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Real Madrid hätte lieber gegen Benfica gespielt als gegen Paris St-Germain.
Real Madrid hätte lieber gegen Benfica gespielt als gegen Paris St-Germain.bild: epa

PSG statt Benfica – Real will wegen Panne bei Auslosung gegen die UEFA vorgehen

Für die Panne bei der Champions-League-Auslosung und die damit verbundene Wiederholung erntete die UEFA viel Kritik. Real Madrid will nun offenbar gegen die Wertung der Auslosung vorgehen.
14.12.2021, 10:2414.12.2021, 13:39

Wegen eines technischen Fehlers musste die Auslosung der Champions-League-Achtelfinals gestern Montag wiederholt werden. Real Madrid trifft nun nicht – wie in der ersten Ziehung gelost – auf Benfica Lissabon, sondern auf das Starensemble von Paris Saint-Germain.

Damit sind die «Königlichen» offenbar überhaupt nicht einverstanden. Wie der Radiosender «Cadena Cope» berichtet, will Real sogar gegen die UEFA vorgehen.

Das lief bei der ersten CL-Auslosung falsch
Bei der Ziehung der zweiten Paarung legte UEFA-Wettbewerbsdirektor Michael Heselschwerdt fälschlicherweise auch Manchester United in den Lostopf der möglichen Gegner für den FC Villarreal. Da die Engländer und die Spanier aber bereits in der Gruppenphase gegeneinander antraten, hätten sie sich nicht noch einmal duellieren dürfen. «Losfee» Andrej Arshavin zog dann prompt ManUnited als Villarreal-Gegner. UEFA-Generalsekretär Giorgio Marchetti bemerkte den Fehler und liess Arshavin ein weiteres Los ziehen. Dieses Mal stand Manchester City auf dem Zettel.

Allerdings setzte sich der Fehler in der Folge fort. Als anschliessend der Gegner von Atlético Madrid gezogen wurde, vergass Heselschwerdt – im Glauben, ManUnited sei bereits weg – die entsprechende Kugel dazuzulegen. Stattdessen landete Liverpool im Topf. Als Gruppengegner von Atlético hätten die «Reds» allerdings nicht noch einmal gegen die Madrilenen antreten dürfen.

Zwar wurde Bayern München als Gegner von Atlético gezogen, da ManUnited jedoch im Topf fehlte, musste die Wahl wiederholt werden. Die UEFA nannte ein «technisches Problem mit der Software eines externen Dienstleisters» als Ursache. Diese schreibt den Offiziellen bei der Auslosung vor, welche Mannschaften in die Lostöpfe müssen.

Als publik geworden war, dass die UEFA-Verantwortlichen bei der Ziehung schwerwiegende Fehler begangen hatten, setzten die Königlichen offenbar einige Hebel in Bewegung, um zu verhindern, dass die Auslosung vollständig wiederholt wird. Ihr Argument: Die Paarung gegen Benfica sei gleich zu Beginn auf korrekte Weise gezogen worden – vor den Patzern von UEFA-Generalsekretär Giorgio Marchetti und Wettbewerbsdirektor Michael Heselschwerdt.

Die UEFA entschied sich aber für eine komplett neue Auslosung aller Paarungen – aus Real-Sicht «unzulässig» und eine «Manipulation». Real habe sich deshalb bereits unmittelbar nach der ersten Ziehung dazu entschieden, gegen die UEFA vorzugehen, wenn es eine Wiederholung geben sollte.

Spanische Medien berichten, dass bei Real hinter vorgehaltener Hand von einer «Schande» gesprochen wurde. «Die Wut in Madrid ist monumental», schrieb die AS. Gemäss der «Marca» halten die Real-Bosse die Wiederholung der Auslosung für ebenso «haarsträubend» wie die Pannen beim ersten Versuch.

«Es war überraschend, bedauerlich und sehr schwer zu verstehen. Angesichts der Millionen von Fans, die gespannt auf die Auslosung waren, sowie für die ganze Welt des Sports», liess der Vorstandsvorsitzende Emilio Butragueño nach dem Auslosungs-Chaos offiziell verlauten. Die Duelle mit PSG werde man dennoch «voller Enthusiasmus» angehen. «Wir hoffen, bei der Viertelfinal-Auslosung wieder dabei zu sein.»

In Runde 2 funktioniert die Software

Wirbel gab es auch nach der zweiten Auslosung: Einige Liverpool-Fans monierten einen erneuten Fehler der UEFA, als Villarreal als drittletztes Team gezogen wurde und nur Juventus Turin als möglicher Gegner angezeigt wurde. Die zuvor fehlerhafte Software schloss Real Madrid und Liverpool nämlich als Gegner aus.

Dieses Mal hatte das Programm aber alles richtig gemacht. Dass Real als Gegner Villarreals nicht möglich war, leuchtete den Liverpool-Fans auch sofort ein. Mannschaften gleicher Nation können in den Achtelfinals nicht gegeneinander gelost werden. Doch warum war Liverpool kein möglicher Gegner des «Gelben U-Bootes»?

Alles korrekt: Nur Juventus wird als möglicher Villarreal-Gegner angezeigt.
Alles korrekt: Nur Juventus wird als möglicher Villarreal-Gegner angezeigt.bild: screenshot uefa

Die Antwort ist erst auf den zweiten Blick einleuchtend: Wenn Liverpool den Spaniern zugelost worden wäre, hätte Inter Mailand, das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht gezogen wurde, als mögliche Gegner nur noch Juventus Turin und Real bekommen können. Beide Duelle waren gemäss UEFA-Regeln aber nicht möglich: Juventus wurde aufgrund der gleichen Nation ausgeschlossen, mit den Madrilenen war Inter bereits in der gleichen Gruppe. Der Computer hatte dieses Mal also alles richtig gemacht. (pre)

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