DE | FR
Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07576005 Abdelhak Nouri's father and brother (C) appear on the podium during the celebration at the Museumplein for the win of the Dutch Eredivisie soccer championship by Ajax Amsterdam in Amsterdam, The Netherlands, 16 May 2019. Nouri suffered permanent brain damage on July 2017 following a cardiac arrest during an Ajax match. Ajax Amsterdam won his 34th national title on 15 May 2019.  EPA/ROBIN VAN LONKHUIJSEN

Ajax hat Nouri nie vergessen – auch bei der Meisterfeier 2019 war er irgendwie dabei. Bild: EPA/ANP

Nouri macht Fortschritte – Bruder berichtet vom neuen Leben des ehemaligen Ajax-Profis



In einem Testspiel gegen Werder Bremen im Juli 2017 war Ajax-Talent Abdelhak Nouri wegen eines Herzstillstands zusammengebrochen. Er trug dabei irreparable Gehirnschädigungen davon. Seither hat der 22-jährige Niederländer, der im August 2018 aus dem Koma erwacht war, grosse gesundheitliche Fortschritte gemacht, wie sein sein Bruder Abderrahim in der TV-Sendung «De Wereld Draait Door» erklärte.

«Appie geht es gut. Also so gut wie möglich. Er ist wach, er schläft, er isst, er rülpst, aber er steht nicht auf», schildert der Bruder das Leben von Nouri. «Wenn er eine gute Phase hat, gibt es eine Form der Kommunikation, dann zieht er die Augenbrauen hoch. Lange halten die Phasen aber noch nicht an, sie scheinen für ihn anstrengend wie Hochleistungssport zu sein.»

Die Familie pflegt den ehemaligen Fussball-Profi in einem speziell für ihn eingerichteten Apartment in der Nähe des Elternhauses. Das sei extrem wichtig: «Appie weiss, wo er ist. Es ist gut für ihn, dass er mit seiner Familie in einer vertrauten Umgebung ist.» Zuvor war er im Spital und in Pflegeheimen betreut worden.

abspielen

Abderrahim Nouri spricht über das neue Leben seines Bruders Abdelhak (niederländisch). Video: YouTube/DWDD

Die Familie schaue mit ihm öfter Fussball, berichtete Bruder Abderrahim: «Wir merken, dass er das mag. Manchmal ist es auch emotional, aber oft gibt es ein Lächeln. Das ist gut für uns. Wir sprechen normal mit ihm und tun so, als wäre er nicht krank.»

Auch seine ehemaligen Teamkollegen Frenkie De Jong, Donny van de Beek und Steven Bergwijn äusserten sich in der Sendung über Nouri. «Ich habe im Sommer viel mit ihm gesprochen», erzählte De Jong, der Ajax damals in Richtung Barcelona verliess. «Als ich bei ihm sass, kam seine Mutter herein und fragte: ‹Appie, wohin soll Frenkie gehen? Nach Barcelona?› Sobald sie das gesagt hatte, hob er eine Augenbraue. Das war ein ganz besonderer Moment.»

Nouri galt als eines der grössten Talente von Ajax Amsterdam und des niederländischen Fussballs. Der quirlige Mittelfeldspieler durchlief bis zu seinem tragischen Unfall sämtliche Jugend-Nationalmannschaften in Holland.

Ajax hatte bereits 2018 zugegeben, dass Nouri auf dem Feld nicht korrekt behandelt worden war. Der Klubarzt von Ajax war von den UEFA-Richtlinien abgewichen und nicht direkt von einem Herzstillstand ausgegangen, dadurch hatte er zu spät mit Wiederbelebungsversuchen begonnen. Der Verein stand zu seiner Verantwortung und übernahm die volle Haftung. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sie waren «Golden Boys»: Zum besten Talent der Welt gekürt

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

«Die nächste depperte Frog!» – Ösi-Fussballer gibt Reporter aufs Dach

27. Februar 2005: Nach einem 0:4 im Derby gegen den GAK ist Günther Neukirchner von Sturm Graz eh schon ziemlich angefressen. Und dann muss er auch noch diesem lästigen Reporter Red und Antwort stehen!

Der GAK ist amtierender österreichischer Meister und geht deshalb als Favorit ins 121. Grazer Derby. Eine Rolle, der er gerecht wird. Denn Sturm Graz ist chancenlos und geht 0:4 unter.

Das ist die Ausgangslage, als TV-Reporter Gerhard Krabath den Sturm-Spieler Günther Neukirchner nach dem Schlusspfiff zu sich bittet. Es entwickelt sich ein Dialog, der dank den Aussagen des Fussballers rasch Kult-Status erreicht.

Wie froh er denn sei, dass der Schiri endlich abgepfiffen habe, will Krabath wissen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel