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Paredes geht Zinchenko an die Gurgel.
Paredes geht Zinchenko an die Gurgel.Bild: IMAGO / PA Images

Üble Fouls und ein Platzverweis – 9 Dinge, die bei ManCity gegen PSG auffielen

Manchester City schlug Paris Saint-Germain mit 2:0 und zog damit in den Final der Champions League ein. Während bei den Engländern Partystimmung herrschte, hatten die Franzosen ihre Nerven nicht im Griff – einmal mehr.
05.05.2021, 09:5205.05.2021, 19:37

Die Nerven

Am Ende versagten PSG die Nerven. Die Franzosen liessen spätestens nach dem 2:0 durch Riyad Mahrez ihrem Frust über das bevorstehende Halbfinal-Out freien Lauf. Die Szenen zeigten exemplarisch auf, dass Paris schon die ganze Saison mit einem Disziplinproblem zu kämpfen hatte. Angel Di Maria kassierte in der 69. Minute nach einem Tritt gegen Fernandinho die Rote Karte – es war bereits der zehnte Platzverweis gegen das Team von Mauricio Pochettino in dieser Saison.

Angel Di Maria fliegt nach seinem Tritt gegen Fernandinho vom PlatzVideo: streamable

Auch PSGs Leandro Paredes hätte sich über Rot nicht beklagen können, ging er doch City-Verteidiger Oleksandr Zinchenko bei einem Rencontre an die Gurgel. Doch statt einer Karte für den PSG-Mittelfeldakteur gab es Gelb für Zinchenko.

Der Zwischenfall mit Paredes und Zinchenko.Video: streamable

Kurz vor dem Schluss liess auch Presnel Kimpembe jeglichen Respekt vor dem Gegenspieler vermissen und säbelte den eingewechselten Gabriel Jesus mit hohem Tempo und gestrecktem Bein um. Dafür sah der Verteidiger Gelb.

Kipembe säbelt Gabriel Jesus um.Video: streamable

Die Klagen

Obwohl PSG bei gewissen Schiedsrichterentscheiden noch gut wegkam, beschwerten sich die Spieler nach dem Spiel über Björn Kuipers, der die Partie arbitrierte. Dabei ging es allerdings weniger um die Entscheidungen des Niederländers, sondern eher um seine Wortwahl.

Sowohl Ander Herrera als auch Marco Verratti beklagten nach dem Spiel, dass Kuipers sich ihnen gegenüber mehrmals im Ton vergriffen hätte: «Er sagte mir zweimal ‹fuck you›. Wenn ich das sage, kassiere ich Spielsperren», erklärte Verratti.

Die Stimmen

Bei Manchester City herrschte dagegen grosse Freude und Genugtuung, dass man es endlich ins Endspiel der Königsklasse geschafft hat. «Für uns alle, für den ganzen Klub ist das ein riesiger Schritt», sagte Trainer Pep Guardiola nach dem Spiel.

«Die Leute glauben, ManCity bestehe nur aus Geld. Das stimmt nicht. Wir sind unglaublich stolz, im Champions-League-Final zu stehen.»
Pep GuardiolaSky

Er sei unglaublich stolz auf seine Mannschaft und nun sei die Zeit gekommen, um auch mal etwas zu geniessen. «Die Leute erwarten, dass wir jedes Jahr im Champions-League-Final stehen. Das ist unfair. Manchester United gewann, weil John Terry ausrutschte, Real Madrid gewann in der 93. Minute gegen Atlético. Es sind die kleinen Dinge, die entscheiden.»

Pep Guardiola gibt nach der Finalqualifikation Auskunft.Video: streamable

Doppeltorschütze Riyad Mahrez hob besonders die zweite Halbzeit hervor: «Dort haben wir sehr gut gespielt. Sie haben dann die Nerven verloren und angefangen, uns zu treten.» PSG-Trainer Mauricio Pochettino sah dagegen seine Mannschaft im Vorteil: «Wenn wir die beiden Spiele anschauen, dann haben wir ein Team dominiert, das kaum in Griff zu bekommen ist.»

Ruben Dias, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde, sah in der Finalqualifikation eine Bestätigung der guten Saison: «Wenn du in der Premier League, im FA Cup, im Ligacup und in der Champions League immer gewinnen willst, weisst du, wie schwierig das ist. Es ist die beste Art, den Leuten zu zeigen, wie hart wir arbeiten.»

Ruben Dias im Interview nach dem Spiel.Video: streamable

Die Party

Nach der erstmaligen Qualifikation für den Final in der Königsklasse bricht bei den Citizens der grosse Jubel aus. Während auf dem Rasen noch Überwältigung vorherrscht, wird in der Kabine dann so richtig gefeiert.

