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Chelsea's Emerson Palmieri, right, celebrates after scoring his side's second goal during the Champions League, round of 16, second leg soccer match between Chelsea and Atletico Madrid at the Stamford Bridge stadium, London, Wednesday, March 17, 2021. (AP Photo/Matt Dunham)

Chelsea hat derzeit einen Lauf. Bild: keystone

Jubelndes Lazarett und was in der Champions League sonst noch zu reden gab

Die Achtelfinals der Champions League sind vorbei: Bayern München und Chelsea gesellen sich zu den bereits qualifizierten Mannschaften. Wir sagen dir, was du gestern möglicherweise verpasst hast.



Das sind die Champions-League-Viertelfinalisten:

Bayern München
Borussia Dortmund
Chelsea
Liverpool
Manchester City
Paris Saint-Germain
FC Porto
Real Madrid


Die Auslosung der Viertelfinals findet an diesem Freitag um 12 Uhr statt.

Münchner Konstanz

Mit einem souveränen 2:1-Sieg gegen Lazio, einem Gesamtskore von 6:2 und ohne sich übermässig zu verausgaben ist Titelverteidiger Bayern München in die Viertelfinals der Champions League eingezogen.

Die Highlights der Partie. Video: SRF

Dabei war die Aufgabe für die Italiener schon vor dem Spiel beinahe unmöglich. Vier Tore hätten sie gebraucht, ohne selbst eines zu kassieren, um in die nächste Runde einzuziehen. Doch die Startelf Lazios hatte insgesamt erst vier Karriere-Treffer in der Champions League vorzuweisen. Die Startelf der Bayern kam dagegen auf 156 Tore in der Königsklasse.

Derweil ziehen die Münchner zum 19. Mal in die Viertelfinals der Champions League ein. Mit dem Ausscheiden des FC Barcelona (18 Mal im Viertelfinal) überflügelten die Bayern diesen. Dahinter folgen Real Madrid (17 Mal), Manchester United (14 Mal) und Juventus Turin (12 Mal).

Deutsche Klasse

Auch abgesehen von den Bayern sind die Deutschen in dieser Champions-League-Saison erfolgreich. Dortmund ist in den Viertelfinals ebenfalls mit dabei, und insgesamt gleich vier deutsche Trainer. Hansi Flick schlug mit den Bayern Lazio. Edin Terzic warf mit dem BVB Sevilla raus. Jürgen Klopps krisengebeuteltes Liverpool bezwang Leipzig und Thomas Tuchel setzte sich mit Chelsea gegen Atlético Madrid durch.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Champions League, dass eine Nation gleich vier Trainer unter den besten acht Mannschaften hat.

Chelseas Selbstvertrauen

Bleiben wir noch kurz bei Thomas Tuchel, denn der hat momentan einen Lauf. In seinen ersten dreizehn Spielen als Chelsea-Trainer hat der Deutsche nie verloren und neun Siege und vier Unentschieden eingefahren. Derart lange ungeschlagen war noch kein neuer Coach bei den «Blues».

Die Highlights der Partie. Video: SRF

Dementsprechend gross ist auch das Vertrauen des 47-Jährigen in seine Mannschaft. Nach dem Sieg gegen Atlético sagt Tuchel: «Das Team zeigt einen unglaublichen Hunger. Wir haben wieder zu null gespielt, das ist fantastisch. Ich glaube, niemand will im Viertelfinal gegen uns spielen.»

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Tuchel gibt nach dem Spiel gegen Atlético Auskunft. Video: streamable

Jubelnde Verletzte

Tatsächlich scheint bei Chelsea aktuell vieles zu passen – auch die Moral bei jenen Akteuren, die gerade nicht spielen können. Das entscheidende 2:0 gegen Atlético bejubeln Thiago Silva, Mason Mount und Jorginho auf der Tribüne frenetisch.

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Silva, Mount und Jorginho freuen sich über das 2:0. Video: streamable

Kanté keine Grenzen

Bei ebendiesem 2:0 für Chelsea zeigten auch die Akteure auf dem Feld grossen Willen. Sinnbildlich dafür steht N'Golo Kanté. Der Franzose ist bereits 93 Minuten auf dem Feld, als er am eigenen Strafraum den Ball erobert und erkennt, dass sich eine Konterchance ergibt. Im Vollsprint ist er neun Sekunden später im gegnerischen Strafraum.

Christian Pulisic entscheidet sich dann zwar für den Pass zu Emerson – dass dieser so viel Platz hat, ist aber auch ein Verdienst von Kanté, der es mit seinem Sprint für den Verteidiger bedeutend schwieriger macht.

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Das 2:0 für Chelsea durch Emerson. Video: streamable

Erfolgloser Suárez

Dass Chelsea gestern zu null spielte, hatte auch damit zu tun, dass Luis Suárez nicht traf. Wieder nicht. Zum 25. Mal in Serie blieb der Uruguayer in der Champions League ohne Tor. Das ist vor ihm noch keinem anderen Mittelstürmer passiert.

Der bekannte Fussball-Analyst «MisterChip» machte sich einen Spass auszurechnen, wie lange Suárez schon auf ein Auswärtstor in der Champions League wartet: 2160 Minuten oder 36 Stunden. Anders formuliert ist das genug Zeit, um die kompletten ersten beiden Staffeln der TV-Serie «Lost» zu schauen.

Penalty oder nicht?

Vielleicht hätte wenigstens ein Penalty geholfen, um Suárez' Torfluch zu brechen? Diesen suchte Yannick Carrasco im Duell gegen Chelseas César Azpilicueta. Das Duell war knapp im Strafraum, die Hand Azpilicuetas war kurz an Carrascos Bauch. Doch der Belgier liess sich auch rasch und einfach fallen.

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Die Szene, in der Carrasco einen Elfmeter fordert. Video: streamable

Schiedsrichter Daniele Orsato hatte aber kein Gehör für die Proteste der Atlético-Akteure und auch der Videoassistent schaltete sich nicht ein. Ein korrekter Entscheid?

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