Sport
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Die verborgene Geschichte hinter dem Doppeladler-Jubel

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri feiern ihre Tore mit dem Doppeladler. Doch auch Captain Stephan Lichtsteiner jubelt fliegend – warum das ein gutes Zeichen ist.

ETIENNE WUILLEMIN / Aargauer Zeitung



Manchmal ist eine kleine Geste am Rande entscheidend, um die wahre Dimension einer Geschichte zu verstehen. Es spricht einiges dafür, dass dies auch am vergangenen Freitag mit dem Ende des Spiels Schweiz gegen Serbien der Fall war. Es geht natürlich um den Doppeladler. Um den Doppeladler von Stephan Lichtsteiner. Doch der Reihe nach.

Lichtsteiner ist Captain des Schweizer Nationalteams. Er ist das seit März 2016 und der Ausmusterung von Gökhan Inler. Es war jene Zeit, als das Schweizer Team im Nachgang des Balkangrabens gespalten war. Seither ist im Team-Gefüge einiges passiert. Die verschiedenen Gruppen haben sich intensiv miteinander auseinandergesetzt. Sie haben diskutiert, sie haben sich selbst reflektiert. Und vor allem haben sie gemerkt: Nur, wenn alle einen Schritt aufeinander zugehen, kann die Equipe als ganze Erfolg haben.

ARCHIVBILD --- ZUR DROHENDEN SPERRE WEGEN PROVOKATION GEGEN DIE SPIELER DER SCHWEIZER NATIONALMANNSCHAFT, XHAKA, SHAQIRI UND LICHTSTEINER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A combo of two pictures shows the celebration for the first goal of Switzerland's midfielder Granit Xhaka, left, and the victory goal of Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri, right, both making the eagle emblem of Albania during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Granit Xhaka (l.) und Xherdan Shaqiri (r.) zelebrierten ihren Torjubel mit der umstrittenen Doppeladler-Pose. Bild: KEYSTONE

Stephan Lichtsteiner ist einer der Leader, die vorangeschritten sind. Ein anderer ist Valon Behrami. Ein dritter Johan Djourou. Sie alle haben es mithilfe von Trainer Vladimir Petkovic hingekriegt, dass das Binnen-Klima in der Nati ein anderes, ein freundlicheres ist als zu Zeiten des Balkangrabens. Zur Erinnerung: Schon Ende 2014 gab der Doppeladler zu reden. Manch einer zeigte ihn etwas gar häufig – und stiess damit Nati-Kollegen vor den Kopf. Die Frage war: Wie wichtig ist den Spielern mit mehr als nur einer Heimat die Schweiz eigentlich?

Es ist eine heikle Frage, weil mit ihr unterschwellig ein Angriff auf die Integrität verbunden ist. Weil Misstrauen mitschwingt. Misstrauen gegenüber jungen Menschen, die schon alleine ihrer Geschichte wegen anders fühlen, als sich das die meisten Menschen in der Schweiz überhaupt vorstellen können.

Lichtsteiner hat einst die Diskussion um «echte» Schweizer und die «anderen» angestossen. Es war zu einer Zeit, in der vieles schief lief, in der die Gruppen in der Nati auseinanderdrifteten – darum war das Verständnis für einen Doppeladler intern manchmal überschaubar.

Aufwühlender WM-Abend: Grosser Sieg, doch alle reden über den Doppeladler
Und was ist mit Lichtsteiner? xD

Zeichen der Unterstützung. Auch Captain Lichtsteiner jubelt mit dem Doppeladler. Bild: screenshot

Jetzt, an der WM 2018, ist das anders. Es ist nicht nur Lichtsteiners Doppeladler, der zeigt, wie das gegenseitige Verständnis gewachsen ist. Sämtliche Schweizer erweckten im Anschluss an den Sieg gegen Serbien den Eindruck, als wüssten sie sehr genau, wie schwierig die Partie gerade für die Torschützen Shaqiri und Xhaka war. Sie wurden in den letzten Wochen tausendfach mit dem Krieg zwischen Serbien und Kosovo konfrontiert. Sei es aus ihren beiden Heimatländern Schweiz und Kosovo. Oder sei es via soziale Medien. Shaqiri gab offen zu, dass die Wunden noch nicht ganz verheilt seien. Auch in seiner Familie wurden Häuser in der Heimat abgebrannt. Xhaka ist gar noch direkter betroffen. Sein Vater wurde von Serben während dreier Jahre als Gefangener festgehalten.

