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FC Luzern: Oscar Kabwit brilliert aktuell beim FC Luzern

Fussball: Schweiz: Brack Super League 2025/2026 - 26. Spieltag, 22.02.2026 - FC Luzern vs. FC Basel 1893 swissporarena Oscar Kabwit 16, FC Luzern *** Football Switzerland Brack Super League 2025 2026  ...
Oscar Kabwit ist die grosse Entdeckung der Rückrunde.Bild: www.imago-images.de

Es brauchte ein Gespräch mit Trainer Frick: Jetzt ist Kabwit der Luzerner Heilsbringer

Oscar Kabwit ist der ganz grosse Durchstarter in der Rückrunde der Super League. Dank dem 20-Jährigen nähert sich Luzern plötzlich wieder dem Strich. In den letzten fünf Spielen erzielte Kabwit fünf Treffer und bereitete drei weitere vor.
23.02.2026, 13:3023.02.2026, 13:39

Noch vor einem Monat sah es alles anders als rosig aus beim FC Luzern. Die Rückrunde startete mit einer 2:5-Niederlage gegen Lugano und der Vorsprung auf den Barrageplatz betrug nur noch vier Punkte. Der Trainerstuhl von Mario Frick fing an zu wackeln.

Nach zwei Unentschieden gegen Sion und St.Gallen schienen sich die Leuchtenstädter ein wenig zu fangen, doch dann folgte das blamable Ausscheiden im Schweizer Cup gegen Stade Lausanne-Ouchy. Seither läuft es bei den Luzernern aber wieder. Nach einem weiteren Unentschieden gegen Sion folgten nun drei Siege in Serie und jedes Mal erzielten die Innerschweizer vier Tore. «Seit dem Cup-Out gegen Stade Lausanne-Ouchy sind wir noch enger zusammengerückt und haben eine klare Reaktion gezeigt», erklärte Frick nach dem 4:2-Sieg am Sonntag gegen Meister Basel.

Kabwit nimmt die Liga auseinander

Sinnbildlich für den Turnaround der Luzerner steht Oscar Kabwit. Der Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo, der bis zu seinem Wechsel noch in seinem Heimatland spielte, wurde im Sommer vom FCL ausgeliehen. In der Hinrunde agierte der 20-Jährige auch hauptsächlich als Ergänzungsspieler und war in der Meisterschaft nur an einem Treffer beteiligt.

Zum Beginn der Rückrunde blieb Kabwit zweimal ohne Einsatz und wurde gegen St.Gallen erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt. In diesem Spiel schien sich der Knoten bei Kabwit zu lösen. Den Anschlusstreffer in der 86. Minute erzielte er selbst, dann bereitete er in der Nachspielzeit auch noch den Ausgleichstreffer vor. Auch dank ihm konnte sich Luzern spät über einen Punktgewinn freuen.

Oscar Kabwit, links, von Luzern im Spiel gegen Marvin Akahomen, rechts, von Basel beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel vom Sonntag, 22. Februar 2026 in Luzern. ...
Kabwit trifft und trifft und trifft.Bild: keystone

Dreht die Partie im Alleingang

Nachdem er auch gegen GC und den FC Zürich mit Toren brillierte, folgte beim Heimspiel gegen Basel der bisherige Höhepunkt. Innerhalb von zwölf Minuten drehte Kabwit die Partie gegen den FCB fast im Alleingang. Mit zwei Toren und einer Vorlage zwischen der 77. und der 89. Minute machte der fünffache Nationalspieler aus dem 1:2 ein 4:2 aus der Sicht der Luzerner.

«Ich bin sehr glücklich, vor allem über das Spiel der Mannschaft», sagte Kabwit nach der Partie und erhielt sehr viel Lob von seinen Teamkollegen und auch von Cheftrainer Frick. «Er hat gute Laufwege, eine sehr saubere Technik. Zudem ist sein Schuss mit dem schwachen Fuss fast besser als mit dem starken», schwärmt der Liechtensteiner über den neuen Publikumsliebling der Luzerner.

Kabwit brauchte lange, um sich in Luzern wohlzufühlen, bestätigte auch Frick, der im Winter mit Kabwit und dem Konditionstrainer ein langes Gespräch führte, um ihm auch aufzuzeigen, welches Potenzial er hat. «Er ist introvertiert, ein ruhiger Typ und am liebsten allein zu Hause», spricht Frick über Kabwit, der in der letzten Woche zum ersten Mal auch mit den Teamkollegen zu einem Essen ging. Zu Beginn kämpfte der Offensivspieler unter anderem mit den kalten Temperaturen in der Schweiz, zeigt sich jetzt aber ausgerechnet im Winter in absoluter Bestform.

Die Luzerner mit Julian von Moos, 2, von rechts, und Oscar Kabwit, rechts, feiern das Tor zum 3:2 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und den Grasshoppers vom Dienstag, 10. Fe ...
Kabwit fühlt sich bei den Luzernern immer wohler.Bild: keystone

Frick will nichts von der Championship Group hören

Nach dem dritten Sieg in Serie sind die Luzerner nur noch drei Punkte hinter dem Strich klassiert. Bei sieben ausstehenden Partien bis zur Ligatrennung ist noch vieles möglich für den FCL. In zwei Wochen kommt es zum Direktduell mit den Berner Young Boys, die aktuell auf dem sechsten Platz stehen.

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Davon will Trainer Frick aber nichts wissen. «Das Dümmste, was wir jetzt machen könnten, wäre den Blick nach oben zu richten. Immer wenn wir nach den Sternen gegriffen haben, ist nichts mehr gegangen», erklärte der 51-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den FCB.

Die Leihe von Kabwit läuft noch bis zum Ende der Saison. Der FCL verfügt über eine Kaufoption und es wäre Stand jetzt mehr als überraschend, sollte diese nicht gezogen werden.

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