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Mutter von PSG-Spieler Rabiot: «Adrien ist ein Gefangener, eine Geisel»

Mittelfeldspieler Adrien Rabiot hat bei PSG keine Zukunft mehr und befindet sich im Streit mit dem Klub. Nun schaltet sich auch seine Mutter ein und schiesst scharf gegen den Klub.



Das Tuch zwischen Paris Saint-Germain und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot ist schon längst zerschnitten. Der Konflikt begann im Dezember des vergangenen Jahres, als der 23-Jährige seinen Vertrag beim französischen Meister nicht hatte erneuern wollen.

PSG reagierte auf die Abfuhr, indem sie den Spieler in die zweite Mannschaft versetzten und ihn nicht mehr für die Spiele in der Ligue 1 oder der Champions League berücksichtigten.

So war Rabiot auch nicht mit dem Team unterwegs, als PSG beim Rückspiel in Paris gegen Manchester United aus der Champions League flog. Stattdessen wurde der Mittelfeldspieler nach dieser Partie in einem Pariser Nachtklub gesichtet, woraufhin PSG-Sportchef Antero Henrique den Franzosen vorübergehend freistellte.

Nun eskaliert der Streit aber noch weiter, weil sich auch Rabiots Mutter und Beraterin Véronique Rabiot einmischt. Gegenüber der französischen Tageszeitung «L'Équipe» teilt sie mächtig gegen PSG und die Klubführung aus:

«PSG möchte sich um das Privatleben von Adrien kümmern, obwohl der Verein ihn gar nicht mehr will. Der Verein will, dass er um neun Uhr im Schlafanzug vor dem TV sitzt, das Match schaut und um elf Uhr ins Bett geht. Kennen diese Leute den Lebensrhythmus der Spieler nicht? Wenn ein Spieler spielt, ist es sein Job und er hat einen Trainingsrhythmus. Das passiert bei Adrien ja nicht mehr. Aber Adrien wird jetzt nicht mit dem Töpfern beginnen, bis etwas passiert. Man gibt ihm die Schuld, dass er ausgegangen ist, will aber gleichzeitig nicht mehr, dass er spielt. Das ist widersprüchlich. Es ist nicht möglich, ihn einzusperren.»

Als sie gefragt wird, ob sie den Eindruck habe, dass ihr Sohn eine Art Gefangener von PSG sei, antwortet sie deutlich: «Das ist nicht nur mein Eindruck. Adrien ist ein Gefangener. Er ist sogar eine Geisel von PSG. Bald gibt es trockenes Brot, Wasser und Kerker. Das Umfeld ist grausam.»

Real Madrid's Lucas Vazquez, left, stops PSG's Adrien Rabiot during the round of 16, 2nd leg Champions League soccer match between Paris Saint-Germain and Real Madrid at the Parc des Princes Stadium in Paris, Tuesday, March 6, 2018. (AP Photo/Francois Mori)

Adrien Rabiot hat bei PSG keine Zukunft. Bild: AP/AP

«Das ist alles, was Adrien will: Seinen Vertrag einhalten.»

Véronique Rabiot

Adrien spiele seit September nicht und werde vermutlich bis im Juni nicht zum Einsatz kommen. Das sei extrem viel Zeit für einen Profi. «Man nimmt ihn als Geisel, weil er nicht verlängern will, während er nur seinen Vertrag respektiert. Das ist alles, was Adrien will: Seinen Vertrag einhalten», erklärt Véronique Rabiot. Ihr Sohn sei nach dem Champions-League-Aus zum Sündenbock erkoren worden, damit sich PSG nicht den wirklichen Problemen stellen müsse.

Die Zukunft des Mittelfeldspielers ist weiterhin nicht geklärt. «Wir haben noch bei keinem neuen Verein unterschrieben. Wir hatten keine Möglichkeit, uns darum zu kümmern», sagt die Mutter/Beraterin. (abu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • wasps 22.03.2019 15:01
    Highlight Highlight Ein armer Schlucker hinter Gitter. Mit Wasser und Brot, und leerem Bankkonto. Mir kommen die Tränen.
  • Sloping 22.03.2019 14:50
    Highlight Highlight Mein Mitleid mit diesem selbsternannten "Gefangenen" tendiert gegen 0. Er uns seine Mutter haben doch längst einen Vertrag mit einem anderen Verein ausgehandelt. Wers glaubt: "Wir hatten keine Möglichkeit, uns darum zu kümmern» Was taten die denn die letzten Monate? ;-) Die waren und sind nur scharf auf das wohl extreme Handgeld, dass sie kassieren, weil er im Sommer ohne Ablöse wechseln kann.
    • Neruda 22.03.2019 17:41
      Highlight Highlight Ist ja ihr gutes Recht, den Vertrag nucht zu verlängern, aber auch PSGs ihn dann nicht mehr einzusetzen. Profis würden dann halt den Vertrag auflösen, ausleihen oder hätten ihn im Winter verkauft.
    • Butschina 23.03.2019 10:05
      Highlight Highlight Ja das stimmt, aber ihn als Sündenbock hinzustellen ist sehr fragwürdig. Er hatte ja keinen Einfluss aufs Spiel. Wieso soll er also Schuld sein? Für mich wirkt dies ein Bisschen wie eine Warnung für andere Spieler. So à la wehe ihr verlängert nicht.
  • THN 22.03.2019 14:44
    Highlight Highlight #adrien4weindoch
    Wobei ich doch Team Rabiot bin, guter Spieler. Unrühmliche Situationsbewältigung
  • Darkside 22.03.2019 14:38
    Highlight Highlight Ich denke bei seinem Gehalt bleibt ihn Wasser und Brot noch ne Weile erspart. #spoiledkid
    • Darkside 22.03.2019 15:04
      Highlight Highlight *ihm
      Wie ich autocorrect hasse...

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