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Heute Abend werden alle Blick auf das Innnere des Wembley-Stadions gerichtet sein. Bild: keystone

Ein EM-Final ohne Favorit – diese Zahlen zeigen, wer wo den Unterschied machen könnte

Im EM-Final spricht die Historie für Italien, der Heimvorteil für England. Und die bisherige EM-Statistik spricht – je nach Blickwinkel – für beide. England punktet mit Zweikampfstärke und Kopftoren. Und die Italiener mit Laufkilometern und der Zahl der Angriffe. Eines können beide fast gleich gut. Die Datenanalyse.

ralf streule / ch media



England oder Italien? Die Vorteile liegen bei ... beiden. Wer im EM-Final nach dem Favoriten sucht, findet Argumente für beide. Nicht einmal die Wettanbieter sind sich einig. Die einen setzen hauchdünn auf Italien, die anderen auf England.

Entscheiden die «weichen Faktoren»? Ein solcher könnte für die Engländer sprechen: Der Heimvorteil! Ein anderer für die Italiener: Die Unbeschwertheit und Spielfreude!

Die Aufstellungen

So werden die Teams am heute um 21.00 Uhr in London antreten:

Die Statistiken

Vielleicht hilft auf der Favoritensuche der Blick auf die harten Fakten, zum Beispiel auf die Offensivleistungen der Teams an dieser EM. Mit 318 Angriffen während des ganzen Turniers liefert Italien einen Topwert und wird nur von Spanien überflügelt (432). Wobei die Angriffe der Italiener gefühlt gefährlicher – und zumindest ungestümer waren als jene der Iberer. England steht hier an letzter Stelle aller Halbfinalisten, dies mit 256 von den UEFA-Statistikern erfassten EM-Angriffen.

Doch in Sachen Abschlüsse aufs Tor liegen die Italiener nicht mehr so deutlich vorne (30:25), und bei den erzielten Toren nur noch minim (12:11). Will heissen: Italien stürmt öfter, aber verhältnismässig weniger erfolgreich.

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Italien sei gewarnt: Fünf und damit die Hälfte aller Tore erzielte England an dieser EM per Kopf. Italien hingegen gelang kein Kopftor.

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Die minim schnelleren Spieler stellt im Gros aber England. Zumal Italiens Leonardo Spinazzola, mit einem Topspeed von 33,8 km/h EM-Spitzenreiter, wegen eines Achillessehnenrisses ausfällt. Die folgenden Werte zeigen die Spitzenreiter in verschiedenen Disziplinen der beiden Teams.

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Bekanntlich aber werden Turniere in der Abwehr gewonnen. Auch hier ist fast eine Pattsituation auszumachen. Italien erhielt drei EM-Gegentore, hatte aber zuvor während 1144 Minuten keinen gegnerischen Treffer zugelassen. Und England musste sein einziges Gegentor an dieser EM erst im Halbfinal gegen Dänemark hinnehmen.

Überraschend scheint die Zweikampfstatistik. Die Italiener geraten gemäss UEFA-Daten zwar öfter in klassische Zweikämpfe als die Engländer. Die Quote der «Three Lions» aber ist deutlich besser als jene der «Squadra Azzurra».

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Was ebenso für England spricht, ist der Wert des Kaders. Diesbezüglich liegen die Briten sehr deutlich vor Italien - was bekanntlich noch keine Spiele entscheidet, siehe Schweiz gegen Frankreich.

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Auffallend beim Vergleich der Kader ist: England stellt nicht nur das wertvollere, sondern auch das weit jüngere Team.

Italien gegen England: Marktwerte und Altersstruktur

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Jeder Punkt entspricht einem Spieler, der im in einem der beiden EM-Kader steht. Herauszulesen ist der Marktwert sowie das Alter der Spieler. Beim Antippen der Punkte erscheinen die Spielernamen. grafik erstellt mit Datawrapper

Bleibt die Historie, die einen deutlichen Favoriten kennt: Italien. Vier WM-Titel und ein EM-Titel stehen dem einzigen englischen WM-Titel von 1966 gegenüber. Vor allem aber: Kein einziges Spiel gegen Italien an einem Grossanlass konnten die Engländer für sich entscheiden.

Und sollte es zum Penaltyschiessen kommen, hält die Geschichte ebenfalls nichts Erbauliches für England bereit (siehe folgende Grafik). Doch genug der Statistik. Bleibt die Hoffnung, dass die knappe statistische Ausgangslage auch zum erwartet spannenden und unterhaltsamen Final führt.

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Wenn im Büro nur noch die EM regiert

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