Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Stephanie Roche ist als erste Frau für den Award des «Tor des Jahres» nominiert. bild: twitter/football association of ireland

Nominiert für den Puskás Award

Stephanie wer ...? 15 Fakten über die Frau, die den FIFA-Award für das schönste Tor holen muss!



1. Die Pionierin

Zum sechsten Mal vergibt die FIFA am 12. Januar 2015 den Puskás Award für das schönste Tor der vergangenen Saison. Als erste Fussballerin überhaupt schafft es Stephanie Roche in die Auswahl der Top 3.

2. Das grosse Vorbild

Es ist ein er, und ihm wird Roche an besagter FIFA-Gala bestimmt über den Weg laufen: Cristiano Ronaldo. Der Portugiese (will den Titel des Weltfussballers des Jahres verteidigen) kennt übrigens das Gefühl, auf den Puskás-Preis zu aspirieren – 2009 gehörte auch er zum erlauchten Kreis.

abspielen

Die drei Finalisten für das Tor des Jahres (Stephanie Roche zaubert ab 0.42). video: youtube/GostHD10

3. Das Gehalt

Schlappe 800 Euro Gehalt werden Roche beim französischen Erstligisten ASPTT Albi monatlich ausbezahlt. Award-Konkurrent James Rodriguez sahnt geschätzte 500'000 Euro pro Monat ab. Der Dritte im Bunde, Manchester Uniteds Robin van Persie, kommt monatlich auf circa 1,3 Millionen Euro.

4. Die Wohnung

Immerhin: Mit den 800 Euro Monatsgehalt muss Roche nicht auch noch ihre Unterkunft berappen. Für ihr bescheidenes Appartement kommt der Verein auf.

5. Die Twitter-Follower

8000 Menschen folgen Stephanie Roche auf Twitter – die Zahl ist nach ihrer Nomination sprunghaft gestiegen. Im Vergleich: Die beste Fussballerin der Welt, die Brasilianerin Marta, bringt es (auf ihrem allerdings inaktiven Kanal) lediglich auf deren 2800 Follower.

James Rodriguez: 5,87 Millionen Follower.

Robin van Persie: 6,55 Millionen Follower.

6. Der Twitter-Troll

Ein unbekannter Twitter-Troll drohte Roche schwachsinnigerweise damit, einen Massenmord an Kindern anzurichten, falls sie die Wahl gewänne. Die negative Resonanz lässt ihn zurückkrebsen. Er schreibt: «Wenn du den Award gewinnst, werde ich nie mehr Fussball schauen». Sie schreibt zurück: «Du bist ehrlos». 1:0 für Roche.

7. Die zweite Leidenschaft

Roche kann es nicht nur auf Rasen, sie rennt auch in der Halle leidenschaftlich gern dem Ball nach. Seit 2013 spielt sie auch in der irischen Futsal-Nationalelf.

8. Der Freund

Dean Zambra. Nie gehört? 26 Jahre alt, Mittelfeldspieler beim irischen Erstligisten Bray Wanderers. Haben wir selbstredend nicht nachschauen müssen.

9. Die Länderspiel-Tore

Schon früh galt die Irin als grosses Talent, fand schon bald Platz in der Nationalmannschaft. 29 A-Länderspiele hat sie bestritten, dabei fünf Tore erzielt.

10. Der Rauswurf aus der Nati

Roche wurde schon einmal, im Juni 2013, vor einem Freundschaftsspiel gegen Österreich, aus dem Nationalkader gestrichen. Sie sagte: «Ich weiss nicht, warum ich aus dem Team gekippt wurde. Ich will aber zurück». Einige Torerfolge später setzt Nationaltrainerin Susan Ronan wieder auf die 25-Jährige. Seit Oktober gehört sie wieder zur Auswahl.

11. Der goldene Schuh

26 Mal trifft sie in der Saison 2011/2012 in die gegnerischen Maschen für ihren damaligen Verein Peamount United. Die verdienten Meriten: Der goldene Schuh für die Torschützenkönigin der Irish Womens National League.

12. Die Ladehemmungen

Vom Beginn der Saison 2012/13 bis zu jener verhängnisvollen Partie im Oktober des vergangenen Jahres (gegen die Wexford Youths), als sie das Tor ihres Lebens schiesst, will Roche einfach kein Treffer gelingen. Das erste Saisontor gleich eine Wunder-Kiste, gleich die Puskás-Nominierung? Kann man machen.

13. Die leidliche Kulisse

95 Zuschauer. Das die dürftige Kulisse, die Roches awardträchtigem Treffer vor Ort beiwohnte. Der Gegensatz zu Rodriguez und van Persie könnte nicht grösser sein. Knapp 50'000 Fans sahen den Flugkopfball des Holländers im WM-Vorrundenspiel gegen Spanien, 73'800 waren im Stadion, als Kolumbiens Rodriguez im WM-Achtelfinal Uruguay abschoss. 95 Zuschauer. Immerhin auch Kinkerlitzchen zu dem, was im Netz folgen sollte: Über drei Millionen Klicks bei YouTube, Tendenz stark steigend.

14. Der irische Überschwang

Am Tag der Bekanntgabe der Nomination Roches brach in Irland ein Freudensturm aus. 15 Prozent aller Besucher, die via Social Media auf die Ballon-D'Or-Website gelangten, stammten aus Irland. Von den rund 2,5 Milliarden, die – nach Schätzungen – weltweit Internetzugang haben sollen, machen die Iren nur 0,2 Prozent aus.

15. Das Zitat zum Tor

«Der Ball kommt rein, ich nehme ihn mit rechts an. Dann spiele ich ihn mit links über die Abwehrspielerin und schiesse ihn volley ins Tor. Glück gehabt, dass ich nicht zur Eckfahne geschossen habe.»

«Ich bin stolz, nicht als Frau, sondern als Fussballerin für diesen Titel nominiert worden zu sein. Das verhilft auch dem Frauenfussball zu mehr Aufmerksamkeit.» (tat)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel