Wer kann Topfavorit Servette aufhalten? Die Women's Super League startet in die Playoffs
Mit dem Zürcher Derby startet am Freitag die heisse Phase der Women’s Super League. Nach 18 Runden stehen die Playoff-Viertelfinals an. Während YB den Titel verteidigen will, geht es für Servette um das Double.
Zürcher Derby zum Start
Auch die Zürcher Vereine, die Grasshoppers und der FC Zürich, wollen um den Titel spielen. Dieses Viertelfinal-Duell verspricht Spannung pur: In der regulären Saison entschieden die Equipen jeweils ihr Heimspiel für sich. In der Tabelle liegen die Vereine auf den Plätzen 4 (GC) und 5 (FCZ).
Mit den Playoffs noch eine Rechnung offen haben die Grasshoppers. Nachdem sie in der vergangenen Saison im Viertelfinal die Titelverteidigerinnen aus Genf besiegt und im Halbfinal Basel aus dem Weg geräumt hatten, unterlagen sie im Final den YB Frauen. Der FCZ schied derweil bereits im Halbfinal aus – die späteren Meisterinnen setzten sich durch.
Partien mit klarerer Rollenverteilung als jene am Freitag warten am Samstag. Der FC Rapperswil-Jona empfängt den amtierenden Meister, die FC Aarau Frauen müssen bei Servette Chênois ran, und St. Gallen trifft zuhause auf Basel.
Gelingt Aarau der Exploit?
In den Hinspielen gelten dreimal die Gäste als Favoriten. Besonders die Aarauerinnen, die sich in der letzten Runde der regulären Spielzeit ihren Platz in den K.o.-Runden sicherten, dürften es schwer haben. Ihnen stehen die Qualifikationssiegerinnen aus Genf gegenüber, die in der bisherigen Saison nur einmal verloren haben. Zudem reist Servette als Cupsieger an.
In der vergangenen Saison trafen die beiden Teams nicht in den Playoffs, sondern in den Platzierungsspielen aufeinander. Zuhause gelang dem FCA dank einem Tor von Vanesa Hoti ein Remis. Im Rückspiel waren die Aarauerinnen dann zwar klar unterlegen (0:4). Dennoch hatte das Unentschieden grosse Bedeutung: Erstmals verlor Aarau gegen Servette nicht.
YB und Basel in der Favoritenrolle
Wie Aarau hat auch Rapperswil-Jona mit YB keine leichte Aufgabe vor sich. Doch der Verein, der in der vergangenen Saison noch in die Abstiegsrunde musste, ärgerte in dieser Spielzeit mehrmals grosse Klubs. Gegen Basel gewann Rapperswil-Jona 2:0. Gegen Servette und YB gelang dem FCRJ jeweils ein Unentschieden.
Doch YB hat in dieser Saison trotz der Abgänge der Nationalspielerinnen Iman Beney und Naomi Luyet seine Stärke bewiesen: Nur ein Auswärtsspiel endete mit einer Niederlage. Zudem dürfte der verlorene Cupfinal das Team von Imke Wübbenhorst zusätzlich anspornen.
Im vierten Duell stehen sich zwei Teams gegenüber, die beide die Meisterschaft noch nie für sich entschieden haben. St. Gallen trifft daheim auf Basel. Die Gäste sind in der Begegnung klar favorisiert. Basel hat sich in der regulären Saison neun Punkte mehr erspielt als der FCSG. Zwar gelang den Ostschweizerinnen während der regulären Spielzeit im Direktduell zuhause ein Remis. Mitte März resultierte dann aber auswärts eine klare 0:3-Niederlage.
Nach den Spielen am Wochenende ist noch nichts entschieden. Am 1. und 2. Mai werden die Rückspiele der Partien ausgetragen. Es zählt der Gesamtskore. (abu/sda)
