Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Fluch des Titelverteidigers – warum Deutschlands Out eigentlich vorhersehbar war



Das Ausscheiden Deutschlands in der Vorrunde ist gar nicht so selten, wie man annehmen könnte. In der Geschichte der WM-Endrunden musste der Titelverteidiger bereits sechsmal nach der Gruppenphase die Koffer packen.

Boateng denkt auch noch an Frankreich:

Zweimal traf es Italien (1950 und 2010), je einmal Brasilien (1966), Frankreich (2002), Spanien (2014) und nun Deutschland. Bei den letzten fünf Turnieren war Brasilien 2006 (Viertelfinal) der einzige Titelverteidiger, der in die K.o.-Runde vorstiess.

Das Abschneiden aller WM-Titelverteidiger

Deutschlands WM-Blamagen

1954

Die erste grosse Blamage der deutschen WM-Geschichte war eigentlich gar keine. Aufgrund der Gruppenkonstellation schenkte Bundestrainer Sepp Herberger gegen die Ungarn ab, Deutschland verlor 3:8 – und vertraute darauf, in einem Entscheidungsspiel gegen die punktgleichen Türken den Einzug ins Viertelfinale zu realisieren. Der Plan ging auf: 7:2 besiegte das deutsche Team die Türken Zwei Wochen später traf man erneut auf die Ungarn. Und war nach dem 3:2-Sieg im Finale in Bern zum ersten Mal Weltmeister.

FILE - A final moment of the 1954 World Cup soccer tournament Final on July 4, 1954, when Hungarian captain Ferenc Puskas, on the ground right, thought he had scored a goal that was later disallowed, to draw with Germany, in Bern, Switzerland. On Wednesday, June 20, 2018 Cristiano Ronaldo scoring the only goal in Portugal's match against Morocco at the World Cup, Ronaldo became Europe's all-time leading goal-scorer with 85, overtaking Hungarian great Ferenc Puskas _ a star at Real Madrid, just like Ronaldo. (AP Photo, File)

Bild: AP/WCSCC AP

1962

Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Jugoslawien kam bald die schlechte Stimmung in der deutschen Mannschaft ans Tageslicht. Helmut Haller giftete gegen zahlreiche «Hochradfahrer» im deutschen Team, die Bundestrainer Sepp Herberger Honig ums Maul geschmiert hätten. Doch auch Herberger hatte Fehler gemacht, zu lange an formschwachen Spielern festgehalten, die falsche Strategie gewählt.

Bild

bild: twitter

1974

Heim-WM, deutsch-deutsches Duell, peinliche Niederlage in der Gruppenphase. Das 0:1 im einzigen Länderspiel gegen die DDR entpuppte sich im Nachhinein sogar als glückliche Fügung. So entging die Auswahl der Bundesrepublik der schwierigeren Zwischenrunden-Gruppe mit den Gegnern Argentinien, Brasilien und Holland und kämpfte sich gegen Jugoslawien, Schweden und Polen ins Finale vor, das man dann gegen Holland 2:1 gewann.

ARCHIV - ZU DEN RUECKBLICKEN AUF DIE WM 1974, 1978 UND 1982 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - ARCHIV - 22.06.1974, Hamburg. Der Höhepunkt des

Bild: DPA

1978

Die «Schmach von Cordoba»! Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs konnten die Österreicher gegen den grossen Nachbarn wieder gewinnen. Hans Krankl und Co. sorgten dafür, dass die Deutschen nach der Zwischenrunde nach Hause mussten. Es war das Ende der Ära von Helmut Schön.

In this June 21, 1978 photo Austria's forward Johann Krankl is about to score the third goal for Austria, in the World Cup game against West Germany, at the Cordoba Stadium, Argentina. Defending world champion West Germany were eliminated from the finals by Austria 3 goals to two.  Behind Krankl is Germany's defender Rolf Ruessmann and left is Manfred Kaltz. Germany and Austria will face each other again in a Euro 2008 European Soccer Championships group B match on Monday, June 16, 2008. (AP Photo)

Bild: WCSCC AP

1994

Dreimal in Folge war Deutschland in den WM-Final eingezogen. Zur WM 1994 trat der amtierende Weltmeister auch noch verstärkt mit den besten Spielern der ehemaligen DDR an. Ein Team, das nach Meinung vieler Experten sogar stärker war als das vier Jahre zuvor. Am Ende war im Viertelfinal aber Schluss: Binnen weniger Minuten machte Gegner Bulgarien im Viertelfinal aus einem 0:1 ein 2:1.