Die politische Dimension des Doppeladlers ist die eine Geschichte. Aber in Kaliningrad wurde eben mehr offensichtlich. Dass in diesem Schweizer Team ein Wandel stattgefunden hat und man sich viel näher ist als auch schon. Die Frage ist nun: Wie viel Kraft kosten die Diskussionen um den Doppeladler im weiteren Verlauf des Turniers? Und hätte das alles nicht verhindert werden können?

Es wäre bestimmt nicht falsch gewesen, wenn die FIFA bei der Auslosung die Partie Schweiz gegen Serbien gar nicht erst zugelassen hätte. Doch darauf hatte der Schweizer Fussballverband keinen Einfluss.

Fraglich ist hingegen: Warum haben die Fussball-Bosse mit aller Konsequenz eine öffentliche Auseinandersetzung mit den politischen Dimensionen dieses Aufeinandertreffens verhindern wollen? Die vielen Fragen waren da. Antworten durfte es keine geben. Vielleicht hätten sie dazu beigetragen, bei den Spielern ein Bewusstsein zu schaffen für überbordende Jubelgesten. 

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91Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rockabilly 25.06.2018 13:17
    Highlight Highlight Zweikopfadler, Doppelkopfadler, gespiegelter Adler, Tschernobyladler... aber man sagt weiterhin Doppeladler zu einem Adler mit zwei Köpfen... Wird immer noch das Wappen von Einsiedeln mit dem von Albanien vertauscht?
  • Stratosurfer 25.06.2018 13:15
    Highlight Highlight Die Geste ist unnötig, dumm und hat auf dem Fussballfeld nichts zu suchen. Wie hätten sich die beiden Spieler gefühlt, wenn Petkovic nach einem Sieg gegen Kosovo die serbische Fahne geschwenkt hätte? Spielt Fussball und lasst die Geschichte endlich beiseite.
    • Luca Brasi 25.06.2018 18:53
      Highlight Highlight Petkovic ist kroatisch-bosnischer Bürger. Der schwenkt mit Sicherheit keine Serbien-Fahne...
    • Stratosurfer 25.06.2018 23:45
      Highlight Highlight @Luca
      Asche auf mein Haupt, da hast du Recht. Ich bleibe aber dabei, dass nationalistische Zündeleien an einer WM nichts zu suchen haben.
  • JackMac 25.06.2018 12:56
    Highlight Highlight Haltet mal den Ball flach!
    Wird jedem, der sich vor, während oder nach dem Spiel bekreuzigt ein rundes Loch ins Haupthaar rassiert und auf die Knie gezwungen um Busse zu tun?

    Was denken denn all die Moslems, Hindus, Buddhisten, andere Asiaten oder andersgläubige Afrikaner?

    Die Spieler können von mir aus die Hosen runterlassen und mit dem nackten Hintern wackeln, wenn es ihnen Spass macht.
    Ausserdem haben sie mit dem Adlersymbol nur die Sympathie mit der ersten Hauptstadt der Schweiz bekundet. Nämlich Aarau.
  • Felsberg 25.06.2018 12:23
    Highlight Highlight Mein echtes Problem ist, dass die Welt glaubt wir Schweizer haben ein Problem mit dem Kosowo oder den Serben. Die haben uns mit dem politischenMissbrauch unserer Nationalmannschaft der Schweiz enorm geschadet
  • Markus Hofstetter 25.06.2018 12:22
    Highlight Highlight Sollen jetzt also romantische Gefühle aufkommen? Hat doch der Lichtsteiner den Adler gemacht. Hört doch auf mit dem Alles-Überinterpretieren.

