Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06860886 Switzerland's starting eleven poses before the FIFA World Cup 2018 round of 16 soccer match between Sweden and Switzerland in St.Petersburg, Russia, 03 July 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE   EDITORIAL USE ONLY

Die Schweizer Startelf beim Achtelfinal-Out gegen Schweden: Viele Spieler haben Wurzeln auch im Ausland. Bild: EPA

Der SFV nimmt in diesen 10 Punkten zur Doppelbürger-Debatte Stellung



Ein Interview von Alex Miescher hat in dieser Woche gehörigen Wirbel verursacht. Der Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbands lancierte die Idee, künftig nur noch Nachwuchsspieler auszubilden, welche auf eine doppelte Staatsbürgerschaft verzichten würden. Durchs Band wurde Mieschers Vorschlag als untaugliche «Schnapsidee» beurteilt.

Am Samstagabend hat der Schweizerische Fussballverband nun eine offizielle Stellungnahme auf seiner Website veröffentlicht, die wir hier wiedergeben:

Vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) hat sich nie jemand gegen mehrfache Staatsbürgerschaften oder Doppelbürger-Status ausgesprochen.

Die zitierten Aussagen stammen aus einem rund einstündigen Gespräch von SFV-Generalsekretär Alex Miescher mit Journalisten der Neuen Zürcher Zeitung und 20 Minuten/Tages-Anzeiger nach Abschluss der WM-Gruppenspiele im Restaurant des Torpedo-Stadions in Togliatti (Standort des Schweizer Team Base Camps während der WM-Endrunde 2018 in Russland).

Alex Miescher, General Secretary of the Swiss Footbal Association, SFA, and Head of Mission smiles during a public training session of the Switzerland's national soccer team at the Torpedo Stadium, in Togliatti, Russia, Tuesday, June 12, 2018. The Swiss team arrived in Russia for the FIFA World Cup 2018 taking place from 14 June until 15 July 2018. Team Switzerland is based in Togliatti in the Samara district. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

SFV-Generalsekretär Alex Miescher in Togliatti. Bild: KEYSTONE

Der SFV bedauert, dass der Eindruck entstanden ist, er sei gegen Doppelbürger oder Mehrfach-Nationalitäten und verhalte sich nicht korrekt oder gar diskriminierend gegenüber von Doppelbürgerinnen und Doppelbürgern in der Schweiz.

Am schwerwiegendsten ist dabei, dass Fussballer (und Fussballerinnen) in den Fokus rücken, die bereits für die Schweiz spielen. Aktuell insbesondere jene Fussballer, die gerade wieder an der WM in Russland alles für unser Land gegeben haben und vor die sich der SFV stets schützend stellte, wenn es Debatten um ihre Identifikation gab.

Im Zentrum des SFV-Interesses stehen im erwähnten Zusammenhang vor allem zwei Fragestellungen: Wie können wir unsere Nationalspieler noch besser schützen vor Vorkommnissen wie rund um das WM-Gruppenspiel Serbien – Schweiz vom 22. Juni 2018? Und: Wie können wir noch stärker dafür besorgt sein, dass Nachwuchsspitzenfussballer mit mehrfachen Nationalitäten nach kostenintensiver Förderung durch den SFV nur für das A-Nationalteam der Schweiz auflaufen?

So würde eine Schweizer Nati ohne Doppelbürger aussehen

Diese Fragen sind in verschiedenen Abteilungen des SFV seit Jahren immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Dabei sind verschiedene Ideen zur Sprache gekommen, unter anderen die Möglichkeit einer Prüfung von Anpassungen der relevanten FIFA-Reglemente oder die Idee, die Spieler zur A-Nationalmannschaft schon frühzeitig zu verpflichten (beispielsweise durch Verträge oder Verzicht auf Mehrfach-Staatsbürgerschaften bei der Rekrutierung respektive Aufnahme von Nachwuchsfussballern in die SFV-Ausbildungsprogramme). Eine entsprechende Entscheidung ist aber nicht gefallen.

Der SFV will Spieler noch besser begleiten, die mit U-Teams um Titel für die Schweiz spielen, dann aber mit 22 Jahren nicht selten erheblichem Druck ausgesetzt werden, weil sie für ein anderes Land – und allenfalls gegen die Schweiz – spielen sollen.

