Das Portal «Transfermarkt» weiss alles – wie nun auch Werder Bremen erfuhr
Werder Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz hat nach Verwirrung um die Leihregelungen in der Fussball-Bundesliga einen Fehler eingestanden. «Es gab in diesem Punkt bei uns zuvor ein internes, kommunikatives Missverständnis, über das wir gestolpert sind», sagte er gegenüber dem Fanmedium Deichstube.
Anfang November hatte Werder erklärt, nach den bereits sechs vollzogenen Leihen keine weiteren mehr tätigen zu können. Das korrigierten die Hanseaten später. Denn: Die Deutsche Fussball Liga (DFL) begrenzt lediglich die Anzahl zeitgleicher Ausleihen von anderen inländischen Klubs auf sechs. Transfers aus dem Ausland fallen nicht unter diese Beschränkung.
«Ich übernehme die Verantwortung dafür», betonte Fritz nun und räumte ein: «Der Vorfall ärgert uns sehr, denn das hätte so nicht passieren dürfen.»
Entscheidender Hinweis kam von Online-Portal
Die Korrektur der falschen Regelauslegung kam skurriler weise nicht aus den eigenen Reihen. «Es stimmt, dass wir durch einen externen Hinweis darauf aufmerksam gemacht wurden, dass weitere Ausleihen möglich sind», bestätigte der Werder-Boss. Laut «Deichstube» stammte die entscheidende Information vom Portal «Transfermarkt».
Der Bundesligist nutzte die mittlerweile bessere Kenntnis über die Regelkunde bereits und lieh am vergangenen Sonntag den serbischen Angreifer Jovan Milošević vom VfB Stuttgart bis Saisonende aus. Er ist bereits der siebte Leihspieler nach Karl Hein (Arsenal), Yukinari Sugawara (Southampton), Cameron Puertas (Al-Qadsiah), Maximilian Wöber, Isaac Schmidt (beide Leeds) und Victor Boniface (Leverkusen). (nih/t-online)

