Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Football Soccer - Besiktas v Napoli - UEFA Champions League Group Stage - Group B - Vodafone Arena, Istanbul, Turkey - 1/11/16 Besiktas' Ricardo Quaresma reacts after scoring a goal     REUTERS/Osman Orsal

Spieler und Fans jubeln: Quaresma bringt Besiktas 1:0 in Führung. Bild: OSMAN ORSAL/REUTERS

Mag Besiktas-Trainer Günes keine Türken? Seine Aufstellung lässt es vermuten



Früher, da war ja alles besser. Früher, da haben noch richtige Männer Fussball gespielt. Früher, da hatte es vielleicht einen Ausländer pro Team, aber mehr sicher nicht.

Halt, Stopp! Auf diese Schiene wollen wir hier (ausnahmsweise) nicht aufspringen. Aber gestern Abend hat sich auf dem Matchblatt von Besiktas Istanbul gegen die SSC Napoli sehr Spannendes zugetragen, welches es früher so nicht gegeben hätte:

Bild

Die Mannschaftsaufstellungen bei Besiktas – Napoli. bild: flashscore.de

Ein Blick auf das Besiktas Kader zeigt: Trainer Senol Günes, selbst Türke, hatte die einfachste Matchansprache seiner Karriere: «Türken, ihr seid leider alle auf der Bank. Ihr anderen: Ihr regelt das!» Was den «Ausländern» tatsächlich einigermassen gelungen ist, denn das Spiel endete 1:1. Der Führungstreffer fiel allerdings erst, nachdem die ersten türkischen Spieler eingewechselt wurden.

Der Deutsche Arslan und der Türke Frei

Wer sich die Aufstellung ganz genau angesehen hat, der hat dieses Detail sicher schon ausgemacht: Bei Besiktas war trotzdem türkisches Blut in der Startformation vorhanden. Der Deutsche Tolgay Arslan und der Schweizer Gökhan Inler sind beide türkischer Abstammung – an den Namen unschwer zu erkennen.

Football Soccer - Besiktas v Napoli - UEFA Champions League Group Stage - Group B - Vodafone Arena, Istanbul, Turkey - 1/11/16 Besiktas' Gokhan Inler and Napoli's Marek Hamsik in action.  REUTERS/Osman Orsal

Gökhan Inler (l.) mit vollem Einsatz gegen seinen früheren Teamkollegen und Torschützen Marek Hamsik. Bild: OSMAN ORSAL/REUTERS

Dafür auf der Bank: Kerim Frei. Der 22-jährige Flügel, geboren im österreichischen Feldkirch als Sohn einer Marokkanerin und eines Türken, ist hierzulande als talentierter GC-Junior aufgewachsen und hat bis zur U21-Stufe Länderspiele für die Schweiz absolviert. Unterdessen hat er sich aber für die Türkei entschieden und versucht, bei Besiktas endlich den internationalen Durchbruch zu schaffen. (drd)

epa04935762 Besiktas' Kerim Frei (R) in action during the UEFA Europa League Group H soccer match between Skenderbeu and Besiktas in Elbasan, Albania, 17 September 2015.  EPA/STRINGER

Kerim Frei (r.) spielt seit 2013 bei Besiktas. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Entschuldigung, wie sehen Sie denn aus? Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Die Schande von Istanbul – die Nati jubelt bei ihrer schönsten Niederlage

16. November 2005: Die Schweiz qualifiziert sich trotz einer 2:4-Niederlage in der Türkei für die WM in Deutschland. Weil die Türken nach dem Schlusspfiff auf die Schweizer losgehen, geht das Spiel als «Schande von Istanbul» in die Geschichte ein.

Zur Freude bleibt keine Zeit, zum Shake-Hands erst recht nicht – und das obwohl sich die Schweiz dank dem 2:0-Heimsieg und der 2:4-Niederlage in der Türkei erstmals seit zwölf Jahren wieder für eine Fussball-WM qualifiziert.

Kaum pfeift der belgische Schiedsrichter Franck De Bleeckere das Barrage-Rückspiel im Şükrü-Saracoğlu-Stadion von Istanbul ab, sprinten die Nati-Helden los, als ob es um ihr Leben ginge. Richtung Katakomben. Einfach weg von hier. Es wird ein Spiessrutenlauf.

Die TV-Zuschauer …

Artikel lesen
Link zum Artikel