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Swiss forward Granit Xhaka, celebrates after the second goal during the UEFA EURO 2016 group E qualifying football match Switzerland against Estonia at the Swissporarena in Lucerne, Switzerland, Friday, March 27, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Tor geschossen, aber Rippe gebrochen: Durchzogene Bilanz von Granit Xhaka nach dem EM-Qualispiel gegen Estland. Bild: KEYSTONE

Xhaka hat ne dicke Lippe: «Ich spiel auch mit gebrochener Rippe»



Uns Granit hat in der Bundesliga längst seine Duftmarke hinterlassen. Der beinharte defensive Mittelfeldspieler ist einer der Gründe für Gladbachs Höhenflug in der laufenden Saison. Am Donnerstag nun hat sich Xhaka in der deutschen Qualitätspresse zu Wort gemeldet und ein schockierendes Geständnis gemacht:

«Ende März habe ich mir beim Länderspiel gegen Estland die sechste Rippe gebrochen. Eigentlich bedeutet das vier bis sechs Wochen Pause. Aber ich ziehe das jetzt durch. Ich muss und will in die Champions League – da kann mich so ein Knochen-Bruch nicht stoppen»,

so Granit Xhaka mit geschwellter Brust (haha) in der Bild.

Was Xhaka damit eigentlich gemeint hat: 

«Ich bin unbesiegbar!»

Wir erinnern uns:

Animiertes GIF GIF abspielen

«Ich bin unbesiegbar» – Alan Cumming alias Boris Grishenko kurz vor seinem Filmtod in James Bond Goldeneye. gif: watson/makegif

Granit beisst also die Zähne zusammen und spielt trotz Rippenbruch. Anfänglich hat er noch einen Rippenpanzer aus Karbon getragen, aber der hat ihn bei der Atmung behindert, also hat «Hart-Härter-Granit» (O-Ton Bild) den einfach weggelassen. Und die Schmerztabletten gleich dazu. «Natürlich ist ein Risiko da, es kann dabei auch immer etwas passieren», beschwichtigt Xhaka. 

rippenpanzer

War der Atmung hinderlich: Rippenschutz aus Karbon. bild: ricardo

Granit gesellt sich damit zu einer Reihe berühmter Fussballer, die unter eher widrigen Bedingungen gegen einen Ball gekickt haben. Zum Beispiel Franz Beckenbauer, der im sogenannten «Jahrhundertspiel» gegen Italien an der WM 1970 mit einer Armschlinge über den Platz lief, weil er sich das Schlüsselbein gebrochen hatte.

The bandage German soccer legend Franz Beckenbauer he was wearing during the World Cup 1970 semi final match against Italy is exhibited in the gallery 'The Aquarium' in Berlin, Germany, Friday, 09 June 2006. The object is one of the exhibits Mike Draegert collected to the exhibition '11 friends World Cup museum'.  EPA/Wolfgang Kumm

Er schaukelte das Kind: Franz mit des Kaisers alter Schulterbandage. Die landete 2006 im Museum. Wie das mit Spitalabfall halt so passiert. Bild: EPA

Oder Bert «The Kraut» Trautman, der 1956 mit einem Genickbruck mal eben noch den den FA-Cup-Sieg seiner Citizens festhielt.

Oder Terry Butcher, dessen Nachname Metzger bedeutet, und der vor einem Länderspiel gegen Schweden noch kurz einen Abstecher in den Schlachtbetrieb seines Grossvaters machte  der sich bei einem Kopfballduell eine klaffende Wunde an der Stirn zuzog.

Terry Butcher

Würden Sie diesem Herrn die Türe öffnen? – Terry «der Metzger» Butcher. bild: twitter/terrybutcher_

Im Vergleich dazu hört sich Granits gebrochene Rippe natürlich nicht mehr so knusprig an. Dennoch: Dem Schweizer gebührt Respekt für seine Schmerzunempfindlichkeit. Und die Verletzung kann ja auch später noch auskuriert werden, aufgehoben ist nämlich nicht aufgeschoben, wie Xhaka der Bild verrät: «Dafür habe ich nach der Saison im Urlaub noch genügend Zeit.» 

In diesem Sinne: Schöne Ferien, Granit! (wst)

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