raembe 07.06.2018 18:43
      Highlight Highlight So viele gute Spiele, so viele gute Aktionen, so viele Rettungstaten. Aber der Schweizer sieht immer das Negative
  • kaderschaufel 07.06.2018 15:41
    Highlight Highlight ich glaube, das ist das erste Mal, dass die Schweizer Nati an einem grossen Wettbewerb auf jeder einzelnen Position einen Weltklasse-Spieler hat.
    • Zanzibar 07.06.2018 15:50
      Highlight Highlight Welcher Stürmer hat „Weltklasse-Format“? Aber ansonsten ist das Kader tatsächlich wettbewerbsfähig.
    • Lord-Alain 07.06.2018 15:57
      Highlight Highlight Bis auf den Sturm geb ich dir recht😅
    • Ferienpraktiker 07.06.2018 16:46
      Highlight Highlight Genau, darum spielen sie auch bei Real, Barcelona, ManCity, Bayern, ......
      Aber das kommt ja dann nach der WM.
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