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Gute und schlechte Nachrichten für Barça-Fans – welche willst du zuerst?

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Joan Laporta kann nicht nur gute Nachrichten verkünden.Bild: keystone

Gute und schlechte Nachrichten für Barça-Fans – welche willst du zuerst?

Es ist eine turbulente Zeit für Fans des FC Barcelona. Es gibt gute und schlechte Nachrichten für den spanischen Traditionsklub.
29.09.2023, 11:1229.09.2023, 16:08
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Gute Nachrichten

Der FC Barcelona macht bei der eigenen finanziellen Gesundheit Fortschritte. Wie der Klub am Donnerstagabend verkündete, hat er in der Saison 2022/23 einen Nettogewinn von 304 Millionen Euro erarbeitet und damit auch die eigenen Erwartungen und Ziele übertroffen. Die Einnahmen beliefen sich auf 1,26 Milliarden Euro.

Einen grossen Teil dieses Gewinns machte Barça mit dem Verkauf der eigenen TV-Rechte. Die Katalanen veräusserten im vergangenen Sommer 15 Prozent des eigenen TV-Deals an Investment-Firmen. Das brachte ihnen kurzfristig Geld, wird langfristig aber die Einnahmen beeinflussen. Der Klub teilt zudem mit, dass die eigene Verschuldung von 680 Millionen Euro auf 552 Millionen reduziert werden konnte. Für die laufende Saison rechnet Barcelona hingegen «nur» mit einem Gewinn von rund elf Millionen Euro. Wegen des Umbaus des Camp Nou muss Barça ins Olympiastadion ausweichen, wo weniger Tickets verkauft werden können.

Schlechte Nachrichten

Der Negreira-Skandal wird für den FC Barcelona immer ungemütlicher. Gestern wurde bekannt, dass die Polizeieinheit Guardia Civil auf Anordnung des Ermittlungsrichters Joaquin Aguirre die Büros des spanischen Schiedsrichterkomitees (Comité Técnico de Árbitros – CTA) durchsucht hatte. Die Durchsuchungsaktion hat rund 12 Stunden gedauert, wie die «Marca» berichtet. Zu Festnahmen sei es nicht gekommen, das sei auch nicht das Ziel gewesen. Es ging darum, Dokumente zu finden, die im Zusammenhang mit Überweisungen von Barcelona an den ehemaligen Schiedsrichter-Vizechef José Maria Enriquez Negreira und seinen Sohn standen.

Die spanische Staatsanwaltschaft wirft dem FC Barcelona «Korruption zwischen Privatpersonen» vor. Dabei soll der Klub zwischen 2016 und 2018 die Summe von 1,4 Millionen Euro an José Maria Enriquez Negreira überwiesen haben, von 2001 bis 2018 soll er insgesamt gar 7,3 Millionen Euro erhalten haben. Negreira hatte in dieser Zeitspanne das zweithöchste Amt im spanischen Schiedsrichterwesen inne. Demnach gab dessen Firma dem FC Barcelona Tipps, wie sie sich gegenüber individuellen Schiedsrichtern verhalten sollen.

Am gleichen Tag hat der zuständige Ermittlungsrichter in diesem Fall offiziell Anklage gegen den FC Barcelona und die involvierten Einzelpersonen erhoben. Namentlich sind das die beiden Ex-Präsidenten des FC Barcelona, Sandro Rosell und Josep Mario Bartomeu, sowie Negreira und sein Sohn.

Die Anschuldigungen kamen im Frühling dieses Jahres ans Licht. Wie es nun weitergeht und was die möglichen Konsequenzen für Barcelona sein werden, ist noch unklar. Im April war von einem möglichen Ausschluss aus den europäischen Wettbewerben die Rede. (abu)

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