Nach wie vor will der SFV auch die Förderung und Ausbildung jener Nachwuchs-Fussballer nicht vernachlässigen, die kein zweites Heimatland zur Wahl haben.

Im Wesentlichen wünscht der SFV einen fairen und respektvollen Umgang mit seinen Nationalspielerinnen sowie Nationalspielern und weniger Schwarz-Weiss-Malerei, das heisst: viel Lob, wenn sie erfolgreich spielen, aber Vorwurf der fehlenden Identifikation, wenn es nicht wunschgemäss läuft.

Der SFV fördert weiterhin Integration und Inklusion auf allen Ebenen.

(ram)

Zu teuere Bewilligungen – Public Viewing vor dem Ende?

Video: srf

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Zürich stimmt für neues Hardturm-Stadion

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walser 08.07.2018 17:12
    Highlight Highlight In Europa ist die Doppelbürgerschaft in vielen Ländern nicht möglich. Das Problem sind Leute wie Rakitic, Petri die sich hier in der Schweiz ihre Karriere ermöglichen und finanzieren lassen und dorthin gehen wo sie die grössere Chance wittern. Ist das Dankbarkeit? Sind das Vorbilder? Wer Im Dress der CH Nati Politik betreiben will hat dort nichts verloren. Es braucht 100% Loyaltät um für ein Land zu spielen. Xhaka und Shakiri sind nicht mal Albanische Staatsbürger und machen trotzdem den Doppeladler. Wer das als unpolitisch bezeichnet, mit dem ist jegliche Diskussion völlig sinnlos.
  • ghostintheshell 08.07.2018 12:15
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit Federer oder Wawrinka, die sind doch auch Doppelbürger? Was ist den mir den vielen Studienabgänger aus dem Ausland und umgekehrt die in der Schweiz für Banken etc... arbeiten. Da müsste man doch die auch an ihr Land anbinden. Nur dort Arbeiten wo die Ausbildung stattfand.
  • Einstein56 08.07.2018 11:59
    Highlight Highlight Schade. Hatte mal jemand Eier, die Dinge auf den Punkt zu bringen und dann relativieren sie wieder. Hat doch Xhaka vom WM-Titel geschwafelt und dann diese Vorstellung gegen die biederen Schweden. Peinlich.
  • Zanzibar 08.07.2018 11:49
    Highlight Highlight Wieso gibt es diese Diskussion überhaupt? Beziehungsweise warum reden die Medien täglich darüber. Mit ein bisschen mehr Glück hätte man durchaus das Viertelfinale erreichen können und alle wären glücklich. Jetzt, da man eher unglücklich ausgeschieden ist (vom Spielverlauf her gab es keinen verdienten Sieger) wird so ein Fass aufgemacht, obwohl die Mannschaft selber gefestigt scheint und innerhalb des Teams keine Unruhen bezüglich Staatsangehörigkeit herrscht.
  • Pius C. Bünzli 08.07.2018 11:33
    Highlight Highlight Zum Glück geht es darum die 11 Besten schweizer Spieler aufzustellen, nicht die 11 grössten Nationalisten
  • Schniggeding 07.07.2018 23:22
    Highlight Highlight Alex Miescher ist mit seiner Doppelbödigkeit ein mieser Aufmischer und sollte abgestellt werden.
  • Mguli 07.07.2018 23:19
    Highlight Highlight Sehr guter Gedanke, ist auch endlich nötig!!! Hoffe nur der SFV zieht alles durch und macht keinen Rückzieher! Vielleicht mal Russland oder Rakitic anschauen das sind Vorbilder und kämpfen Leidenschaftlich!!
    • blobb / antifaschistischer Terrorist 08.07.2018 02:02
      Highlight Highlight Keine Ahnung von Sport allgemein? Oder nur ein Ignorant? Wahrscheindlich beides. Was solls.
    • loquito 08.07.2018 10:00
      Highlight Highlight Es gab doch auch Nati-Teams in der Vergangenheit, welche voller Eidgenossen keinen Einsatz gaben. Was macht man mit diesen? Ausbürgern? Auspeitschen?
  • Martello 07.07.2018 22:48
    Highlight Highlight Auslandschweizer würde ich auch rauszunehmen erwägen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man Sympathien entwickelt zu Fremdem und mit Kleinkariertheit immer weniger klar kommt.
    Übrigens fand ich bei Hitzfeld den Wechsel zwischen Dialekt und Hochdeutsch je nach Endstand extrem spannend, das zeigt wie tief in uns verwurzelt die Idendität ist. Find ich gesund und bin froh, auch bei den Spielern solche Emotionen zu sehen. Seid verbunden mit euren und eurem Liebsten!
  • Hans Jürg 07.07.2018 22:10
    Highlight Highlight Wenn Miescher seine private Meinung zu Doppelbürgern als Meinung des Verbandes getätigt hat, müsste der Verband ihn seines Amtes entheben oder ihm zumindest den Rücktritt nahelegen.
  • Fulehung1950 07.07.2018 22:04
    Highlight Highlight Und? Ist jetzt alles besser? Der Schaden ist angerichtet (Man lese nur die verbalen Freudensprünge von Hptm. B. Junge und Madmessie hier). Die selbsternannten Eidgenossen sind gefüttert. Und es ist nun mal so: wenn man das Güllenfass öffnet und in der Gülle rührt, stinkt es danach noch lange.

