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Switzerland's Coach Martina Voss Tecklenburg, during 2019 FIFA Women's World Cup play-off between Switzerland and Belgium at the Stadium Tissot Arena in Biel, 09. October 2018. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Lange war sie Schweizer Nationaltrainerin, nun coacht sie in Deutschland: Martina Voss-Tecklenburg. Bild: KEYSTONE

Heute startet die Frauen-WM – die Deutschen wollen mit «Schweizer» Hilfe auf den Thron

Mit der Partie zwischen Frankreich und Südkorea beginnt um 21 Uhr im Parc des Princes in Paris die 8. Frauen-WM. Neben dem Gastgeber, Titelverteidiger USA und Europameister Niederlande gehört auch Olympiasieger Deutschland zu den Favoriten.



Seit Ende November wird das deutsche Team von Martina Voss-Tecklenburg (51) betreut. Die langjährige Schweizer Nationaltrainerin soll die DFB-Auswahl nach der Enttäuschung an der EM 2017 mittelfristig wieder dorthin führen, wo diese 2016 gestanden hat – auf den Olymp. Das Mindestziel des DFB ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio als eines der besten drei europäischen Teams.

Die sechs Gruppen:

Bild

Die besten zwei jeder Gruppe und die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für die Achtelfinals.

«Es gibt sechs bis acht Mannschaften, die das Potenzial haben, den Titel zu gewinnen», sagt Voss-Tecklenburg. «Neben den USA, Japan und Frankreich gehören England, Spanien, die skandinavischen Teams und die Niederlande dazu.» Auch Australien mit Starspielerin Sam Kerr schätzt die 125-fache Nationalspielerin sehr stark ein.

Englands prominenter Trainer

Star des Rekordweltmeisters USA ist die Stürmerin Alex Morgan. England, der WM-Dritte von 2015, wird vom ehemaligen englischen Internationalen Phil Neville trainiert. Europameister Niederlande qualifizierte sich zwar erst via Playoffs und dem Sieg gegen die Schweiz für die Endrunde, verfügt aber über eine der spielstärksten Mannschaften des Turniers, für das mehr als 800'000 Tickets abgesetzt wurden. Bei Brasilien, das trotz Marta für einmal nur als Aussenseiter antritt, bestreitet die 41-jährige Formiga ihre siebte WM-Endrunde.

Brazil's Marta holds the prints of her feet that will be placed on Brazil's Soccer Walk of Fame at the Maracana stadium in Rio de Janeiro, Brazil, Monday, Dec. 10, 2018. Marta has been named,

Martas Füsse sind im «Walk of Fame» im Maracana in Rio verewigt. Bild: AP

Besonders im Fokus steht Gastgeber Frankreich, das dank Olympique Lyon seit Jahren den europäischen Klubfussball dominiert und nun endlich auch den ersten Titel mit der Nationalmannschaft gewinnen will. Immer wieder gehörten «Les Bleues» dank ihrer individuellen Klasse zu den grossen Favoriten im Vorfeld eines Turniers, immer wieder scheiterten sie. «Wir spielen zuhause, haben einen Lauf und sind hungrig, diesen Titel zu gewinnen», sagte Torhüterin Sarah Bouhaddi.

Trainerin des Gastgebers ist Corinne Diacre. Die 44-Jährige hatte von 2014 bis 2017 mit dem Zweitligisten Clermont Foot als erste Frau ein Männerteam im französischen Profifussball betreut, ehe sie das Frauen-Nationalteam übernahm. Diacre sorgte im Vorfeld mit einem Personalentscheid für Schlagzeilen. Sie verzichtet auf Marie-Antoinette Katoto von Paris Saint-Germain, die beste Torschützin der heimischen Liga.

Hegerbergs Forfait

Die grösste Abwesende in Frankreich ist Ada Hegerberg. Die 23-jährige Norwegerin und Gewinnerin des Ballon d'Or trat 2017 wegen der ungleichen Förderung des Frauenfussballs durch den norwegischen Verband aus der Nationalmannschaft zurück. Obwohl der Verband das Prämienreglement für Männer und Frauen inzwischen anglich und mit Lise Klaveness eine Sportdirektorin für Frauenfussball einsetzte, liess sich Hegerberg bis jetzt nicht zu einem Comeback beim Weltmeister von 1995 bewegen.

