Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Iceland's Birkir Bjarnason celebrates after scoring his side’s first goal during the Euro 2016 Group F soccer match between Portugal and Iceland at the Geoffroy Guichard stadium in Saint-Etienne, France, Tuesday, June 14, 2016. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Jubel gegen Portugal: Bjarnason erzielt Islands erstes Tor an einem grossen Turnier. Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Zurück gekommen, um zu bleiben? EM-Held Birkir Bjarnason ist wieder beim FC Basel

An der EM in Frankreich hat Birkir Bjarnason mit Island die Fussballwelt verzückt. Nun ist er zurück in Basel. Nach seinen Ferien spricht er ein erstes Mal über das historische Turnier und seine Zukunft beim FCB.

Céline Feller / Nordwestschweiz



«Ich spreche gerne mit euch», sagt Birkir Bjarnason der Handvoll Journalisten, die nach seinem ersten Training mit dem FC Basel nach seinen Ferien auf ihn warten. Aber wirklich glauben kann man es ihm nicht. Er lächelt zwar immer wieder, aber Bjarnason bleibt auch dann eher wortkarg, wenn es um den Sommer seines Lebens geht. Zusammen mit der isländischen Nationalmannschaft hat er an der Europameisterschaft Unglaubliches geleistet. Erst im Viertelfinal scheiterten die Isländer an Gastgeber Frankreich.

«Es war ein super Sommer und eine unglaubliche EM für uns. Niemand hätte erwartet, dass wir so weit kommen würden. Aber wir wussten, was wir erreichen können», sagt der 28-Jährige abgeklärt. Nach einem kurzen Nachfragen gibt Bjarnason jedoch zu: «Okay, dass wir so weit kommen würden, haben wir nicht gedacht. Aber wir haben immer daran geglaubt, dass vieles möglich ist.» Wie die Spieler auf dem Platz überraschten auch die zahlreichen isländischen Fans, die nach Frankreich gereist sind.

epa05395490 Hannes Halldorsson (R), Birkir Bjarnason (2ND R), Birkir Saevarsson and Ari Skullason (3RD L) of Iceland celebrate next to Kyle Walker (L), Joe Hart (4TH L) and Dele Alli (3RD R) of England after they defeated England 2-1 in the UEFA EURO 2016 round of 16 match between England and Iceland at Stade de Nice in Nice, France, 27 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/Tibor Illyes HUNGARY OUT  EDITORIAL USE ONLY

Der Schlusspfiff: Island mit Bjarnason (rechts) kegelt England aus dem Turnier und zieht in den EM-Viertelfinal.
Bild: EPA/MTI

Serie A? Bundesliga? Bleiben?

«Dass 10'000 Fans angereist sind, ist unglaublich. Und auch der Empfang zu Hause war grossartig. So etwas habe ich noch nie gesehen.» Doch auch wenn er von diesen fantastischen Momenten erzählt, wirkt Bjarnason nicht besonders aufgekratzt, betont aber immer wieder: «Es waren sehr viele sehr emotionale Momente.» Einen speziellen herauszupicken, sei schwer, sagt er. Aber wenn er sich entscheiden müsste, dann wäre es nicht sein erstes Tor, welches auch das erste Islands an einer Endrunde war. «Das Spiel gegen England ist das Highlight. Wenn du als Island England schlägst, ist das grösser, als dein persönlicher Torerfolg.»

Dennoch waren es auch ebendiese Tore, mit denen er auf sich aufmerksam machen konnte. Unlängst wurde er mit diversen Klubs in Verbindung gebracht. Napoli, die AS Roma sowie Borussia Mönchengladbach sollen interessiert sein. «Ich bin einfach glücklich, wieder hier zu sein. Ich habe nichts von irgendwelchen Angeboten gehört und habe hier beim FCB noch einen Vertrag über zwei Jahre», sagt er und fügt an: «Ich fühle mich sehr wohl hier. Und wenn ich gehen sollte, dann müsste es ein wirklich gutes Angebot sein.»

Island feiert seine EM-Helden

Der Faktor Champions League

Ob oben genannte Klubs dieser Definition entsprechen würden, wollte er nicht beantworten. Vonseiten des Vereins rechnete man Stand gestern noch klar mit einem Verbleib Bjarnasons beim FC Basel. «Er ist nicht auf dem Sprung», bestätigt Georg Heitz. Der Sportchef betont aber auch, dass es keine Garantien gäbe in diesem schnelllebigen Geschäft. Aber: «Er wird nicht einfach irgendwas machen, damit er etwas gemacht hat», sagt Heitz.

Für Letzteren ist auch klar, dass die Champions League Bjarnason halten könnte. «Die Spieler wissen, dass sie dort ihren Marktwert noch einmal steigern können.» Und auch der Spieler selbst betont die Wichtigkeit der Königsklasse. Ob er im September, wenn die Gruppenphase startet, wirklich noch immer im Dress des FC Basel auflaufen wird, ist unklar. Sicher ist im Moment nur eines: Für das Spiel am Sonntag wird es ihm nicht reichen. «Ich bin noch nicht bereit.» Weil er zu viel gefeiert hat, oder weil die EM ihre Spuren hinterlassen hat? «Wegen der EM natürlich!», sagt Bjarnason lachend, setzt sich auf sein Velo und fährt davon.

Birkir Bjarnason des FC Basel feiert mit dem Pokal und mit den Fans den Meistertitel auf dem Barfuesserplatz in Basel in der Nacht auf Donnerstag, 26. Mai 2016. Der FC Basel hat zum siebten Mal in Folge den Meistertitel gewonnen. (FC Basel 1893 POOL/Sacha Grossenbacher)

Bjarnason mit dem Meisterpokal: Folgen noch weitere Titel in der Schweiz?
Bild: FC BASEL 1893 POOL

Die EM 2016 in einem Bild

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Die «Nacht von Sheffield» – Köbi Kuhn sorgt für den grössten Skandal der Nati-Geschichte

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Elf kleine Schweizer liegen 0:2 zurück und sorgen dann für Begeisterung in der Heimat

Link zum Artikel

Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Jörg Stiel stoppt den Ball an der EM mit Köpfchen – weil er es kann

Link zum Artikel

Im Heysel-Stadion werden 39 Menschen zu Tode getrampelt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Alle Spieler suchen neue Klubs – dem FCB droht ein Massen-Exodus

Die Lage beim FC Basel spitzt sich zu. Alle Spieler suchen neue Klubs, neben dem Rasen gibt es Massenkündigungen. Es droht ein Exodus.

Es ist der nächste Dominostein, der fällt. Nach Führungspersonen, die hin geschmissen haben, Nachwuchs-und Profi-Trainern, die im Streit gegangen sind und Fans, die von Basel bis nach Rheinfelden alles mit «Burgener und Heri raus»-Bannern tapezieren, ist auch die Mannschaft des FC Basel wütend. So sehr, dass es zum grossen Exodus kommen könnte. Entweder noch diesen Sommer oder dann im Winter, wenn sich unter Trainer Ciriaco Sforza die Stimmung nicht markant verbessert.

Denn wie diese Zeitung aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel