Tennisspieler feiert zu früh – und scheidet kurz danach aus
Die Australian Open sind für Sebastian Ofner vorbei, bevor sie angefangen haben. Der Österreicher ist in der 2. Runde der Qualifikation ausgeschieden. Ofner unterlag dem Amerikaner Nishesh Basavareddy 6:4, 4:6, 6:7.
Das wäre im Normalfall ausserhalb von Ofners Heimat keine Meldung wert. Speziell macht die Niederlage, wie sie sich ereignet hat. Denn eigentlich hatte Ofner schon gewonnen – dachte er zumindest.
Sieben Punkte reichen nicht
Der 29-Jährige riss die Arme in die Höhe, zeigte seine Siegerfaust, tippte sich wie einst Stan Wawrinka an die Schläfe. Im Tiebreak des dritten Satzes hatte er soeben den Punkt zum 7:1 gemacht.

In jedem Spiel auf der ATP-Tour hätte das den Sieg bedeutet. Doch an Grand-Slam-Turnieren wird das Match-Tiebreak auf zehn Punkte (mit mindestens zwei Punkten Unterschied) ausgespielt.
Für Ofner und Basavareddy ging es also weiter. Doch beim Österreicher war der Faden gerissen. Er war mit dem Kopf bereits in der Kabine gewesen, fand nicht mehr ins Spiel zurück. Trotz der deutlichen 7:1-Führung im Tiebreak stand es rasch 9:8 für den Amerikaner.
Ofner wehrte den Matchball gegen sich ab, hatte in der Folge selbst zwei Gelegenheiten, um die Partie zu gewinnen, doch letztlich ging das Tiebreak mit 13:11 an Basavareddy. In der letzten Quali-Runde trifft er auf George Loffhagen aus Grossbritannien.
Ready, Reddy, GO into Round 3 of #AO26 Qualifying after a marathon tie-breaker 👌@wwos • @espn • @tntsports • @wowowtennis • #AO26 pic.twitter.com/3XoKJNXV6M
— #AusOpen (@AustralianOpen) January 14, 2026
Restliche Schweizer ausgeschieden
Ausgeschieden sind auch alle Schweizer, die in der Qualifikation noch dabei waren. Jérôme Kym verlor in der Nacht auf Mittwoch (Schweizer Zeit) in zwei Sätzen gegen den Australier Dane Sweeny. Leandro Riedi unterlag dem Belgier Kimmer Coppejans 6:3, 3:6, 4:6. Bei den Frauen blieb Rebeka Masarova an Maja Chwalinska aus Polen hängen.
Damit werden vier Swiss-Tennis-Vertreter im Hauptturnier dabei sein. Bei den Männern ist Stan Wawrinka, der eine Wildcard erhielt, als einziger Schweizer am Start. Belinda Bencic zählt nach ihren zuletzt starken Leistungen am United Cup zum erweiterten Favoritinnenkreis. Mit ihr stehen Viktorija Golubic und Simona Waltert im Hauptfeld. (ram)
