Fans haben buchstäblich den Stecker gezogen: Kuriose VAR-Panne in Deutschland
Kuriose Szene beim Zweitligaspiel zwischen Preussen Münster und Hertha BSC am Sonntagnachmittag. Eigentlich ging es kurz vor der Pause um einen möglichen Elfmeter für die Gäste. Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Felix Bickel, der VAR-Monitor am Spielfeldrand – und wohl auch eine mögliche Sabotageaktion durch Fans. Was war passiert?
Die 44. Spielminute im Preussenstadion: Herthas Offensivspieler Michaël Cuisance zieht in den Münster-Strafraum, Preussen-Verteidiger Niko Koulis will per Grätsche klären – trifft dabei aber auch Cuisance, der daraufhin zu Boden geht. Und das direkt an der Strafraumgrenze. Elfmeter? Schiri Bickel geht an die Seitenlinie, um sich die Szene am Bildschirm mithilfe des VAR nochmals anzuschauen – aber: Der VAR-Bildschirm bleibt schwarz. Bickel hat keine Möglichkeit, die Situation ausführlich zu betrachten und zu einer Bewertung zu finden. Video-Assistentin Katrin Rafalski im «Kölner Keller» muss einschreiten – und entscheidet: Strafstoss für Hertha. Bis zur Entscheidung hat es fast vier Minuten gedauert.
Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit gab es dann mehr Details zur Panne. Laut Sky-Bericht sollen vermummte Personen kurz zuvor einfach den Stecker des Monitors am Spielfeldrand gezogen haben. Im Münster-Fanblock wurde fast zeitgleich ein Banner mit der Aufschrift «Dem VAR den Stecker ziehen» ausgebreitet.
Eine Stellungnahme dazu von Fangruppierungen steht noch aus, mögliche Zusammenhänge werden angesichts anhaltender Ablehnung des VAR durch weite Teile der Fangemeinschaft nun sicher sowohl von Münster als auch von der DFL überprüft werden.
Gebracht hat die Aktion ohnehin nichts: Herthas Fabian Reese trat daraufhin an und traf unten rechts zur zwischenzeitlichen Führung für die Gäste. (riz/tonline)

