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Die Vorbereitung läuft für Akanji und seine BVB-Kumpels bisher voll nach Plan. bild: twitter/@bvb

Akanji über die Freundschaft mit Embolo: «Können herumalbern, aber auch tiefgründig reden»



Manuel Akanji befindet sich mit Borussia Dortmund mitten in der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Im Trainingslager in Bad Ragaz sprach der Schweizer Nati-Verteidiger mit «Spox» und «Goal» über die Ziele für die neue Saison, den Konkurrenzkampf mit Mats Hummels, seine Vorbilder von einst und sein enges Verhältnis zu Nati-Kollege Breel Embolo.

Manuel Akanji über ...

... das Meister-Duell mit Bayern:

«Ich schaue nur auf uns. Wir sind sehr gut aufgestellt. Uns haben nicht viele Spieler verlassen, gleichzeitig sind sehr gute Spieler hinzugekommen. Wir haben uns im Vergleich mit der Vorsaison verbessert und werden versuchen, mindestens einen Titel zu holen. Ich hoffe, das klappt dieses Jahr. Ich glaube fest daran.»

... den Hummels-Transfer:

«Mats ist ein sehr guter Spieler. Ich habe natürlich wahrgenommen, was für Leistungen er in der Vergangenheit beim BVB sowie in der Nationalmannschaft und zuletzt bei Bayern gezeigt hat. Mats ist einer der besten deutschen Verteidiger der vergangenen Jahre. Er bringt sehr viel Erfahrung mit und wird uns helfen. [...] Ich habe schon immer versucht, Verantwortung zu übernehmen und werde das auch unabhängig von Mats weiterhin so halten. Mir ist es nicht so wichtig, wer dann als Abwehrchef dargestellt wird.»

... Vorbilder im Sport:

«Heute habe ich keine Vorbilder mehr. Es gibt aber Sportler, die mich gerade in puncto Einstellung faszinieren. Es ist beispielsweise unglaublich, was Roger Federer in seiner Karriere geleistet hat. Ich gucke auch sehr häufig Basketball. Russell Westbrook ist mein Lieblingsspieler, seine Mentalität ist beeindruckend. Er gibt in jedem Spiel mehr als 100 Prozent, kämpft immer bis zum Schluss. Solche Typen sehe ich mittlerweile eher als Vorbilder.

Als Kind war mein erstes Vorbild Raúl. Damals habe ich noch offensiv gespielt und war Fan von Real Madrid. Neben Real war Manchester United mein Lieblingsverein. Irgendwann war es dann also Cristiano Ronaldo. Er hat mich mit seinen Leistungen unheimlich beeindruckt. Ich wurde erst im Alter von ungefähr 17 Jahren Verteidiger. Natürlich gab es damals viele gute Abwehrspieler, ein klares Vorbild hatte ich zu dieser Zeit aber nicht mehr. Sergio Ramos würde mir noch am ehesten einfallen.»

... das Verlieren:

«Ich konnte nie gut verlieren, auch nicht beim Kartenspielen oder anderen Dingen. Ich war früher ziemlich cholerisch, meine Mutter hat mich deshalb immer gewinnen lassen. (lacht)

Irgendwann haben meine Schwestern gesagt: ‹Das kannst Du nicht immer machen, der Manuel muss es auch lernen.› Heutzutage komme ich besser damit klar, aber ich verliere immer noch äusserst ungern, selbst im Training.»

... die Hashtags in seinen Insta-Posts:

«Vatos Locos kommt aus dem Film Blood in Blood Out. Da geht es um eine mexikanische Gang, eine Bruderschaft. Als ich nach Basel gekommen bin, hat mir Breel Embolo viele seiner Kumpels vorgestellt. Durch diese Clique habe ich den Film kennengelernt – und seitdem benutzen wir dieses Hashtag.

Brigante bedeutet Bandit. Das hat sich mit einem anderen Freundeskreis aus Zürich so entwickelt. Eines Tages sind wir darauf gekommen, dieses Wort als Hashtag zu benutzen. Das sind die Kollegen, die meine Nummer 16 tragen. Die 16 steht für Brigante und die 36 für Vatos Locos.»

... Kumpel Breel Embolo:

«Breel ist einer meiner besten Kumpels. In der U20-Nationalmannschaft haben wir uns regelmässig getroffen und mit der Zeit immer besser kennengelernt. Beim FC Basel haben wir später fast jeden Tag miteinander verbracht. Wir können wunderbar zusammen herumalbern, aber auch über tiefgründige Dinge oder Probleme sprechen. Eine echte Freundschaft eben.»

Schalke's Breel Embolo, right, and Dortmund's Manuel Akanji challenge for the ball during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and FC Schalke 04 in Dortmund, Germany, Saturday, April 27, 2019. (AP Photo/Martin Meissner)

Mit Breel Embolo verbindet Manuel Akanji eine «echte Freundschaft». Bild: AP/AP

... sein Rechen-Talent

«Ich konnte schon als Kind gut mit Zahlen umgehen und Kopfrechnen, mir hat das Spass gemacht. Wenn irgendwo ein Schild mit fünf verschiedenen Zahlen hing, habe ich mir daraus alle möglichen Rechenausgaben gebastelt. So war es zum Beispiel auch mit Nummernschildern bei Autos. Und so wurde ich mit der Zeit immer besser. Mittlerweile mache ich das nicht mehr, aber das ist alles noch in meinem Kopf. Ich kann das auswendig.

Von der vierten bis zur sechsten Klasse hatte ich zudem einen Lehrer, der regelmässig Turniere im Kopfrechnen veranstaltet hat – Knockout-System. Dieser Wettbewerb hat mich zusätzlich motiviert. Ich war dann ziemlich gut und habe fast jedes Mal gewonnen.»

(pre)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Der Inspektor
02.08.2019 15:08registriert March 2018
Also so wie jede Freundschaft. 🤷‍♂️
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