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Embolo trägt mittlerweile zwar ein anderes Dress – aber er darf mal wieder gegen Kumpel Akanji ran.
Embolo trägt mittlerweile zwar ein anderes Dress – aber er darf mal wieder gegen Kumpel Akanji ran.Bild: AP

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Am Samstagabend kommt es um 18.30 Uhr zum Bundesliga-Topspiel der Woche. Das kriselnde Borussia Dortmund empfängt Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Mittendrin: Ganz viele Schweizer.
18.10.2019, 21:13

Die Nati-Pause ist endlich vorbei, es geht weiter mit dem geregelten Liga-Alltag. In der Bundesliga steht heute die Partie zwischen Frankfurt und Leverkusen an, morgen kommt es dann zum Borussen-Knüller. Die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund ist aus Schweizer Sicht gleich doppelt interessant. Mit Roman Bürki, Marwin Hitz, Manuel Akanji, Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria, Breel Embolo und Trainer Lucien Favre sind ganze acht Schweizer in die Partie involviert. Sechs der Schweizer werden voraussichtlich in der Startformation stehen und damit sogar mehr als deutsche Akteure (5).

Die voraussichtliche Aufstellung von Borussia Dortmund

Deutsche: Hummels, Reus, Götze.<br>Schweizer: Bürki, Akanji.
Deutsche: Hummels, Reus, Götze.
Schweizer: Bürki, Akanji.
grafik: watson via createformation.com

Die voraussichtliche Aufstellung von Borussia Mönchengladbach

Deutsche: Jantschke, Kramer.<br>Schweizer: Sommer, Elvedi, Zakaria, Embolo.
Deutsche: Jantschke, Kramer.
Schweizer: Sommer, Elvedi, Zakaria, Embolo.

Die Schweizer gehen jedoch mit unterschiedlichen Vorzeichen in die Partie, welche für beide Teams wegweisenden Charakter hat.

Roman Bürki

Auf die Position als Nummer 2 in der Nationalmannschaft hinter Yann Sommer hatte er keine Lust mehr und trat zu Beginn des Jahres als Goalie der Nati (zumindest vorübergehend) zurück, um sich voll und ganz auf Borussia Dortmund zu konzentrieren. Dort zeigt er auch diese Saison gute Leistungen, wird von seinen Vorderleuten – vor allem in der Schlussphase der Spiele – aber zu oft im Stich gelassen und musste in sechs Bundesliga-Partien zehn Gegentore einstecken. So mirakulös wie Bürki letzte Saison reihenweise Punkte gerettet hatte, konnte er bislang noch nicht auftreten.

Gegen Freiburg musste Roman Bürki erneut spät hinter sich greifen.
Gegen Freiburg musste Roman Bürki erneut spät hinter sich greifen.Bild: EPA

Marwin Hitz

Vertrat den damals noch angeschlagenen Roman Bürki in den ersten Partien (je eine in Pokal, Supercup und Meisterschaft) der Saison. Er wird auf der Bank bleiben, sofern sich Bürki nicht verletzt.

Manuel Akanji

Er ist in Dortmund zwar gesetzt, jedoch nicht mehr unumstritten. Speziell die deutschen Medien machen den Innenverteidiger oft zum Sündenbock, wenn Dortmund hinten nicht ganz sattelfest agiert. Dazu passte, dass der Schweizer in der letzten Partie gegen Freiburg das 2:2 in der 90. Minute durch ein Eigentor verschuldete. In der Nati konnte Akanji beim 2:0-Sieg gegen Irland wieder Selbstvertrauen sammeln, indem er das 1:0 durch eine Balleroberung einleitete und hinten zu null spielte.

Gegen Gladbach steht für Akanji nun das Duell mit seinem guten Kumpel Breel Embolo an.