    Und mit Albanienflaggen in der Stadt die Niederlage der Serben zu feiern - darum ging es nämlich - ist zwar nicht verboten, aber dumm. Stellt euch mal vor, wie es in den Medien tönen würde, wenn Schweizer die Niederlage eines anderen Landes feierten.

    Unsere Ausländer/Secondos haben wieder mal eine schlechte Falle gemacht. Von wegen Friede-Freude-Eierkuchen in der Multi-Kulti-Gesellschaft.
    • Amadeus75 25.06.2018 14:35
      Highlight Highlight "Stellt euch mal vor, wie es in den Medien tönen würde, wenn Schweizer die Niederlage eines anderen Landes feierten."

      Das tun sie aber regelmässig, wenn Deutschland verliert.
    • rodolofo 25.06.2018 14:42
      Highlight Highlight Wer es so sehen will, der sieht das eben so.
      Ich habe Anderes gesehen.
      Funken der Leidenschaft, die übersprangen!
      Etwas tief Archaisches, das die Moderne erfasste.
      Röhrende Boliden, die wie fauchende Tiger klangen. Fahnen-Abstreifer dort, wo die Boliden die feiernde Meute kreuzten, Halt machten und laut aufheulten, bevor sie wie Raketen in die Nacht hinaus stoben.
      Ja ich muss zu meiner eigenen Überraschung sagen, dass mich da etwas gepackt hat!
      Und ich weiss noch nicht, wohin mich diese "Gewisse Etwas" hin führt.
    • Markus Hofstetter 25.06.2018 15:01
      Highlight Highlight Amadeus75: Hupkonzerte nach Niederlagen habe ich nie vernommen.
  • The Count 25.06.2018 12:07
    Highlight Highlight Aus reiner Neugier, als Fussball-Laie, frage ich mich ob der Doppeladler schon beim Brasilienspiel gemacht wurde. Wenn nein ist der Fall klar, wenn ja auch. Oder?
  • Tom Garret 25.06.2018 11:37
    Highlight Highlight das man zwei Bürgschaften hat. Xhaka könnte durchaus die Schweizer Nationalhymne singen und dann mit Doppeladler feiern. Wenn er aber alles was zeigen würde das er Schweizer ist unterlässt und immer nur auf seine Albanischen Wurzeln zeigt, dann kriegt man einfach as Gefühl das er aus anderen Beweggründen für die Schweiz und nicht Albanien spielt (zB Karriere Planung).
    Gilt übrigens auch für all die Schweiz/Albaner die nach dem Sieg nur mit der Albanien Flagge gejubelt haben. Zeigt doch das ihr euch auch über die Schweiz freut und nicht nur über die Albaner in der Nati 2/2
    • SF13 25.06.2018 12:14
      Highlight Highlight Nur zum verständnis, das die herren 90 minuten ein Schweizer Kreuz auf der Brust tragen und sich für diese Nation entschieden haben iat nicht genug stolz ? Aber wenn sich ein rakitic dann für Kroatien entscheidet ist es auch nicht recht. Sind wir doch dankbar das wir all diese Doppelbürger in unseren reihen haben. Multikulti undso
    • Myk38 25.06.2018 12:39
      Highlight Highlight Weltmeister wird er mit keiner seiner beiden Nationen. Er ist hier Zuhause, darum spielt er für uns.
    • rodolofo 25.06.2018 14:33
      Highlight Highlight Dieser ständige Erziehungs-Terror ist eben auch typisch für unseren Schweizer Perfektionismus!
      Xhaka ist Xhaka und soll sich so verhalten, wie Xhaka!
      Und Shaquiri verhält sich so, wie er spielt: Von Null auf Hundert und dann wieder ganz relaxed, wie einer dieser BMW-Boliden an den Triumph-Konvois nach dem Spiel.
