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FIFA-Boss Infantino erhält Conmebol-Support: «Schätzen Ihre Vision sehr»

FIFA President Gianni Infantino follows a friendly soccer match between Iran and Costa Rica, in Antalya, southern Turkey, Tuesday, March 31, 2026. (AP Photo/Riza Ozel)
Gianni Infantino
Gianni Infantino als Zuschauer bei Iran – Costa Rica Ende März.Bild: keystone

«Schätzen Ihre Vision sehr» – FIFA-Boss Infantino erhält Rückendeckung aus Südamerika

Seit zehn Jahren führt Gianni Infantino die FIFA an. Im kommenden Jahr kann der Walliser ein letztes Mal als Präsident wiedergewählt werden. Nun gibt es ein klares Signal von einem Kontinentalverband.
10.04.2026, 10:3810.04.2026, 10:38

Gianni Infantino darf sich der Unterstützung aus Südamerika für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident sicher sein. Das Council des Kontinentalverbands Conmebol sprach sich einstimmig für den Amtsinhaber aus, sollte dieser wie erwartet im kommenden Jahr erneut als Chef des Fussball-Weltverbands kandidieren.

«Vielen Dank für Ihr unermüdliches Engagement für die Entwicklung des südamerikanischen Fussballs und für Ihre globale Führungsrolle», sagte Conmebol-Präsident Alejandro Dominguez. «Wir schätzen Ihre Verbundenheit mit unserer Region und Ihre Vision, diesen Sport weltweit weiterzuentwickeln, sehr.»

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Dominguez (links) und Infantino im vergangenen Jahr in Paraguay.Bild: keystone

Kein Gegenkandidat in Sicht

Infantino war 2016 auf Sepp Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Da seine ersten knapp dreieinhalb Jahre als FIFA-Präsident nicht angerechnet werden, kann Infantino 2027 erneut für vier Jahre in eine laut Statuten letzte Amtszeit gewählt werden. Der 56-Jährige muss offiziell noch bestätigen, dass er dies anstrebt. Dies gilt als Formsache.

Der südamerikanische Verband hatte sich im vergangenen Jahr für eine Ausweitung der WM 2030 von 48 auf 64 Teams ausgesprochen und wirbt weiter dafür. Conmebol hatte diesen Wunsch auch bei einem Treffen mit Infantino hinterlegt, die FIFA hatte eine Prüfung des Vorschlags angekündigt. Die WM in gut vier Jahren findet nach aktuellen Plänen grösstenteils in Spanien, Portugal und Marokko statt. Jeweils ein Spiel ist in Argentinien, Paraguay und Uruguay geplant.

Infantino steht zwar unter anderem wegen seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump immer wieder in der Kritik der Öffentlichkeit. Im internationalen Fussballkosmos gibt es allerdings kaum öffentlich geäusserten Widerspruch, ein Gegenkandidat für eine Wahl ist aktuell nicht in Sicht. (ram/sda/dpa)

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