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JOIE - EQUIPE DE FOOTBALL DU PARIS FC FOOTBALL : Paris FC vs Auxerre - Dominos Ligue 2 - 22/11/2019 FEP/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL

Beim Paris FC soll bald eine Liga weiter oben gejubelt werden. Bild: imago-images.de

Öl-Millionen aus Bahrain für Paris FC – kriegt PSG bald Konkurrenz aus der eigenen Stadt?



Vor exakt neun Jahren stieg eine katarische Investoren-Gruppe bei Paris St-Germain ein. Dank den Öl-Millionen aus dem arabischen Emirat entwickelte sich der schlafende Riese ab 2011 zu einem europäischen Grossklub. Stars wie Neymar oder Kylian Mbappé fanden für viel Geld ihren Weg nach Paris und die Ligue 1 entwickelte sich zu einer «One-Club-Show»: In den letzten acht Jahren wurde PSG sieben Mal französischer Meister.

Doch nun könnte PSG schon bald Konkurrenz aus der eigenen Stadt drohen: Beim Zweitligisten Paris FC steigt nämlich per sofort das Königreich Bahrain ein. Der König des Emirats höchstpersönlich übernimmt durch einen Staatsfonds 20 Prozent des Klubs. «Explore Bahrain» wird zudem Hauptsponsor des Klubs.

Das Ziel ist es zunächst, innert drei Jahren in die Ligue 1 aufzusteigen. Doch noch geht es beim PFC nicht um so viel Geld wie beim grossen Nachbarn PSG. Fünf Millionen Euro kosten die 20 Prozent Klub-Anteile nur, für den Beinahe-Absteiger in die Drittklassigkeit ist das aber trotzdem eine ordentliche Finanzspritze. Das Budget kann so über Nacht um 30 Prozent erhöht werden.

Doch das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. In einem Communiqué teilte der Zweitligist mit, dass man weitere ausländische Investoren gewinnen wolle. Die Kontrolle über den Klub will der aktuelle Präsident Pierre Ferracci, der momentan 77 Prozent der Anteile hält, aber behalten. Sie soll «weiterhin auf einer regionalen und nationalen Mehrheitsbasis beruhen».

Dennoch betont der Klub, dass die Finanzspritze aus Bahrain eine gute Gelegenheit sei, «den Verein in eine neue Ära zu führen». Der PFC entstand erst 1969 als Antwort auf den fast zeitgleichen Abstieg der Pariser Traditionsvereine Racing Club und Stade Français aus der ersten französischen Division. Ein Jahr nach der Gründung fusionierte man mit Stade Saint-Germain zum neuen Klub Paris St-Germain. Weil der damalige Pariser Bürgermeister allerdings keinen Klub aus einem Vorort unterstützen wollte, erfolgte bereits 1973 wieder die Trennung. Während PFC die Profi-Spieler behalten konnte, musste PSG mit den Amateuren in der dritten Liga neu beginnen.

Die bewegte Geschichte des PFC:

Bild

bild: wikipedia

In der Folge setzte sich Paris St-Germain jedoch im Buhlen um die Gunst der Pariser Fussball-Fans durch. Während sich PSG als französischer Spitzenklub etablieren konnte, spielte der PFC 1979 zum vorerst letzten Mal in der höchsten Spielklasse. Seit 1982 pendelte man gar zwischen Dritt- und Viertklassigkeit. Erst 2015 gelang der langersehnte Aufstieg in die Ligue 2, in der man sich seit 2017 endgültig etabliert hat.

Dank den Öl-Millionen aus Bahrain soll nun bald die Rückkehr ins Oberhaus des französischen Fussballs folgen. Beim PFC wähnt man sich auf einem guten Weg und geht Schritt für Schritt. Im letzten November hat sich die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo öffentlich für eine Renovierung des Stade Charléty ausgesprochen. Das nach dem Prinzenpark zweitgrösste Stadion in Paris wurde 1994 neu gebaut und bietet aktuell 20'000 Sitzplätze. In der letzten Saison kamen im Schnitt allerdings nur 2344 Zuschauer zu den PFC-Spielen.

ILLUSTRATION - SUPPORTERS - TIFO FOOTBALL : Paris FC vs Lens - Dominos Ligue 2 - 02/03/2020 FEP/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL

Die Kurve des Paris FC hat noch Steigerungspotenzial. Bild: imago-images

Für Bahrain könnte der Paris FC trotz der noch nicht sehr ausgeprägten Fan-Basis die perfekte Chance sein, für vorerst wenig Geld im europäischen Fussball Unterschlupf zu finden. Das autoritär geführte Königreich hatte in der Vergangenheit seine Investitionen in den Sport wie viele andere arabischen Staaten stark ausgebaut. Bereits im Jahr 2007 übernahm Bahrain durch die Mumtalakat Holding Company Anteile am Formel-1-Rennstall McLaren, seit 2004 existiert bereits der GP von Bahrain. 2017 wurde zudem das Radsport-Team Bahrain-Merida gegründet, das seit diesem Jahr als Bahrain-McLaren an den Start geht.

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.07.2020 12:05
    Highlight Highlight Irgendwann ist das ganze ÖL-Geld verprasst.
  • KasparSch 29.07.2020 23:42
    Highlight Highlight verstehe ich das jetzt richtig? das ist quasi das GC von Frankreich?
    • Lucernefan 30.07.2020 12:13
      Highlight Highlight hab ich auch so verstanden, ja....
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 29.07.2020 23:15
    Highlight Highlight Na mal sehen, ob dieser neue Scheichklub an die Erfolge von PSG in der UCL anknüpfen kann. Deren Dominanz dort ist mittlerweile ziemlich langweilig geworden.