      Und Lichtsteiner ist eben Lichtsteiner!
      Die Mischung aus sehr unterschiedlichen, starken Persönlichkeiten, die aber trotzdem zu einem Team zusammengefunden haben macht diese einmalige Mannschaft aus!
      Also bitte nicht weiter umerziehen und kaputt reden!
      (nach der WM vielleicht.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Garret 25.06.2018 11:33
    Highlight Highlight Das Problem ist doch vor allem Xhaka. Shakiri löst das super, er spielt mit der Schweizer Flagge auf einem Fuss und der Kosovarischen auf dem anderen. Er zeigt dass er zwei Herzen in der Brust hat. Bei Xhaka ist das nicht der Fall. Bei ihm hat man leider das Gefühl er ist ein Albaner der für die Schwezer Nati spielt. Ich meine man erwartet immer Verständniss von uns "reinen" Schweizern gegenüber den Doppelbürgern. Das habe ich durchaus, aber dann wäre es schön man würde von den Doppelbürgern auch ein "angepasstes" verhalten sehen. Es wären kleinigkeiten die reichen würden. Zeigen 1/2
  • rodolofo 25.06.2018 11:11
    Highlight Highlight Dazu passt der Permakultur-Leitsatz Nummer 1:
    "Das Problem ist die Lösung!"
    Oder anders gesagt:
    "Die Letzten werden die Ersten sein, weil die Ersten nur dann verstehen werden, was es heisst "Letzter" genannt zu werden, wenn sie selber einmal "Letzte" geworden sind!"
    Und dann werden wir auch sie endlich begreifen, dass wir in der Tiefe unserer Seele einfach MENSCHEN sind, und dass Identitäten wie "Schweiz", "Kosovo", oder "Serbien" wie Kleider sind:
    Altmodische Trachten, oder Neumodische Marken-Klamotten.
    Darunter sind aber Alle nackt!
    Die Einen mehr- und die Andern weniger behaart...
  • kupus@kombajn 25.06.2018 11:01
    Highlight Highlight Ich bin kroatischstämmiger Schweizer. Ich stehe voll und ganz hinter der CH-Nationalmannschaft, fiebere mit ihr mit, fühle mich von dieser Mannschaft vertreten. Ich weiss, dass es auch serbischstämmige Schweizer gibt, welche ebenfalls so fühlen. Wie sollen die sich jetzt noch von dieser Mannschaft vertreten fühlen? Anders gefragt: wie würden sich albanischsstämmige Schweizer fühlen, wenn ein Nationalspieler mit serbischen Wurzeln sein Tor mit dem serbischen 3-Finger-Symbol feiern würde? Die Spieler sollten nicht vergessen, dass sie ALLE SCHWEIZER vertreten!
    • Graviton 25.06.2018 11:22
      Highlight Highlight Ganz genau so ist es.
    • StereoFM 25.06.2018 11:39
      Highlight Highlight Waren es doch diese serbischstämmige Schweizer die anschliessend nach der Niederlage der Serbischen Mannschaft auf CHer Fans losgegangen sind. Zudem werden hier die serbischen Provokationen an die Spieler mit Kosovarischen- oder Albanischenwurzeln nicht in Betracht gezogen und nur auf den Doppeladlergruss hingewiesen.
    • einmalquer 25.06.2018 11:47
      Highlight Highlight Die Nationalmannschaft vertritt nicht die Schweiz sondern den SFV, allenfalls noch andere FussballerInnen.

      Tom Lüthi oder Beat Feuz und andere vertreten auch nicht die Schweiz im Gesamten, sie vertreten auch nur sich selbst.

