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Understatement bei der Equipe Tricolore

WM-Gegner Deschamps schiebt Favoritenrolle der Schweizer Nati zu

An der Fussball-WM in Brasilien trifft die Schweiz zum Auftakt auf Frankreich. Während man hierzulande den Weltmeister von 1998 als ersten Anwärter auf den Gruppensieg sieht, ist es im Nachbarland genau umgekehrt.



Swiss head coach Ottmar Hitzfeld, right, and French head coach Didier Deschamps, left, shake hands after the final draw of the preliminary round groups of the 2014 FIFA world cup Brazil in Costa do Sauipe, Brazil, Friday, December 6, 2013. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Didier Deschamps und Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld bei der WM-Auslosung im Dezember. Bild: Keystone

Für Didier Deschamps, Nationaltrainer Frankreichs, ist die Schweiz der Favorit in der WM-Gruppe E. Die Schweiz sei bei der Auslosung gesetzt gewesen, das mache sie automatisch zum Favoriten der Gruppe, erklärte Deschamps im Interview mit der Sportinformation.

«Ausschlaggebend waren die Resultate der letzten Jahre. Die Schweiz war in dieser Phase eine der Mannschaften, die die besten Resultate überhaupt erreicht hat.» Frankreich werde aber den ersten Gruppenplatz anvisieren, weil «man ambitioniert sein muss».

«Einige Spieler in grossen Vereinen»

Mit der Schweizer Mannschaft hat sich Deschamps noch nicht im Detail beschäftigt. «Ich kenne das Team schon ein bisschen, weiss wie es spielt, kenne die meisten Spieler, aber analysiert habe ich die Schweiz noch nicht. Dafür bleibt noch genügend Zeit.» Auf die Frage, was ihm als erstes beim Thema Schweizer Fussball einfällt, antwortet er erst nach einer langen, sehr langen Pause: «Die Spieler, die in den grossen Vereinen spielen. Und davon gibt es einige.»

Viel Erfahrungen hat Deschamps mit der Schweiz nicht gemacht. 1992 bestritt er ein Länderspiel gegen die SFV-Auswahl und verlor in Lausanne 1:2. «Vor der EM? Ach ja, vielleicht... Das ist lange her.» Auch die Erinnerungen an den FC Zürich waren nicht bleibend. In der Champions-League-Gruppenphase gewann er als Trainer von Marseille zweimal gegen den FCZ (1:0 und 6:1).

Soccer fans react as they watch France playing South Africa during the World Cup group A soccer match, Tuesday, June 22, 2010 on a giant screen in Paris. South Africa won 2-1. (AP Photo/Jacques Brinon)

Wäre den Schweizern recht: niedergeschlagene französische Fans wie an der WM 2010. Bild: AP

«Was passiert ist, ist passiert»

Gesprächiger ist Deschamps, wenn es um seine Mannschaft geht. Für die Franzosen sei das Barrage-Spiel gegen die Ukraine der Grundstein für das WM-Projekt gewesen, meinte der 45-Jährige. Das Team entfachte endlich wieder einmal Euphorie, nachdem es zuvor vor allem Negativschlagzeilen produziert hatte, nicht zuletzt mit dem Spielerstreik bei der WM 2010.

«Das ist die Vergangenheit. Was 2010 passiert ist, ist passiert. Niemand kann es ungeschehen machen. Es war dramatisch für das Image des französischen Fussballs. Nun gilt es nach vorne zu schauen auf die WM und auf die EM 2016 in Frankreich.»

Bei der kommenden WM steht am 20. Juni, dem zweiten Spieltag in der Gruppe E, in Salvador das Duell Schweiz – Frankreich an. Die Franzosen bestreiten bis dahin nebst dem WM-Startspiel gegen Honduras noch vier Testpartien: gegen Norwegen, Paraguay und Jamaika in der unmittelbaren Vorbereitungsphase sowie morgen Mittwoch gegen Holland. (ram/si)

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