Bild

bild: twitter

1998

Zwei Jahre nach dem Viertelfinal-Aus in den USA gewann Deutschland in England den WM-Titel und fuhr mit reichlich Selbstbewusstsein an die WM nach Frankreich. Dort sorgten deutsche Hooligans mit ihrem Angriff auf den Polizisten Daniel Nivel für den Tiefpunkt des Turniers. Auf dem Platz endete die Ära von Berti Vogts mit einem 0:3 im Viertelfinal gegen Kroatien.

Croatia's Davor Suker celebrates over the distraught German goalkeeper Andreas Kopke after Goran Vlaovic scored the team's second goal during the Germany vs Croatia quarterfinal match at the soccer World Cup 98 at Gerland Stadium in Lyon, Saturday, July 4, 1998. Croatia won the match 3-0. (AP Photo/Michel Lipchitz)

Bild: AP NY

(abu/pre/sda)

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

Fussball-WM 2018 in Russland

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wir haben alle WM-Spiele analysiert – eine Spielminute hat es besonders in sich

Link zum Artikel

Weltmeister der Outfits: Nigeria ist jetzt schon das stylischste Team der WM 2018

Link zum Artikel

Nicht schön, aber ruhig – so lebt es sich im Schweizer WM-Camp in Togliatti

Link zum Artikel

So funktioniert der Videobeweis bei der WM-Premiere in Russland

Link zum Artikel

Du willst im WM-Tippspiel gewinnen? Dann mach, was die Forscher dir raten

Link zum Artikel

Nochmals 12 Prozent mehr – soviel Preisgeld verteilt die FIFA an der WM

Link zum Artikel

Fasten your seat belt! So war der Flug der Nati ins WM-Quartier

Link zum Artikel

Nur ein WM-Star pro Rückennummer und die Frage: Welchen wählst du aus?

Link zum Artikel

Nehmt euch in acht, Fussballfans: Die Saison der Temporär-Fans hat wieder begonnen

Link zum Artikel

Die schönsten und bemerkenswertesten Nationalhymnen der 32 WM-Teams

Link zum Artikel

Diese Fussballer musst du im Auge haben – die Schlüsselspieler der 32 WM-Teilnehmer

Link zum Artikel

Die 23 besten WM-Momente, die du schon wieder vergessen hast

Link zum Artikel

«Extrem durch Social Media geprägt» – Hummels kritisiert «Generation Sané»

Link zum Artikel

Fünf Volltreffer und eine «Kanterniederlage» – so daneben liegt Panini mit seinem WM-Album

Link zum Artikel

Keine Ahnung von Fussball? Mit diesen 11 Floskeln wirkst auch du wie ein Profi

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

FIFA-Schiriboss Busacca: «Mit dem Videobeweis wird der Fussball korrekter»

Link zum Artikel

So hast du die besten WM-Momente aller Zeiten noch nie gesehen

Link zum Artikel

Die offizielle WM-Hymne heisst «Live It Up»  – und ist ... hach, wir geben auf

Link zum Artikel

Wären wir Nati-Trainer, so würden wir gegen Brasilien aufstellen – und du?

Link zum Artikel

Alkohol, Party und Sex in DJ-Antoines Fan-Song: «Wir haben die Leitplanken breit gesetzt»

Link zum Artikel

Die Schweiz hat einen neuen WM-Song – er ist das Gegenteil von DJ Antoines Olé-Olé-Lied

Link zum Artikel

Flirt-Tipps für Russland, dann Shitstorm – Argentiniens Fussballverband entschuldigt sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Football Porn

Football Porn Teil XI – hereinspaziert zum Budenzauber!

Football Porn – das Format für Bilder aus der Welt des Fussballs, die unmöglich im Archiv verstauben dürfen. Heute mit einem Special zu den Hallenturnieren, die kurz vor der Jahrtausendwende in der Schweiz und in Deutschland ihre populärste Zeit hatten. Anders als in der Gegenwart gab es damals noch eine rund zwei Monate lange Winterpause.

Der FC St.Gallen wird 1998 Schweizer Hallenmeister, Hakan Yakin präsentiert lässig den glänzenden Pokal für den Sieg im Qualifikationsturnier in der heimischen Kreuzbleichehalle. Goalie Jörg Stiel trägt ein Feldspielertrikot, denn das Tor hütet unterm Dach die etatmässige Nummer 2, Thomas Alder. Alleine daran erkennt man, dass selbst die Sieger den Anlass nicht für den wichtigsten des Jahres halten. Einige Monate später steht das Team im Cupfinal, im Sommer 2000 feiern viele dieser …

Artikel lesen
Link zum Artikel