      Das übertrieben Nationalitäten-Geschwafel - bei Sportanlässen dauernd vorhanden - vermiest den sportlichen Wert der Veranstaltungen.
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  • hrkhb 25.06.2018 10:52
    Highlight Highlight Granit und Xherdan wollten vielleicht aber auch etwas anderes sagen und zwar: «Seht her, wir haben alles gegeben und den Finger aus dem ... rausgenommen und als albanisch-stämmige Schweizer, die mit «Raser», «Schläger», oder «Schächter» von Medien etc. etikettiert wurden, der Schweiz einen riesen Erfolg gebracht haben. Wir, die nie so richtig in der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert wurden, sind nun die Schlüsselspieler der erfolgreichsten Nati!.» Oder wie es Shaqiri sagte: « Die Schweiz hat meiner Familie alles gegeben, nun versuche ich alles für das Schweizer Nationalteam zu geben.»
    • Graviton 25.06.2018 11:21
      Highlight Highlight So schön das auch wäre. Was sie sagen wollten war eher: „Seht her, Serben! Ihr verliert gegen uns in jedem politischen Konflikt und nun auch im Fussball! Ihr Versager!“
    • Graviton 25.06.2018 11:28
      Highlight Highlight Unsportlich und eines Gewinners unwürdig.
    • hrkhb 25.06.2018 11:34
      Highlight Highlight Ich glaube wir verlangen viel zu viel von Menschen (!), die zusätzlich noch sehr gut Fussball spielen können. Plötzlich sollen sie noch zu hochintellektuelle Diplomaten, mit ausgereiftem Verständnis zu Political Correctness transformiert werden. Ball flach halten und die Sache nicht noch mehr skandalisieren.
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  • Chili5000 25.06.2018 10:49
    Highlight Highlight Jetzt reichts! Ich bin ursprünglich auch Kosovare aber was seit zwei Tagen abgeht nervt gewaltig. Alle Arbeitskollegen, Freunde und Nachbarn zeigen mir den Doppelkopfadler wenn sie mich sehen (hey Gäl! *Doppelkopfadler Gruss*) Chilleds amol! Bitte last eure CH/Kosovaren in ruhe! Hopp Schwiiz!
  • Forest 25.06.2018 10:46
    Highlight Highlight Hier in der Schweiz versucht man es zu rechtfertigen. Diese Aktion war einfach nur beschämend für die Nati. Wer Mirror, Marca oder andere Nachrichten liest kann deutlich sehen das mehr Negativ berichtet wird, und über das Verfahren statt über unseren Sieg.
  • Amadeus 25.06.2018 10:34
    Highlight Highlight Für mich persönlich ist das Thema eigenlich durch. Nach ca 10 Artikeln zum Thema Doppeladler könnten wir doch jetzt wieder über Fussball reden.
  • Graviton 25.06.2018 10:31
    Highlight Highlight Adler hin oder her, reden wir mal kurz über Fussball: Auch als Schweizer muss man fairerweise zugeben, dass die Serben um einen Penalty betrogen wurden. Das sieht man auf den Videos ziemlich deutlich. Warum hier der VAR nicht zum Einsatz kam, verstehe ich nicht.
    • Amadeus75 25.06.2018 12:24
      Highlight Highlight VAR kam zum Einsatz aber Brych entschied sich, die Szene nicht zu überprüfen.
    • jackster 25.06.2018 12:53
      Highlight Highlight Ging doch ein Stürmeefoul voraus?;)
    • npe 25.06.2018 13:13
      Highlight Highlight Einverstanden. Der Penaltyist aber nicht Thema in diesem Beitrag, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Typu 25.06.2018 10:24