FILE - In this Dec. 3, 2018, file photo, Olympique Lyonnais soccer player Ada Hegerberg celebrates with the Women's Ballon d'Or award during the Golden Ball award ceremony at the Grand Palais in Paris, France. The world’s best player won’t be at the Women’s World Cup. Hegerberg stepped away in 2017 because of what she perceives to be a general disregard for women’s soccer by the country’s federation. (AP Photo/Christophe Ena, File)

Hegerberg mit dem Ballon d'Or 2018. Bild: AP

Hegerbergs Statistiken sind eindrücklich. In 46 Champions-League-Spielen schoss die Stürmerin von Olympique Lyon 44 Tore, im diesjährigen Final gelang ihr beim 4:1 gegen den FC Barcelona innerhalb von 16 Minuten ein Hattrick. In nationalen Wettbewerben schoss Hegerberg in 211 Spielen 208 Tore, für Norwegen traf sie in 66 Spielen 38 Mal – ehe sie mit 21 Jahren zurücktrat.

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Schweizer Unparteiische dabei

Die Schweizer Nationalmannschaft wird im Gegensatz zum Turnier vor vier Jahren in Kanada fehlen. Unter der Führung von Voss-Tecklenburg verpasste die SFV-Auswahl im Herbst die Qualifikation. Der SFV wird in Frankreich mit zwei Schiedsrichterinnen vertreten sein. Esther Staubli gehört zu den renommiertesten ihres Fachs, pfiff 2015 den Champions-League- und 2017 den EM-Final und kam bereits 2015 in Kanada zum Einsatz. Ihre WM-Premiere feiert die Assistentin Susanne Küng.

epa04814803 Swiss referee Esther Staubli is seen during the FIFA Women's World Cup 2015 Round of 16 match between Norway and England in Ottawa, Canada, 22 June 2015.  EPA/Chris Roussakis EDITORIAL USE ONLE, NOT USED IN ASSOCATION WITH ANY COMMERCUIAL ENTITY - IMAGES MUST NOT BE USED IN ANY FORM OF ALERT OR PUSH SERVICE OF ANY KIND INCLUDING VIA MOBILE ALERT SERVICES, DOWNLOADS TO MOBILE DEVICES OR MMS MESSAGING

Staubli bei der WM in Kanada vor vier Jahren. Bild: EPA

Mit Südafrika, Chile, Jamaika und Schottland feiern vier der 24 WM-Teilnehmer ihr Debüt. Die Halbfinals und der Final werden Anfang Juli in Lyon ausgetragen. Wie an der Männer-WM 2018 in Russland kommt der VAR zum Einsatz. (ram/sda)

Blick ins Archiv: So sah der Schweizer Fussball früher aus

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turi 07.06.2019 11:58
    Highlight Highlight Stell dir vor, es ist WM und keiner schaut hin. Fantastisch.
  • Musiciano 07.06.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich freue mich auf eine tolle WM. Schade nur, dass die Anzahl Live-Übertragungen noch nicht dem männlichen Pendant entsprechen...
    • Füdlifingerfritz 07.06.2019 11:33
      Highlight Highlight Wird sich bestimmt ändern sobald das Niveau verbessert. Dadurch steigt das Interesse der Leute und der Sport wird für Sponsoren interessanter. Vorher macht es absolut keinen Sinn, nur aus Gleichmacherei-Gründen etwas zu zeigen, das de facto fast niemanden bei uns interessiert und teilweise nicht über Männer 3.-Liga-Niveau hinauskommt.
    • NackNime 07.06.2019 15:09
      Highlight Highlight Alle Spiele welche nicht am TV zu sehen sind, kannst du hier ansehen: https://football.eurovisionsports.tv/

      Somit ist JEDES Spiel frei verfügbar.

      PS. Die SP sollte sich mal wieder mit Politik befassen...
  • mille_plateaux 07.06.2019 10:41
    Highlight Highlight Nächstes Jahr dann auch ausschliesslich von "Männer-EM" und "Männerfussball" schreiben.
    • Mia_san_mia 07.06.2019 11:26
      Highlight Highlight Nei, das nächstes Jahr ist DIE EM.

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