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YB- und Anderlecht-Anhänger geraten aneinander – wüste Szenen vor Rückspiel

Video: watson

Wüste Szenen vor Rückspiel – YB- und Anderlecht-Anhänger geraten aneinander

Mehrere Dutzend Anhänger haben am Vorabend des Rückspiels in der Conference League zwischen Anderlecht und YB ein Restaurant in einer Brüsseler Fussgängerzone verwüstet. 23 Schweizer wurden festgenommen, ernsthaft verletzt wurde niemand.
25.08.2022, 14:2625.08.2022, 14:49
Pascal Däscher / ch media

Es sind erschreckende Bilder, die sich vor dem Aussenbereich des Restaurants Le Falstaff an der Place de la Bourse in Brüssel am Mittwochabend abspielen. Über 30 maskierte Männer sollen gemäss Aufzeichnungen von Überwachungskameras und Privatvideos Tische und Stühle durch das Fenster des Lokals geworfen haben. Es handelt sich um eine Konfrontation zwischen Anhängern von Anderlecht und YB, deren Teams heute Abend im Rahmen der Conference-League-Qualifikation aufeinandertreffen.

«Gestern Abend kurz vor 21:00 Uhr kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern von Anderlecht und YB. Es handelte sich um Personen, die nicht zu erkennen waren, sie hatten eine Maske auf. Als die Polizei eingreifen wollte, sind sie weggelaufen», sagt Ilse Van de Keere von der Polizei Brüssel gegenüber der belgischen Zeitung «Bruzz». Bei dem Angriff soll es laut Zeugenaussagen keine Schwerverletzten gegeben haben. Der Schaden hingegen ist beträchtlich.

Video: watson

Augenzeugen berichten von schlimmen Ereignissen

Ein Zeuge, der sich am Mittwochabend kurz vor 21 Uhr in der Fussgängerzone in Brüssel befand, äusserte sich gegenüber der belgischen Zeitung «Sudinfo» zu den Szenen: «Es waren etwa 60 Leute, alle schwarz gekleidet und mit Kapuzen. Sie stürmten blitzschnell auf das Falstaff-Restaurant zu, aus welchem Grund auch immer.»

Eine Kellnerin, die zu dieser Zeit im beschädigten Lokal arbeitete, berichtet:

«Ich dachte, es sei ein Anschlag. Ich dachte sofort, dass einer von ihnen eine Waffe haben würde. Ich habe alles stehen und liegen lassen und bin nach oben gerannt, um Schutz zu suchen.»

Ein weiterer Augenzeuge erzählt: «Die Fans sahen die Gruppe auf sich zukommen. Also flüchteten sie ins Innere und schlossen die Türen hinter sich. Die Angreifer sassen draussen fest, also warfen sie Stühle gegen das Schaufenster. Die Tat hat nicht einmal zwei oder drei Minuten gedauert.»

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Das Restaurant Falstaff in Brüssel.Bild: imago stock&people

Die Polizei erklärte anschliessend, dass es sich hierbei mutmasslich um eine Racheaktion der Anderlecht-Anhänger handelte, die im Hinspiel von Anhängern der Young Boys angegriffen worden waren, während diese auf der Terrasse einer Bar im Zentrum von Bern sassen.

Vergangene Woche in Bern: YB-Hooligans gehen auf Anderlecht-Fans los

Video: twitter/Mauveside

23 Schweizer festgenommen

Am Mittwochabend besuchte der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close den Tatort. «In der Zwischenzeit wurde von der Polizei eine Untersuchung eingeleitet», so Polizeichef Jurgen de Landsheer. Gemäss dem Polizeichef sollen 23 Schweizer Staatsangehörige festgenommen worden sein, bei einigen wurden Waffen wie Schlagringe gefunden. Sie sollen so schnell wie möglich des Landes verwiesen werden.

Auch einige Anderlecht-Anhänger konnten anhand des Videomaterials identifiziert werden. Die Polizeipräsenz im Stadtzentrum wird am Donnerstag unabhängig des Vorfalls den ganzen Tag über verstärkt sein. (aargauerzeitung.ch)

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160 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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TheRealDoomer
25.08.2022 14:39registriert November 2020
War ja nicht anders zu erwarten. Belgier werden in Bern angegriffen, es kommt zu einer Racheaktion. Und wieder werden Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen. Diese Idioten um diesen Sport sind einfach nur noch zum 🤮
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Lowend
25.08.2022 14:32registriert Februar 2014
Ich kann mich nur wiederholen; keine Gnade mit diesen Schlägern und am liebsten lebenslanges Stadionverbot weltweit, für solche Vollidioten, die Fussball dazu missbrauchen, um ihre pubertären Potenzprobleme zu überspielen.
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Zappenduster
25.08.2022 14:38registriert Mai 2014
Was für eine armseelige Fankultur.
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