Die City-Reaktionen nach dem SchlusspfiffVideo: streamable
Die Party in der Garderobe.Video: streamable

Die Enttäuschung

So gross die Freude bei Manchester City ist, so gross ist die Enttäuschung bei PSG – insbesondere bei Superstar Neymar. Der Brasilianer versuchte alles, doch ohne Kylian Mbappé an seiner Seite wollte ihm wenig gelingen. Ein ernüchternder Abend in sieben Bildern zusammengefasst.

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Neymars Frust beim Champions-League-Out in Manchester
quelle: keystone / peter powell
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Der Matchwinner

Mit zwei Toren sorgte Riyad Mahrez für Historisches: Nicht nur, dass er damit Manchester City in den ersten Champions-League-Final der Klubgeschichte schiesst. Der Algerier ist auch erst der zweite Spieler eines englischen Vereins, der es geschafft hat, sowohl im Hin- als auch im Rückspiel eines Halbfinals in der Königsklasse zu treffen.

Mahrez trifft zum 1:0 nach fantastischer Vorarbeit von Goalie Ederson und Verteidiger Zinchenko.Video: streamable
Wieder vollendet Mahrez einen blitzschnellen Konter. 2:0 für Manchester City. Video: streamable

Die falsche Nummer

In der 85. Minute durfte auch Klub-Legende Sergio Agüero, der ManCity im Sommer verlassen wird, noch für einen Kurzauftritt auf den Rasen. Doch als der vierte Offizielle die Nummern-Tafel hochhält, guckt der Argentinier plötzlich verwirrt. Statt seiner Nummer 10 wird die Nummer 9 von Gabriel Jesus angezeigt. Nach einem freundlichen Hinweis des Stürmers ist der Fehler aber blitzschnell korrigiert.

Die kurze Verwirrung bei Agüeros Einwechslung.Video: streamable

Der Flügelflitzer

Linksverteidiger Oleksander Zinchenko zeigte gegen PSG eine unglaubliche Partie. Der Ukrainer, der im Alter von 17 Jahren sein Land wegen des drohenden Krieges verlassen musste, war eine der dominanten Figuren des Abends.

Der Pass von Ederson und der Lauf von Zinchenko, der zum 1:0 führte.Video: streamable

Beim ersten Tor ermöglichte er mit seinem perfekt getimten Lauf den (ebenfalls überragenden) langen Ball von Torhüter Ederson. Zinchenkos Hereingabe landete dann über Umwege bei Torschütze Mahrez.

Doch auch defensiv überzeugte der 24-Jährige. Zinchenko überzeugte mit gutem Stellungsspiel und warf sich auch entscheidend in die gegnerischen Schüsse. Als er nach 54 Minuten eine gute Chance von Neymar zunichte machte, wurde er von seinen Mitspielern entsprechend gefeiert.

Die Statistik

Manchester City ist die neunte englische Mannschaft, die es geschafft hat, ins Endspiel der Königsklasse einzuziehen. Keine andere Nation stellt mehr Finalisten – auf dem geteilten zweiten Platz liegen Italien und Deutschland mit je sechs unterschiedlichen Finalisten.

Zudem haben die «Skyblues» ihre letzten sieben Champions-League-Partien allesamt gewonnen. Das ist die längste Siegesserie, die jemals von einer englischen Mannschaft in einem europäischen Wettbewerb aufgestellt wurde. Und mit insgesamt elf Siegen ist City noch einen Vollerfolg davon entfernt, den Champions-League-Rekord von Real Madrid zu egalisieren.

Mit PSG sind die Statistiken weniger freundlich. Die Franzosen schossen in Manchester zwar 14 Mal, doch kein einziger Ball fand dabei den Weg aufs Tor. Tatsächlich kam der letzte echte Torschuss der Pariser in der 28. Minute des Hinspiels.

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Canuck
05.05.2021 10:51registriert März 2018
Wenn du als United-Fan City den Sieg gönnen musst, weil dir die PSG-Mentalität soooowas von gegen den Strich geht.
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Träumer
05.05.2021 10:30registriert Februar 2015
Bei Rot sollte sich der VAR einschalten... Auch dieses mal psssierte nichts.

Vergessen ging noch, dass Paredes den Ball mit Absicht auf den Kopf von Foden warf, der auf dem Boden lag, bevor es zum Zwischenfall mit Zinchenko kam (Man sieht es im Video).

Auch unbedingt noch erwähnt werden muss; das Foul von Danilo mit gestrecktem Bein auf Kniehöhe. Auch hier hätte sich der VAR einschalten sollen.
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zellweger_fussballgott
05.05.2021 11:14registriert November 2017
Wenn Manchester City, die deutlich sympathischer Mannschaft auf dem Feld ist, sagt das vieles über den Gegner aus.
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