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WM 2026: Nati-Direktor Pierluigi Tami spricht über die kommende WM

Pierluigi Tami an einer Medienkonferenz der Schweizer Fussballnationalmannschaft in in St. Gallen am Montag, 25. Mai 2026. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Pierluigi Tami spricht über die kommende WM.Bild: keystone

Nati-Direktor Tami vor seiner letzten WM mit «hundertprozentigem Vertrauen» in Yakin

Zum Auftakt der Vorbereitung in St. Gallen blickt Pierluigi Tami der WM in Nordamerika entgegen. Der abtretende Nationalteam-Direktor geht mit einem «sehr positiven Gefühl» in sein letztes Turnier.
25.05.2026, 18:0625.05.2026, 18:06

Tamis Zuversicht beruht in erster Linie auf der souveränen Qualifikation des Nationalteams. «Dort haben wir eine durchgehend überzeugende Mannschaft gesehen. Sie überzeugte mit Qualität, Kontinuität und Intensität», sagte der 64-Jährige an der Pressekonferenz. Wenn die Mannschaft daran anknüpfen könne, mache er sich keine Sorgen um das Überstehen der Gruppenphase.

Was danach folgt, sei aufgrund des neuen Turnierformats schwieriger vorherzusagen. Durch die Vergrösserung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Teams wird es an dieser WM erstmals Sechzehntelfinals geben – eine K.-o.-Runde mehr als bisher. Tami liess jedoch durchblicken, dass er mindestens den Einzug in die Achtelfinals erwartet.

Pierluigi Tami an einer Medienkonferenz der Schweizer Fussballnationalmannschaft in in St. Gallen am Montag, 25. Mai 2026. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Tami tritt nach der Weltmeisterschaft zurück.Bild: keystone

«Aufgebot nicht per Losentscheid»

Die Qualität des Kaders sei nochmals gestiegen. «Wir hätten locker 30 Spieler mitnehmen können», sagte Tami. Trainer Murat Yakin setzte tendenziell eher auf Erfahrung als auf Jugend. Er liess neben Alvyn Sanches (23) auch Talente wie Sascha Britschgi (19), Zachary Athekame oder Alessandro Vogt (beide 21) zuhause. «Jeder hatte verschiedene Argumente für ein Aufgebot. Dieses Mal sind sie nicht dabei, aber sie sind das Nationalteam der Zukunft.»

Auch potenzielle Lücken, wie das Fehlen eines zweiten gelernten Rechtsverteidigers, sieht Tami nicht als Problem. «Murat hat das Aufgebot nicht per Losentscheid zusammengestellt», hielt er fest. «Hinter jedem Namen steckt eine klare Idee. Wir haben mehrere flexibel einsetzbare Spieler im Aufgebot, und ich habe hundertprozentiges Vertrauen in diese Mannschaft.»

Vorbereitung auf Gegebenheiten vor Ort

Die Mannschaft, die bis Donnerstag vollzählig sein wird, wird in den kommenden Tagen auf die Turnierbedingungen eingestellt. Mit der frühen Anreise elf Tage vor dem ersten Gruppenspiel soll einer möglichen Müdigkeit aufgrund der Zeitverschiebung vorgebeugt werden. Mit bereits am Vormittag angesetzten Trainings werden die Spieler zudem auf die speziellen Anspielzeiten vorbereitet: Sämtliche Gruppenspiele der Schweiz finden um 12 Uhr Ortszeit statt.

«Unser Staff ist so professionell aufgestellt wie noch nie, wir sind bestens vorbereitet», sagte Tami. Nach zwei Weltmeisterschaften als Matchanalyst (2006 und 2010) folgt für ihn nun die zweite WM als Direktor. Tami hofft, dass zum Abschluss seiner Karriere das Beste noch kommt. (riz/sda)

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