    Highlight Highlight Es wäre so viel geiler gewesen, wenn sie still oder stark zurückhaltend gejubelt hätten. So ist das einfach ein kindergarten und ja klar, eine pure provokation. Nix anderes.
    • rodolofo 25.06.2018 11:28
      Highlight Highlight So wie damals Türkilmaz beim Sieg gegen die Türkei?
      Seine Lage damals war noch verzwickter, als diejenige von Xhaka uns Shaquiri heute!
      Nach seinem K.O.-Schlag-Tor versuchte er, möglichst nicht aufzufallen...
      Wie er sich auch anstellte, immer war es irgendwie nicht recht.
      Eine Situation, welche "Secondos" in ihrem Leben nur allzu oft erleben müssen.
      Darum liebe "Secondos",
      lasst Euch Eure Gefühle nicht wegnehmen!
      Nehmt Euch ein Beispiel an Xhaka und Shaquiri!
      Reagiert immer so, wie es FÜR EUCH stimmt!
      Und dann lebt und feiert Ihr genau richtig!
      Die Schweiz braucht FREIE Menschen!
    • Kreasty 25.06.2018 12:42
      Highlight Highlight Wenn du auf den Gesichtsausdruck der beiden achtest, siehst du dass es beiden NICHT um ihre Herrkunft geht. Das war pure egoistische Provokation gegen die Serben und das hat beim Fussball nichts zu tun.
      Jeder kann sich mit dem Indentifizieren mit dem was ihm passt, aber sowas passt nicht in eine Internationale Verantstaltung wo es immer heisst "No Racism" bli bla blub.
    • rodolofo 25.06.2018 14:16
      Highlight Highlight Ich finde eben nicht, dass es sinnvoll ist, in einer "von Teufeln regierten Welt" den Heiligen spielen zu wollen.
      Die Serbischen Ultra-Nationalisten haben eine "Retourkutsche" verdient!
      Nach ihren militärischen Versuchen, ihre Dominanz auf dem Balkan aufrecht zu erhalten, sind ihnen die anderen Völker Jugoslawiens abhanden gekommen. Als Letzte haben sich dann noch die Kosovaren aus der aufgezwungenen Liaison befreit.
      Russland erging es mit "seinem" Ostblock genau so! Man muss auch was tun für die Gemeinschaft und die richtige Einstellung haben dazu, sonst erleidet das Ganze Schiffbruch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cicero 25.06.2018 09:41
    Highlight Highlight Das altbewährte Motto „Z‘erscht hirne und dänn horne“ gilt wohl bei manchen Fussballern nicht. Und die Tagespresse nimmt nun alles aus dem Kreise der geläuterten Möchtegern-Stars auf. Jetzt beginnt die grosse Mitleidskampagne ... ehrlich, mir steht das Thema bis zum Hals.
    „Manne, ab i d‘Hose und uf de Tainingsplatz!“ Widmen wir uns wieder dem runden Leder.
  • Fruchtzwerg 25.06.2018 09:40
    Highlight Highlight Ich kann die Empörung einfach überhaupt nicht verstehen. Das Theater fand doch mal wieder fast ausschliesslich auf Twitter und im Stadion statt.
    Die Spieler waren auf dem Platz fair (siehe Handschlag Shaqiri und Mitrovic) und auch im Public Viewing sowie in Zürich wo ich den Match schaute, blieb es mehrheitlich friedlich und einfach nur ein tolles Fussball-Fest...
  • c_meier 25.06.2018 09:28
    Highlight Highlight "Es wäre bestimmt nicht falsch gewesen, wenn die FIFA bei der Auslosung die Partie Schweiz gegen Serbien gar nicht erst zugelassen hätte."

