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Im Regionalfussball dürfte die Technologie kaum schon bald den Ersatzspieler ersetzen, der als Linienrichter helfen muss.
Im Regionalfussball dürfte die Technologie kaum schon bald den Ersatzspieler ersetzen, der als Linienrichter helfen muss.Bild: keystone

Abseits ist, wenn der Roboter pfeift: Die nächste Regel-Revolution kündigt sich an

Maschine statt Mensch. Schon an der Fussball-WM 2022 in Katar könnte Computertechnik darüber entscheiden, ob ein Angreifer im Abseits steht oder nicht.
15.10.2021, 13:18

Mehr als zwei Jahrzehnte lang arbeitete Arsène Wenger teils mit grossem Erfolg für Arsenal. Seit dem Herbst 2019 steht der Elsässer im Sold der FIFA, für die er sich als «Direktor für die globale Fussballförderung» Gedanken über die Zukunft des Sports macht.

In dieser Funktion präsentierte Wenger vor einigen Wochen die Idee, die Fussball-WM nicht mehr alle vier Jahre auszutragen. Stattdessen soll das wichtigste Turnier der Welt künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Nun hat Arsène Wenger ein weiteres Vorhaben der FIFA verraten. Im Fokus ist die Abseitsregel. Nach der Einführung der Torlinientechnik und des Videoschiedsrichters (VAR) soll auch bei dieser Frage künftig ein Computer helfen.

«Die nächste grosse Entwicklung im Schiedsrichterwesen»

«Wenn der VAR das Abseits überprüfen muss, dauert das oft zu lange», kritisierte Wenger an einer Tagung in Paris. «Wir müssen Fortschritte erzielen, damit rascher ein Entscheid gefällt werden kann.»

Schon bei der nächsten WM in Katar werde man dazu in der Lage sein, sagte Wenger. Ins Detail dürfe er aus Gründen der Verschwiegenheit zwar nicht gehen, aber «es besteht eine gute Chance, dass das Abseits bei der Weltmeisterschaft 2022 automatisiert wird. Das wird die nächste grosse Entwicklung im Schiedsrichterwesen sein.»

Auswirkungen des VARs für Wenger klar positiv

Gemäss Wenger ist das Ziel nicht nur, korrekte Entscheide zu fällen. Das Spiel soll dadurch auch wieder flüssiger werden. Der 71-Jährige versprach: «Es wird weniger Spielunterbrechungen geben, denn das ist es, was man am VAR bemängeln kann.»

Diesen verteidigte Wenger grundsätzlich. «Wir haben in wichtigen Spielen gesehen, dass der VAR in der Lage war, Fehlentscheiden zu verhindern.» Die Unterstützung aus dem Video-Kontrollraum habe sich positiv auf den Fussball ausgewirkt. «Früher gab es 93 Prozent faire Entscheidungen, heute sind es 97 Prozent. Über eine ganze Saison sind das hunderte von Entscheidungen, das ist bedeutsam.»

Ist sich der VAR unsicher, kann sich der Schiedsrichter strittige Szenen selber anschauen.
Ist sich der VAR unsicher, kann sich der Schiedsrichter strittige Szenen selber anschauen.Bild: keystone

Dass dennoch nicht alles perfekt sei, liegt für Wenger auf der Hand: «Der VAR ist neu. Das Niveau der Videoschiedsrichter ist vielleicht noch nicht auf dem Niveau der Schiedsrichter auf dem Feld. Aber das wird sich in einigen Jahren verbessern.» Auch die Kosten seien ein Problem, denn es brauche viele Leute und sei derzeit noch teuer. Trotzdem fällt Wengers Fazit positiv aus: «Der VAR ist ein nützliches Hilfsmittel und er muss beibehalten werden, um gerechtere Entscheidungen zu treffen.»

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Die Klub-Trainer beim Amtsantritt von Arsène Wenger 1996

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