    Waaaas, die haben trotz der ausgegebenen Milliarde noch nichts in Europa gewonnen!? Nein, doch, oh!

    Geld kann weder Geschichte noch ‚Gewinnermentalität‘ kaufen. PSG wird für mich aus diesem Grund (genauso wie MCI) nie zu den ganz grossen wie z.B. Bayern/Barça/MUTD gehören. Im Kern sind beide ‚Provinzclubs’ ohne nennenswerten Stellenwert in der Geschichte des europäischen Fussballs. Da ändert auch deren Kontostand nichts dran.
    • cool zurich boy 30.07.2020 17:17
      Highlight Highlight Da müsste man natürlich antworten: Welche Erfolge in der CL? PSG hat nur einmal den Cusiegercup gewonnen, sonst nichts. PSG startet im Prinzip auch bei null.
    • Graf Zacharias von Zitzewitz 30.07.2020 20:49
      Highlight Highlight @ cool zurich boy
      >>|Sarkasmusschild!|<<

      Post zuendegelesen ;)?
  • paulpower 29.07.2020 19:43
    Highlight Highlight Jeder, der mit einem Verbrennungsmotor rumfährt, soll hier bitte nicht rumjammern. Der ist nämlich selbst schuld.
  • Victor Paulsen 29.07.2020 18:06
    Highlight Highlight Bitte nicht!!
    Paris FC war bis jetzt immer die sympatische Alternative zu dem stinkreich korrupten PSG
    • Martel 30.07.2020 08:54
      Highlight Highlight Zweifle sehr, dass Sie PFC bis zu diesem Artikel kannten...
      Aber jetzt können Sie ha Red Star unterstützen.
  • HP_baertschi 29.07.2020 17:39
    Highlight Highlight Für FussballromantikerInnen: Geht in Paris zu Red Star
  • TanookiStormtrooper 29.07.2020 17:39
    Highlight Highlight Den Sch****vergleich nach Paris auslagern. Diese ganzen Scheichs sind in ihrer Entwicklung einfach irgendwo stehengeblieben. Hohe Türme bauen, bessere Fussballclubs oder gleich ganze Turniere kaufen. Ich hätte ja fast Mitleid mit diesen Kleingeistern, die verzweifelt die Anerkennung der zivilisierten Welt suchen.
    • Silent_Revolution 29.07.2020 18:25
      Highlight Highlight Die "zivilisierte Welt", welche den Ölhändlern seit Dekaden hinten rein kriechen. Diese heuchlerische Traumwelt existiert in der Realität nicht.

      Gerade in der Schweiz sollte man zu der Thematik einfach schweigen. Wenn die Scheichs irgendwo stehen geblieben sind, sind wir es auch.

      Wir sind seit langem dick im Rohölhandel, beheimatend Vitol, Gunvor, Cargill und x andere Rohstoffkonzerne als mit Abstand führende Schweizer Unternehmen in Sachen Umsatz.

      Unsere Gesellschaft protestiert nicht gegen diese Konzerne, sie lanciert keine Initiativen und unsere Politiker sind deren Lobbyisten
  • cool zurich boy 29.07.2020 17:32
    Highlight Highlight Wäre ich Öl-Magnat, würde ich wenn schon eine Milliarde in St. Etienne investieren. Der geilste Fussball der 70er. Das war die Basis für die späteren Erfolge des frz. Fussballs. Aber natürlich interessiert die Provinz diese Figuren nicht...
    • easy skanking 29.07.2020 18:44
      Highlight Highlight st etienne ist btw rekordmeister
  • sansibar 29.07.2020 15:09
    Highlight Highlight „Die Königlichen“ mal anders... 🌝
  • fools garden 29.07.2020 14:45
    Highlight Highlight Endlich mal wieder good news von der Fussballfront😳
  • joerckel 29.07.2020 14:10
    Highlight Highlight irgendwann, und vermutlich geht es gar nicht mehr so lange, verkaufen die Fußballvereine auch noch ihre Seele dem Teufel, Hauptsache sie kriegen auch vom dem noch Geld
    • Neruda 29.07.2020 17:49
      Highlight Highlight Wenn ich mir so die Gesetze in den Investorenländern ansehe, tun sie dies bereits.
  • dan2016 29.07.2020 13:53
    Highlight Highlight was ich aber dann schon möchte, dass Paris FC und die Fans sich dann ganz schön von der Sklaverei in den USA distanzieren. Schliesslich verdienen diese Wüstenstaaten mit Sklavenhalterei genügend, dass noch für ein bisschen PR übrig bleibt.
  • Bratansauce 29.07.2020 13:44
    Highlight Highlight Also mit Öl-Millionen müsste man sich doch ein schöneres Logo leisten können. Vor allem eines, das nicht mit dem Logo-Maker erstellt wurde.
    • Junge Schnuufer 29.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Was ist denn für dich ein "schönes" Logo?
  • Holy Crèpe 29.07.2020 13:43
    Highlight Highlight Mit dem Geld aus Bahrain geht es für den Fussball weiter den Bahrunter. 😄
    • Kunibert der Fiese 29.07.2020 15:12
      Highlight Highlight 😂
    • Kruk 29.07.2020 17:15
      Highlight Highlight Also das Meer. Bahr heisst Meer. 😁
    • General Flynn 29.07.2020 19:12
      Highlight Highlight Mann ist der Flach🤪

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