    Die UEFA hat in der Qualifikation zur EM in Frankreich auch Albanien gegen Serbien spielen lassen, wieso sollte dann Schweiz-Serbien an der WM nicht gespielt werden dürfen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fballl%C3%A4nderspiel_Serbien_%E2%80%93_Albanien_2014

    wie schön wäre es ohne diese Gesten... 4 Punkte nach 2 Spielen und volle Energie aufs Costa Rica-Spiel.... aber ja man wird sehen wo das hinführt.
  • Paul_Partisan 25.06.2018 08:28
    Highlight Highlight Wieso spricht eigentlich niemand über die dutzenden Serben, die T-Shirts mit dem Konterfrei von serbischen Kriegsverbrechern getragen haben? Wo bleibt hier das Verfahren der Fifa?
    • Qui-Gon 25.06.2018 09:02
      Highlight Highlight ist meines Wissens eingeleitet. Auch gegen den Coach wegen des Den Haag- Blödsinns
    • FrancoL 25.06.2018 09:57
      Highlight Highlight Weil das und andere Ausfälle der Serben eben keine Provokationen sind. Verstehst Du? Das sind freie Meinungsäusserungen die so zu unserer Freiheit gehören, nur der Doppeladler ist Provokation.
    • Qui-Gon 25.06.2018 11:20
      Highlight Highlight Da wurde FrancoLs Sarkasmus wohl nicht verstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TurnOver87 25.06.2018 08:27
    Highlight Highlight Die Medien und die Politiker haben ja förmlich nach so einer Reaktion geächzt. Also bitte, hört auf mit Eurer Moralpredigt wie Politik hat nichts im Fussball zu suchen etc.. Politik findet in unseren Familien, Nachbarschafft, Gemeinden, Kantonen über alles hinweg statt.. Ja das ganze Leben besteht aus Politik!! Seht es endlich ein.. Eigentlich heuchlerisch von der Fifa ein Verfahren zu eröffnen.. Bewusst oder unbewusste Geste, wenn man in einer Ecke gedrängt wird, so kocht das Adrenalin und sowas kommt logischerweise bei raus..

    PS: Es sind alles Menschen und keine Roboter.. Ich habe fertig :)
  • N N (1) 25.06.2018 08:07
    Highlight Highlight Für alle die sagen das das eine unpotlische aktion war ! Eine schande für einen Nationalspieler egal von welcher Nation
    Benutzer Bild
    • FrancoL 25.06.2018 10:02
      Highlight Highlight Wieso genau? Wie würdest Du reagieren, wenn man "Tod der Schweiz" rufen würde? Sie sind auf ihre Wurzeln stolz und die sind nun mal im Balkan. Ich kenne in der Toscana Schweizer die den italienischen Pass haben und den 1. August feiern! Gleiches gilt für Schweizer die zB im Alter sich in Spanien nieder lassen.
    • grünergutmensch 25.06.2018 10:34
      Highlight Highlight Klar war es politisch motiviert und das ist auch gut so
    • Filzstift 25.06.2018 11:19
      Highlight Highlight Diesen Instagram-Post gab es in Wirklichkeit nicht (d.h. ist von Kosovo-Fans gemacht).
  • NumeIch 25.06.2018 07:51
    Highlight Highlight Diese ganze Diskussion nimmt Dimension an. Lächerlich.

    Ich nenne die aktuelle und beste Schweizer Nationalmannschaft aller Zeiten ab sofort Adler und werde das entsprechend kundtun bei einem Tor. Fly Eagles Fly und Hopp Schwiiz!
    • My Senf 25.06.2018 09:19
      Highlight Highlight Ebe wie gseit
      Wenn man keine eigene Geschichte hat ...
  • Zürichiind 25.06.2018 07:48
    Highlight Highlight Doppeladler, das schweizer Unwort des Jahres :)
  • dulee2789 25.06.2018 07:44
    Highlight Highlight Hört jetzt endlich mal auf! Es ist gut jetzt! hat die schweiz keine anderen probleme?
    • My Senf 25.06.2018 09:20
      Highlight Highlight Doch

