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FC Bayern: Lothar Matthäus kritisiert Uli Hoeness

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Lothar Matthäus sieht kritisch, dass sich Uli Hoeness immer noch in Angelegenheiten von Bayern München einmischt.Bild: keystone

Weil er sich immer noch einmischt: Lothar Matthäus kritisiert Uli Hoeness

Die Trainersuche beim FC Bayern geht weiter. Für Lothar Matthäus liegt dies auch daran, dass die Zuständigkeiten in München nicht klar abgesteckt sind. Er greift dabei Uli Hoeness direkt an.
21.05.2024, 04:4121.05.2024, 04:41
Ein Artikel von
t-online

Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht ein Problem in dem noch immer grossen Einfluss von Ehrenpräsident Uli Hoeness auf das aktuelle Geschehen beim FC Bayern. «Max (Eberl, Anm. d. Red.) hat ein gutes Netzwerk, ist lang genug dabei, und man sollte ihn jetzt machen lassen, aber wahrscheinlich ist es so, dass bei den Bayern nach wie vor immer noch Leute mitreden, die keine offizielle Funktion mehr haben. Ich rede da zuallererst von Uli Hoeness», schrieb Matthäus in seiner Kolumne bei Sky.

Hoeness verdiene zwar allergrössten Respekt für seine Verdienste. «Trotzdem: Man muss auch mal loslassen. Er hat vor vier Jahren losgelassen und Oliver Kahn sowie Hasan Salihamidžić installiert. Das war damals seine Idee, die er aufgrund seiner Position durchgesetzt hat, obwohl sie von anderen durchaus kritisch beäugt wurde», schilderte Matthäus. «Es war rückwirkend betrachtet für den FC Bayern nicht unbedingt die beste Lösung, und vielleicht mischt er sich jetzt ein, weil er den Fehler von damals korrigieren will.»

epa10971279 Bayern Munich honorary president Uli Hoeness attends during the FC Bayern Munich's annual general meeting in Munich, Germany, 12 November 2023. EPA/ANNA SZILAGYI
Was woll Uli Hoeness von der Kritik hält?Bild: keystone

«Irgendwann müssen andere Leute entscheiden»

Der FC Bayern, der in dieser Spielzeit nur Bundesliga-Dritter wurde und im Halbfinale der Champions League ausgeschieden ist, befindet sich noch immer auf der Suche nach einem Trainer für die neue Spielzeit. Leverkusens Meistertrainer Xabi Alonso, Bundestrainer Julian Nagelsmann und Österreichs Nationalcoach Ralf Rangnick sagten den Münchnern ab. Auch aus einer Weiterbeschäftigung von Thomas Tuchel wurde nichts.

Der Blick müsse nun in die Zukunft gehen, forderte Matthäus. «Und dort müssen dann irgendwann auch mal andere Leute entscheiden dürfen, denn diese Unstimmigkeiten im Verein helfen keinem weiter. Trainer sagen reihenweise ab, die Fans werden ungeduldig, und Max Eberl ist nicht zu beneiden.» Für den 63-Jährigen ist die Trainersuche bei den Münchnern «immer skurriler».

Matthäus forderte Sportvorstand Eberl zu einer offensiven Kommunikation im Klub auf. «Er muss jedem deutlich zu verstehen geben, dass er für den sportlichen Bereich verantwortlich ist und dass die Bayern nächste Saison ohne Trainer dastehen, wenn jede seiner Ideen verhindert wird, weil irgendjemand dagegen ist», sagte der Sky-Experte. Auch für die neue Bundesliga-Saison sei Bayer Leverkusen derzeit «einen Schritt voraus».

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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