    (Ich kann übrigens nichts dafür, dass Gülle braun ist......)
  • Madmessie 07.07.2018 21:17
    Highlight Highlight In der Nat sollen Spieler spielen, die mit 100% Herzblut für die Schweiz dabei sind. Bei gewissen Spielern habe ich den Eindruck, dass sie eher für sich spielen oder in der Startaufstellung eines anderen Landes mehr Herzblut zeigen würden.
    • w'ever 07.07.2018 23:06
      Highlight Highlight @banda69
      nehmen wir doch gleich mal die spieler, die den adler gezeigt haben. diese spieler haben sich entschieden für die schweiz zu spielen. dieses adler gezeige nichts, aber auch gar nichts verloren wenn sie das schweizer trikot anhaben. wenn diese für albanien spielen wollen, dann sollen sie, bzw dann hätten sie sich so entscheiden können.
    • w'ever 08.07.2018 09:48
      Highlight Highlight @banda
      ooooo.... chli svp in eine argumentation einwerfen um likes zu generieren?
      ich bitte sie.
    • loquito 08.07.2018 10:03
      Highlight Highlight Ich könnte auch schlecht motivierte Eidgenossen aufzählen im Fussball.. Was macht man mit denen?
  • paeuli.weischno 07.07.2018 21:14
    Highlight Highlight Der SFV leugnet plötzlich, dass sich Miescher gegen Doppelnationalitäten ausgesprochen hat (Zitat: "die Schweiz ein Interesse daran haben müsste, dort Schranken zu setzen").

    Das ist etwa so schlau, wie eine Schwalbe zu leugnen, wenn 100 Kameras im Station eine Szene aufgezeichnet haben.

    Eine klare Entschuldigung für die unsägliche Vermischung von Politik und Sport durch Miescher wäre das Mindeste gewesen. Aber nein, der SFV entschliesst sich zur Lüge.

    Mir tun unsere Nati-Spieler echt leid, dass sie diesem ekelhaften Verband ausgeliefert sind.
  • HenryJames 07.07.2018 21:03
    Highlight Highlight Dass ein 10-punkte-statement nötig ist zeigt in welch desolaten zustand dieser verein ist. Etwas anderrs als der rücktritt von Miescher ist inakzeptabel und überfällig.

Hühnerhaut garantiert: Hoarau verabschiedet sich mit Büne-Huber-Duett von den YB-Fans

Nach sechs Jahren in gelb und schwarz ist die Zeit des Abschieds gekommen. Guillaume Hoarau hat die Berner Young Boys nach drei Meistertiteln in Folge verlassen. Just an dem Tag, an dem seine Unterschrift beim FC Sion bekannt wird, verabschiedet er sich in den sozialen Medien von den YB-Fans.

Mit Patent-Ochsner-Frontmann Büne Huber hat der Stürmer ein Duett aufgenommen. «Gäub und Schwarz» heisst die angepasste Version von «Scharlachrot» und richtet sich direkt an die Fans des Schweizer …

Artikel lesen
Link zum Artikel