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Granit Xhaka im Spiel gegen die Türkei.
Granit Xhaka im Spiel gegen die Türkei.
Bild: keystone

Captain Xhaka angefressen: «Diese Mannschaft wird an derartiger Kritik nicht kaputtgehen»

20.06.2021, 22:1020.06.2021, 22:29

Die Schweiz zeigte gegen die Türkei die geforderte Reaktion, überzeugte sowohl spielerisch als auch bezüglich Einsatz. Besonders die Spieler, die nach der Partie gegen Italien im Zentrum der Kritik standen, wussten zu überzeugen.

Xherdan Shaqiri und Haris Seferovic erzielten die schönen und vor allem wichtigen Tore, Granit Xhaka überzeugte mit viel Kampf und hatte in der Schlussphase Pech, als sein Freistoss an den Pfosten prallte. Nach der Partie stellten sich die drei Angesprochenen dem Schweizer Fernsehen und wie schon nach der Pleite gegen Italien geizte Granit Xhaka auch heute nicht mit markigen Worten.

Granit Xhaka (Captain Schweiz):

«Druck auf uns war enorm gross, ob berechtigt oder nicht berechtigt spielt jetzt keine Rolle mehr. Das 0:3 gegen Italien schmerzte auch uns Spieler enorm. Vielleicht hat es das aber gebraucht, damit wir zu uns finden. Wir wurden viel kritisiert für Kleinigkeiten, die aus meiner Sicht nicht wichtig waren. Aber eines kann ich garantieren: Diese Mannschaft wird an derartiger Kritik nicht kaputtgehen.»

Etwas weniger angefressen erschien Haris Seferovic zum Interview. Der von Vladimir Petkovic auch heute von Beginn weg eingesetzte Stürmer bilanzierte folgendermassen:

«Heute haben wir ein starkes Spiel gemacht. Wir können uns höchstens vorwerfen, nicht noch mehr Tore erzielt zu haben. Noch ein, zwei Tore mehr und den Gegentreffer verhindern – wenn uns das gelungen wäre, dann wäre das die perfekte Leistung gewesen.»
Haris Seferovic beim SRF.

Vladimir Petkovic zeigte sich zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Er hielt an den kritisierten Spielern (Shaqiri, Seferovic) fest und beorderte sie auch gegen die Türkei in die Startformation. Diese bedankten sich für das Vertrauen und erzielten sämtliche Schweizer Tore. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte Petkovic:

Vladimir Petkovic (Trainer Schweiz):

«In einer guten Familie diskutiert man und schimpft nicht sofort. Die Mannschaft hat es selber kapiert, mit einigen kleinen Korrekturen, und heute ein gutes Spiel gemacht.

«Auch heute haben wir nicht alles gut gemacht, wir hatten genug Chancen, jetzt schon (für die Achtelfinals) qualifiziert zu sein. Ich bin aber sehr zufrieden, was die Mannschaft über 90 Minuten gezeigt hat, das gibt mir Optimismus. Wenn wir weiterkommen, können wir auch ein nächstes gutes Spiel machen.»
Petkovic zeigte, wo es lang geht, die Spieler zogen mit.
Petkovic zeigte, wo es lang geht, die Spieler zogen mit.
Bild: keystone
«Die Mannschaft hat gekämpft, gespielt und ist dieses Mal auch einige Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Heute haben wir als Mannschaft diese drei Punkte verdient.»
Vladimir Petkovic

Xherdan Shaqiri präsentierte sich einmal mehr als der Mann für die wichtigen Tore. Wie schon an der WM 2014 als ihm gegen Honduras ein Hattrick gelang, oder gegen Polen an der letzten Euro, wusste der Offensiv-Allrounder auch gegen die Türkei zu überzeugen. In seinem 94. Länderspiel erzielte er seine Nati-Treffer 24 und 25 und sorgte gemeinsam mit Seferovic dafür, dass die Schweizer Nationalmannschaft weiterhin vom Achtelfinale träumen kann.

Xherdan Shaqiri:

«Ich bin sehr froh, dass der erste Abschluss mit meinem schwächeren rechten Fuss reingegangen ist, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Dieses 2:0 wirkte für uns beruhigend. Wir konnten reagieren auf die Niederlage gegen Italien, bei der vieles für uns nicht gut gelaufen ist. Diese Reaktion war wichtig. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir die Pflicht erfüllt und die Türkei geschlagen haben. Gegen vorne haben wir sehr gut gespielt. Wir hätten noch mehr Tore erzielen können.»
Shaqiri hat es seinen Kritikern gezeigt.
Shaqiri hat es seinen Kritikern gezeigt.
Bild: keystone

Auch wenn ihm kein eigenes Tor gelang: Eine überragende Partie zeigte auch Steven Zuber. Der Flügel, im ersten Spiel gegen Wales noch ohne Einsatz und gegen Italien nur eingewechselt, spielte erstmals an dieser EM von Anfang an und bereitete alle drei Schweizer Tore vor.

Steven Zuber:

«Es wurde viel geschrieben und kritisiert und ins Schlechte analysiert. Uns war auch klar, dass wir in den ersten zwei Spielen nicht auf unserem Niveau waren. Aber uns gelang die Reaktion. Jetzt hoffen wir, dass die anderen Nationen für uns spielen. Sowieso müssen wir uns jetzt erholen, damit wir für den Achtelfinal bereit wären.»
Top-Leistung von Steven Zuber, die Schweizer Nummer 14 hat alle drei Tore vorbereitet.
Top-Leistung von Steven Zuber, die Schweizer Nummer 14 hat alle drei Tore vorbereitet.
Bild: keystone

Bewegende Tage sind es auch für Goalie Yann Sommer. Nach der Pleite gegen Italien flog der Goalie nach Deutschland zu seiner Frau, um bei der Geburt von Tochter Nayla dabei zu sein. Danach ging es schnurstracks zurück zur Nati, gegen die Türkei stand der 32-Jährige bereits wieder im Tor und zeigte eine hervorragende Leistung.

Gruppe X

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