DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Liverpool-Spieler realisieren, dass sie die Champions League gewonnen haben.
Die Liverpool-Spieler realisieren, dass sie die Champions League gewonnen haben.Bild: EPA/EFE

Liverpool auf dem Thron Europas – und Xherdan Shaqiri ist (beim Feiern) mittendrin

Liverpool mit dem Schweizer Xherdan Shaqiri hat zum sechsten Mal den wichtigsten Klubwettbewerb Europas gewonnen. Die von Jürgen Klopp trainierten «Reds» setzten sich im Champions-League-Final in Madrid gegen Tottenham Hotspur 2:0 durch.
01.06.2019, 23:29

Liverpool mit dem Schweizer Xherdan Shaqiri hat zum sechsten Mal den wichtigsten Klubwettbewerb Europas gewonnen. Die von Jürgen Klopp trainierten «Reds» setzten sich im Champions-League-Final in Madrid gegen Tottenham Hotspur 2:0 durch.

Am Ende konnten die rund 30'000 Liverpool-Fans den Sieg doch noch in vollen Zügen geniessen. In der Nachspielzeit stimmten sie ihr «You'll never walk alone» an, nachdem sie zuvor 87 Minuten gehofft und gebangt hatten, ehe sie Origi erlöste. Der Belgier hatte bereits beim spektakulären 4:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona zwei Treffer erzielt.

Das Handspiel von Sissoko und der Penalty-Treffer durch Salah

Video: streamja
Handspiel von Sissoko – Penalty oder nicht?

Das 2:0 durch Origi:

Video: streamja

Die Partie im Estadio Metropolitano hatte erst in der Schlussphase so richtig Fahrt aufgenommen. Mit der Niederlage vor Augen begann Tottenham in seinem ersten Final in der Königsklasse mehr zu riskieren. Und prompt erspielten sich die Londoner auch Torchancen, nachdem Liverpools Keeper Alisson 75 Minuten kaum einzugreifen hatte.

Den Anfang der Schlussoffensive der Spurs machte Dele Alli mit einem Kopfball (79.), eine Minute später bot sich Son Heung-Min und Lucas Moura eine Doppelchance. Der Brasilianer Moura avancierte aber nicht noch einmal zum Held der Spurs, nachdem er im Halbfinal mit dem Hattrick beim 3:2 in Amsterdam das Team von Mauricio Pochettino fast im Alleingang in den Final geschossen hatte.

Die rasante Schlussphase entschädigte für vieles in einer Partie, die den Erwartungen lange Zeit nicht gerecht worden war. Schon nach gut 100 Sekunden hatte Liverpool den Vorteil auf seiner Seite. Noch nicht einmal 25 Sekunden waren gespielt, als eine Flanke von Sadio Mané im Strafraum den ausgestreckten Arm von Moussa Sissoko berührte und Schiedsrichter Damir Skomina auf den Penaltypunkt zeigte.

Mohamed Salah liess sich die Chance nicht entgehen und brachte den Favoriten souverän in Führung. Vor einem Jahr war der Ägypter noch der tragische Held des Finals gewesen, als er nach einem harten Tackling von Sergio Ramos das Feld nach einer halben Stunde verletzt verlassen musste. Nun erzielte er nach Paolo Maldini 2005 das zweitschnellste Tor in einem Final.

Salah jubelt über seinen Führungsterffer.
Salah jubelt über seinen Führungsterffer.Bild: AP/AP

So verheissungsvoll die Partie begonnen hatte, so wenig Unterhaltung boten die folgenden gut 60 Minuten. Die Rasanz und das Tempo aus dem Premier-League-Alltag fehlte über weite Strecken, es war zu spüren, dass es für beide Teams um sehr viel ging. Vor allem Liverpool agierte ungewohnt passiv und überliess die Initiative mehrheitlich dem Gegner. Das aggressive Pressing wurde nur punktuell praktiziert, dass die beiden lange Zeit einzigen gefährlichen Abschlussversuche von den Aussenverteidigern Alexander-Arnold (20.) und Robertson (38.) kamen, war sinnbildlich. Noch weniger brachte Tottenham zu Stande, der letzte Pass kam praktisch kaum an.

Der gefährlichste Akteur auf Seiten der Spurs war Son Heung-Min, der vor allem im Viertelfinal gegen Manchester City massgeblichen Anteil am Weiterkommen hatte. Kaum sich in Szene setzen konnte sich Harry Kane. Für den Captain der englischen Nationalmannschaft war es der erste Einsatz seit dem 9. April und dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester City, als er sich eine Knöchelverletzung zuzog. Ein Kopfball nach knapp einer Stunde, der weit über das Tor flog, war die auffälligste Aktion des Mittelstürmers.

Klopps Premiere, Shaqiris zweiter Titel

Baumeister des Liverpooler Erfolgs ist Jürgen Klopp. Der 51-jährige Deutsche gewann erstmals den wichtigsten Titel im Klubfussball, nachdem er mit Borussia Dortmund 2013 im Wembley Bayern München und im letzten Jahr mit Liverpool in Kiew Real Madrid unterlegen war. Für Klopp war es auch die erste Trophäe in knapp vier Saisons als Trainer von Liverpool, womit er eine persönliche Negativserie von sechs Finalniederlagen in Folge beendete.

Ein gerührter Jürgen Klopp.
Ein gerührter Jürgen Klopp.Bild: AP/AP

Ein Novum schaffte Xherdan Shaqiri, der nicht eingesetzt wurde. Als erster Schweizer gewann der 27-jährige im Kosovo geborene Basler den wichtigsten Klubwettbewerb zum zweiten Mal. 2013 bei Bayern München war er allerdings ebenfalls nicht zum Einsatz gekommen. Neben Shaqiri gewannen nur Stéphane Chapuisat und Ciriaco Sforza den Titel in der Königsklasse. (zap/sda)

Das Telegramm

Tottenham Hotspur - Liverpool 0:2 (0:1)
Metropolitano, Madrid. - 67'000 Zuschauer. - SR Skomina (SLO). -
Tore: 2. Salah (Handspenalty) 0:1. 87. Origi 0:2.
Tottenham: Lloris; Trippier, Alderweireld, Vertonghen, Rose; Sissoko (74. Dier), Winks (66. Lucas Moura); Eriksen, Alli (82. Llorente), Son; Kane.
Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold, Matip, Van Dijk, Robertson; Henderson, Fabinho, Wijnaldum (62. Milner); Salah, Firmino (58. Origi), Mané (90. Gomez).
Bemerkungen: Tottenham komplett, Liverpool ohne Keïta (verletzt) und Shaqiri (Ersatz). Keine Verwarnung. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Fans von Liverpool und Tottenham vor dem CL-Finale

1 / 32
Die Fans von Liverpool und Tottenham vor dem CL-Finale
quelle: epa/efe / eduardo oyana
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die 21 schönsten Champions-League-Tore

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Didier Cuche verkündet seinen Rücktritt und rast danach zum Kitz-Rekord
21. Januar 2012: Didier Cuche brettert zum letzten Mal über die berüchtigte Streif. Er verhindert in der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel nicht nur einen dreifachen Triumph der Österreicher, sondern wird dank dem Erfolg auch Rekordsieger.

Didier Cuche gilt als einer der besten Abfahrer der Geschichte. Weltmeister wurde er in der Königsdisziplin zwar nie und das Heimrennen in Wengen hat er in 13 Anläufen auch nie gewonnen. Aber in Kitzbühel, auf der schwierigsten Weltcupstrecke der Welt, ist er mit fünf Siegen Rekordhalter.

Zur Story