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0:6 gegen Spanien – eine solche Klatsche hat Deutschland seit 1931 nicht mehr kassiert.
0:6 gegen Spanien – eine solche Klatsche hat Deutschland seit 1931 nicht mehr kassiert.Bild: keystone

«Barbiert in Sevilla» – die Pressestimmen zur historischen DFB-Pleite in Spanien

Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft hat im Gruppenfinale der Nations League eine historische 0:6-Pleite in Spanien kassiert. Natürlich geht die deutsche Presse hart mit der DFB-Elf und Bundestrainer Joachim Löw ins Gericht.
18.11.2020, 07:47

Für Deutschland setzt es zum Abschluss der Nations League ein Debakel ab. Die verjüngte Mannschaft von Trainer Joachim Löw verliert das Spiel um Platz 1 gegen Spanien in der Schweizer Gruppe gleich mit 0:6. Die Reaktionen der Presse auf das historische Debakel.

Die Zusammenfassung des Spiels.Video: YouTube/DAZN Länderspiele

«Bild»: JETZT WACKELT JOGI!

screenshot: bild
«Deutschland wollte den Gruppensieg – und bekam eine bittere Lehrstunde.Unsere Nationalmannschaft geht gegen Spanien mit 0:6 unter, scheidet aus der Nations League aus. Die höchste Pleite seit dem 24. Mai 1931, 0:6 gegen Österreich. [...] Nicht nur die Abwehr ist hilflos. Auch die Mittelfeldstars Kroos und Goretzka bekommen das Spiel nie unter Kontrolle. Auf der linken Seite wird Max von Torres schwindelig gespielt. Die Torpedos Gnabry, Werner und Sané sind in Sevilla komplette Rohrkrepierer.»

Süddeutsche: Blamage für DFB-Team

«So ein 0:6 aus deutscher Sicht, das klingt nicht nur nach Desaster und Demütigung, das war tatsächlich so, und eigentlich war es sogar noch schlimmer. Mitten in der zuletzt aufgekommenen zarten Aufbruchsstimmung ist diese überaus peinliche Niederlage ein Schock für Löw und die DFB-Führung.»

FAZ: Der deutsche Tiefpunkt

«Wie ein Finale hatten die Nationalspieler um Kapitän Neuer die Begegnung in Sevilla angehen wollen – am Ende durften sie froh sein, dass es ‹nur› um den Einzug in die Nations-League-Endrunde ging. Schwerer als deren Verpassen dürfte dieser Tiefschlag an sich wirken, emotional, aber auch, was die sportliche Null-Leistung auf dem Platz anging. Wer sich von den Siegen gegen die tschechische B-Elf und die vom Virus geschwächte Ukraine hatte einlullen lassen, wurde nun mit Donnerhall geweckt. Und wo Oliver Bierhoff am Anfang noch dunkle Wolken wähnte, dürften die Zeichen nun vollends auf Sturm stehen. Schon nach einer ersten Hälfte zum Vergessen wusste man gar nicht, wo man anfangen und aufhören sollte mit den deutschen Schwächen.»
«Schon nach einer ersten Hälfte zum Vergessen wusste man gar nicht, wo man anfangen und aufhören sollte mit den deutschen Schwächen.»

«Stern»: Völlig überforderte DFB-Elf geht in Spanien unter

«Demütigung statt Gruppensieg: An einem denkwürdigen Abend in Sevilla kassiert die DFB-Elf im Nations-League-Rückspiel gegen Spanien ein halbes Dutzend Gegentore. Ernüchternd war, dass von Führungskräften wie Toni Kroos und Ilkay Gündogan im Mittelfeld überhaupt kein Widerstand oder Ideen kamen. Der hochgelobte deutsche Turbo-Angriff mit Timo Werner, Serge Gnabry und Leroy Sané konnte sich bei der ersten Niederlage des Jahres nie in Szene setzen. Erst in der 77. Minute gab es eine Torchance, als Gnabry aus der Distanz abzog.»

«Welt»: Deutschland blamiert sich in Spanien bis auf die Knochen

«Deutschland liefert in Spanien eine peinliche Vorstellung ab. Die Nationalmannschaft wehrt sich nicht gegen die deftige Niederlage und ergibt sich früh ihrem Schicksal. Nationaltrainer Joachim Löw wird viele Fragen beantworten müssen. [...] Der Auftritt der Nationalmannschaft war blamabel, das Team erspielte sich keine echte Torchance und wehrte sich nicht gegen die Niederlage. Spanien war immer einen Schritt schneller und nahm die deutsche Abwehr mit direktem Spiel ein ums andere Mal auseinander. Auch im Mittelfeld liefen die Deutschen nur hinterher und leisteten sich viele folgenschwere Fehler im Spielaufbau. Spanien dominierte das Spiel von An- bis Abpfiff.»