      Wir können jedoch die bestehenden nicht einfach ignorieren!
    • dulee2789 25.06.2018 10:55
      Highlight Highlight Wenn Du keine anderen probleme hast, scheint es Dir richtig gut zu gehen. Das freut mich für Dich. Gruess
    • My Senf 25.06.2018 11:03
      Highlight Highlight Welchen Teil meiner Antwort hast Du nicht verstanden?
  • Selbst-Verantwortin 25.06.2018 07:31
    Highlight Highlight „Es wäre bestimmt nicht falsch gewesen, wenn die FIFA bei der Auslosung die Partie Schweiz gegen Serbien gar nicht erst zugelassen hätte.“
    Weil CH eine Kriegspartei war?
    Weil CH nicht neutral ist?
    Weil CH Teil von Albanien oder Serbien ist?
    Weil es so vernünftig ist, einen Konflikt ewig weiter zu tragen und nicht hinter sich zu lassen? Sondern immer wieder neu anzufachen (die haben angefangen...)?
    Weil „Wurzeln, Vaterland, 2 Herzen in der Brust“ gaaaar kein nationalistisches Geschwafel sind?
    🤦‍♂️🤦‍♀️
    Da waren die Länder & Menschen selbst nach dem 2. Weltkrieg aber deutlich vernünftiger.
  • Jim_Panse 25.06.2018 07:01
    Highlight Highlight Schön zu sehen wie sich Lichtensteiner integriert hat
    • Madmessie 25.06.2018 10:05
      Highlight Highlight Bester Kommentar ever! :-)))
    • one0one 25.06.2018 10:50
      Highlight Highlight Wenn man dann nicht mal den Namen des Spieler richtig schreiben kann den man denunzieren will sollte man das lieber lassen ;)
  • mikel 25.06.2018 05:37
    Highlight Highlight Bei allem Respekt vor den Schweizer Spielern: es gibt keine Rechtfertigung dafür, diese Kriegsgeschichten auf den Rasen zu tragen. Es sind alles Profis und sie sollten lernen, in einem solchen Spiel auch gegenüber den Serben respektvoll aufzutreten und vorbildlich, und nicht polemisch, zu handeln. Sie erweisen dem Fussball und Sport einen Bärendienst und dürfen sich nicht wundern, wenn sie dafür sanktioniert werden.
    • Duscholux 25.06.2018 07:19
      Highlight Highlight Aber sie sind halt emotional!!

      (Lies: Hitzköpfe die sich provozieren lassen)

    • Saasi 25.06.2018 08:00
      Highlight Highlight Die Provokationen lange vor dem Spiel der Serben, dann die Aussage von Krstajic. Südkorea und Japan grüssen militärisch, Spieler die Tore schiessen, zeigen ein Gewehr und schiessen damit. Muss man jetzt und in Zukunft alles kontrollieren.
      Hätten die Serben gewonnen, würde niemand was sagen, sind einfach lächerliche schlechte Verlierer. Nicht mehr und nicht weniger.
    • Posersalami 25.06.2018 08:13
      Highlight Highlight Der Doppeladler ist kein Symbol für Krieg!

      Vielmehr gehört er zur Flagge eins von der Fifa anerkannten Ländern. Soweit ich weiss ist es nicht verboten, an einem Match die albanische Flagge zu zeigen.

      Mir wärs auch lieber wenn sie auf den Adler verzichten würden im Stadtion, aber man braucht hier kein Fass aufmachen deswegen. Der Doppeladler ist kein Hitlergruss!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Couleur 25.06.2018 04:56
    Highlight Highlight Die wirkliche Geschichte hinter der Story ist eine rein politische Provokation:

    Inzwischen gelöschte Instagram Posts von Xhaka:
    "Hey, Serbia I destroyed your net, because my name is Granit Kosova".

    Dazu seine Aussage im Postmatch Interview:
    "This is history being made. A team that's not even at the World Cup scored today, not once, but twice. Serbia one, Albania two!"

    Quelle:
    https://www.givemesport.com/1339308-granit-xhaka-deleted-an-instagram-post-about-his-celebration-vs-serbia
    • npe 25.06.2018 07:35
      Highlight Highlight Haha geile Siech. Go Xhaka, go 🇨🇭!
    • häxxebäse 25.06.2018 08:09
      Highlight Highlight Wohl eher tausende von toten und vertriebenen.... unter anderem die provokationen seitens serbien
    • Qui-Gon 25.06.2018 09:08
      Highlight Highlight In der Tat nicht sehr schlau. Schade.
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