DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Alaba muss seinem Teamkollegen Arnautovic den Mund verbieten.
Alaba muss seinem Teamkollegen Arnautovic den Mund verbieten.
Bild: keystone

Alabas Würgegriff gegen Arnautovic – warum er seinem Teamkollegen an die Gurgel ging

14.06.2021, 10:4914.06.2021, 13:26

David Alaba spielt bei Österreichs 3:1-Arbeitssieg gegen Nordmazedonien zunächst auf einer überraschenden Position. Der langjährige Bayern-Spieler, der nach der EM zu Real Madrid wechseln wird, musste zum ersten Mal in der ÖFB-Elf als Abwehrchef einer Dreierkette auflaufen.

Zwar verteilte Alaba in bester Beckenbauer-Manier die Bälle, doch in der Offensive fehlten seine Impulse an allen Ecken und Enden. Und in der Defensive offenbarten sich gravierende Abstimmungsprobleme, die bei der Fehlerkette zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Goran Pandev beispielhaft auftraten.

Die Highlights der Partie.

Erst als Österreichs Nationaltrainer Franco Foda in der Schlussphase seine Aufstellung korrigierte und Alaba weiter nach vorne beorderte, konnte dieser seine Qualitäten voll einbringen. Mit 114 Ballaktionen war der siebenmalige Fussballer des Jahres in Österreich am Ende doch noch der Dreh- und Angelpunkt im Spiel. Zudem bereitete der ÖFB-Captain das vorentscheidende 2:1 durch Michael Gregoritsch mit einer perfekten Flanke mustergültig vor.

Als in der Schlussphase der ebenfalls eingewechselte Marko Arnautovic in der 89. Minute für die endgültige Entscheidung sorgte, hatte Alaba nochmals alle Hände voll zu tun. Der Führungsspieler musste den jubelnden und pöbelnden Torschützen zum 3:1 mit einem energischen Griff an die Gurgel beruhigen.

Was Arnautovic ins Stadionrund schreien wollte, ist nicht abschliessend geklärt. Spekuliert wurde über Grussbotschaften an die gegnerischen Fans, Mitspieler oder den Trainer Franco Foda, der ihn nur als Reservist aufgeboten hatte. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass sich der österreichische «Bad Boy» mit serbischen Wurzeln Ex-Lugano-Spieler Ezgjan Alioski vorknöpfen wollte, der zuvor Xaver Schlager brutal umgrätschte und das ÖFB-Team immer wieder provozierte.

Arnautovic formte mit seinen Händen nach seinem Treffer erst ein «Okay»-Zeichen in Richtung des nordmazedonischen Flügelspielers. Warum er dies in Richtung von Alioski gezeigt hat, bleibt sein Geheimnis. Gemäss der serbischen Zeitung «Informer» beleidigte er danach mit einer kurzen Schimpftirade auch noch dessen Mutter.

Captain Alaba verhinderte mit seinem Einschreiten eine Eskalation der Situation. «Dass er nicht zu 100 Prozent zufrieden ist, das kann ich schon so sagen. Wir Spieler wollen immer spielen», sagte Alaba nach dem Spiel. «Man hat gesehen, was für ein Charakter er ist. Er ist reingekommen und hat direkt 100 Prozent gegeben. Deshalb habe ich ihn positiv wahrgenommen.»

Zum Würgegriff selbst äusserte sich Alaba nicht. Auch egal, sorgte er damit doch für eine schöne Vorlage für zahlreiche lustige Kommentare auf Social Media. Hier ein paar Beispiele:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Europameister im Fussball

1 / 18
Alle Europameister im Fussball
quelle: keystone / catherine ivill / pool
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Riesiger Jubel! Die Schweiz schlägt Frankreich und steht im Viertelfinal

Der Jahrhundert-Coup ist Tatsache! Die Schweiz schlägt im EM-Achtelfinal Weltmeister Frankreich im Penaltyschiessen 5:4. Yann Sommer hielt den letzten Schuss von Kylian Mbappé. Zuvor hatten Haris Seferovic und Mario Gavranovic in der Schlussphase ein 1:3 wettgemacht.

Vor Kylian Mbappés Fehlschuss hatten alle fünf Schweizer getroffen: Mario Gavranovic, Fabian Schär, Manuel Akanji, Ruben Vargas und Admir Mehmedi. Speziell: Ausser Akanji alles Spieler, die im Verlaufe der Partie eingewechselt wurden. Nun wartet Spanien im Viertelfinal am Freitag in St. Petersburg.

Das Glück ist also zurück im Schweizer Fussball. Nach Niederlagen in Penaltyschiessen an der WM 2006 und an der EM 2016 glückte der SFV-Auswahl ausgerechnet in dieser finalen Ausmarchung erstmals …

Artikel lesen
Link zum Artikel