«Kicker»: Spanien führt Deutschland vor

«Im letzten Länderspiel 2020 hat die deutsche Nationalmannschaft ihre erste Niederlage des Jahres kassiert. Diese fiel mit 0:6 gegen in allen Belangen überlegene Spanier allerdings historisch deutlich aus – und war auch in dieser Klarheit hochverdient. Die DFB-Elf brachte gegen spielfreudige Spanier nicht die geringste Gegenwehr auf und wurde phasenweise deklassiert.»

«Sport1»: Dieses Debakel muss Konsequenzen haben

«Wenn beim DFB jetzt immer noch nicht jeder begriffen hat, dass der deutsche Fussball ins Nichts taumelt, ist die Verbandsspitze nicht mehr zu retten. Das 0:6 gegen Spanien ist kein Zufall, wenn in der Nations League 13 Gegentore in sechs Spielen fallen. [...] Seit der WM 2018 ist keine Entwicklung erkennbar, die jungen Spieler zahlen das Vertrauen, das ihnen Bundestrainer Joachim Löw schenkt, nicht zurück. Hier muss man die Trainerfrage stellen. Die Personalpolitik ist das eine, das man Löw vorwerfen muss, das andere: die taktischen Vorgaben.»

«Eurosport:» Ein Häufchen Elend

«Seit 89 Jahren hat die deutsche Nationalmannschaft nicht mehr so deftig auf die Mütze bekommen wie an diesem Dienstagabend in Sevilla gegen Spanien. 0:6 hiess es am Ende eines Abends, der mit ‹ernüchternd› nur unzulänglich beschrieben ist. Im ‹Finale› um den Gruppensieg in der Nations League in Spanien hatte das taumelnde Team von Bundestrainer Joachim Löw von Beginn an nicht den Hauch einer Chance und verliess nach einer denkwürdigen Pleite schwerst gedemütigt den Platz. Die höchste Niederlage seit 1931 (0:6 gegen Österreich) verfolgte Löw geschockt und versteinert an der Seitenlinie.»

«Spiegel»: Barbiert in Sevilla

«6:0 für Spanien. 6:0! Und noch mal, weil man es sonst womöglich nicht glaubt: sechs zu null. Ein historisches Resultat. Die DFB-Elf spielte wie ein Nations-League-Absteiger. [...] Noch während der Partie öffnete ARD-Livekommentator Tom Bartels das Fass. Je länger die Partie dauerte, so häufiger fielen die Namen Boateng, Hummels und Müller. Diese Diskussion wird der Bundestrainer in den nächsten Monaten nicht mehr ausgetreten bekommen. [...] Die Nationalmannschaft hat viele Menschen verloren, gleichgültig gelassen. Ein solcher Abend, ein solches Debakel, eine solche fussballerische Katastrophe, ein solches Fiasko hat immerhin einen Effekt: Man spricht wieder über diese Mannschaft. Und über ihren Trainer. Es sind vier lange Monate bis zum nächsten Länderspiel. Es wird etwas passieren. Es muss etwas passieren.»

Spanien:

«Marca»:

«Die Auswahl von Luis Enrique erdrückt Deutschland in einer Nacht voller Überraschungen. Spanien zertrümmert Deutschland – einen bemitleidenswerten Gegner.»

«As»:

«Die spanische Nationalmannschaft feiert ihren grössten Sieg in der Geschichte und schafft es gegen Deutschland ins Nations-League-Finale. Ferran Torres war mit einem Hattrick der Beste. Vielleicht wäre es gut, die EM auf morgen vorzuziehen. Luis Enrique hätte kein Problem damit.»

«Sport»:

«Spanien überrollt Deutschland. Die Mannschaft von Luis Enrique hat ihr bestes Spiel seit langem für einen besonderen Anlass aufbewahrt, und es gab kaum einen besseren, als gegen Deutschland. Spanien konnte einfach nicht danebenschiessen.»

«Mundo Deportivo»:

«Die Mannschaft von Luis Enrique erzielte mit einer spielerischen Leistung und hoher Effizienz einen historischen Sieg über Deutschland. Damit wurde die Seleccion von allen ihren Leiden geheilt und schloss die Gruppe mit einem furiosen Ferran Torres auf spektakuläre Weise ab und legte den Grundstein, um im Oktober 2021 den Titel zu erringen.»

(pre/jaw)

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