Lucien Favre

Er steht vor seiner ersten richtigen Krise mit dem BVB. Die verspielte Meisterschaft in der letzten Saison und der holprige Saisonstart in dieser Spielzeit haben die Kritiker auf den Plan gerufen. Unter anderem werden die mangelnden Rhythmuswechsel, der risikoarme Spielstil und das zu tiefe Verteidigen kritisiert. Zudem hatte Favre in seinen bisherigen Ausland-Stationen jeweils in der zweiten Saison grosse Mühe, die starke erste zu bestätigen.

Favre geniesst zwar noch das Vertrauen des BVB-Vorstands, mit einer Niederlage gegen Gladbach würde Dortmund den Anschluss an die Tabellenspitze aber definitiv verlieren (−7 Punkte). Bei einem Sieg gegen Spitzenreiter Gladbach wäre die Welt aber schnell wieder in Ordnung.

Noch läuft es für Lucien Favre nicht nach Plan.
Noch läuft es für Lucien Favre nicht nach Plan.Bild: EPA

Yann Sommer

Seit seinem Wechsel zu Gladbach 2014 ist er gesetzt, hat kaum eine Partie verpasst und überzeugt durch konstant überragende Leistungen. In dieser Saison spielte er in sieben Bundesliga-Spielen drei Mal zu null und kassierte insgesamt sechs Gegentore. Nur die beiden Wolfsburger Pavao Pervan (0,50) und Koen Casteels (0,67) haben pro Partie weniger Treffer erhalten als Yann Sommer (0,86).

Nico Elvedi

Machte alle sieben Partien in dieser Saison. Er hat bereits 136 Pflichtspiele für Borussia Mönchengladbach absolviert – nicht zu vergessen, dass er erst 23-jährig ist. Elvedi hat sich sowohl bei Gladbach als auch in der Nati als Stamm-Innenverteidiger etabliert. Seine enormen Qualitäten zeigte er im Nati-Dress zuletzt auch gegen Irland.

Auch in der Nati nah am Gegenspieler: Nico Elvedi.
Auch in der Nati nah am Gegenspieler: Nico Elvedi.Bild: KEYSTONE

Denis Zakaria

Zakaria spielt in dieser Saison so stark, dass er bereits als neuer Schweizer Rekord-Transfer gehandelt wird. So soll Sportchef Max Eberl bereit sein, den 22-jährigen Schweizer ab einer Summe von «50 Millionen Euro plus» zu verkaufen. Als Interessenten werden neben den Ligakonkurrenten Bayern und Dortmund auch Inter Mailand, Tottenham und Manchester United genannt.

Diese Saison spielte Zakaria alle Partien über die volle Spielzeit und überzeugte im defensiven Mittelfeld vor allem durch seine enorme Zweikampfstärke.

Breel Embolo

Er blüht seit seinem Wechsel von Schalke zu Gladbach wieder auf. Während er in der Nati hauptsächlich durch seine Kampfbereitschaft glänzte, hat er in der Bundesliga endlich seinen Torriecher wiedererlangt und kommt in sieben Partien auf drei Tore. Auch bei Embolo darf nicht vergessen werden: Er ist erst 22 Jahre alt.

Breel Embolo hat den Weg zum Tor wieder gefunden.
Breel Embolo hat den Weg zum Tor wieder gefunden.Bild: DPA
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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Yippie
18.10.2019 13:34registriert Februar 2016
Könnte ein richtig gutes Spiel werden, da beide Teams in der Defensive nicht ganz sattelfest sind und vorne viel Offensivpower mitbringen. Hoffentlich auch mit der richtigen Borussia als Sieger ;)
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Illuminati
18.10.2019 13:35registriert März 2015
Schon krass, und dazu kommt noch dass
fast alle Schweizer bis auf Hitz (aktuell) Stammspieler sind und bei den Deutschen eigentlich nur hummels und Reus (mit Abstrichen noch Kramer)
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Paul Badman
18.10.2019 15:06registriert November 2015
Man kann über unsere Supperliga meckern, wie man will, aber die Ausbildung der Jungen in der Schweiz ist top. Schon um das zu unterstützen sollte man wieder mehr ins Stadion gehen, die nächsten Talente sind nämlich schon auf dem Rasen oder auf dem Kunstrasen.
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