Ditaji Kambundji und Marco Odermatt sind Sportler des Jahres – das sind alle Gewinner
Nach der kurzfristigen Verschiebung infolge der Brandkatastrophe in Crans-Montana wurden am Sonntagabend die Sports Awards drei Monate später als ursprünglich geplant statt. Geehrt werden die Leistungen im Zeitraum November 2024 bis Oktober 2025. Hier findest du alle Gewinner und Nominierten:
Sportlerin des Jahres Ditaji Kambundji
Die Weltmeisterin über 100 m Hürden Ditaji Kambundji ist Schweizer Sportlerin des Jahres. Die Bernerin setzte sich bei der Wahl im Rahmen der Sports Awards mit 44,2 Prozent der Stimmen klar vor Camille Rast (16,3) und Radrennfahrerin Marlen Reusser (14,1) durch.
Damit tritt sie in die Fussstapfen ihrer älteren Schwester Mujinga, die 2019 und 2022 zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Ditaji Kambundji verdiente sich die Auszeichnung mit einer Pionierleistung: Als erste Schweizer Leichtathletin überhaupt gewann sie Gold bei einer Freiluft-WM.
Die weiteren Nominierten
- Mathilde Gremaud, Ski Freestyle
- Lara Gut-Behrami, Ski alpin
- Alessandra Keller, Mountainbike
- Camille Rast, Ski alpin (Platz 2)
- Marlen Reusser, Rad Strasse (Platz 3)
Sportler des Jahres Marco Odermatt
Marco Odermatt ist zum fünften Mal in Folge Schweizer Sportler des Jahres. Das gab es noch nie. Mit 26,4 Prozent der Stimmen setzte sich Odermatt vor Schwimmer Noè Ponti (19,5 Prozent) und seinem Teamkollegen Franjo von Allmen (11,2 Prozent) durch.
Als nunmehr fünffacher Sieger fehlen dem Nidwaldner an den Sports Awards noch zwei Auszeichnungen auf Rekordhalter Roger Federer.
Die weiteren Nominierten
- Loïc Meillard, Ski alpin
- Armon Orlik, Schwingen
- Noè Ponti, Schwimmen (Platz 2)
- Noe Seifert, Kunstturnen
- Franjo von Allmen, Ski alpin (Platz 3)
Trainer des Jahres Patrick Fischer
Patrick Fischer wurde zum dritten Mal nach 2018 und 2024 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Der Eishockey-Nationaltrainer ist damit alleiniger Rekordhalter dieser Kategorie. Seit die Ehrung 1983 erstmals vergeben wurde, war es noch keinem Trainer gelungen, den Award dreimal entgegenzunehmen. Der 50-jährige Zuger liess damit die bisherigen zweifachen Gewinner Arno Del Curto (2007 und 2011), Köbi Kuhn (2005 und 2006) sowie Marcel Koller (2000 und 2015) hinter sich.
Fischer sicherte sich die Trophäe, nachdem er sein Team im vergangenen Mai wie bei seinen zwei vorangegangenen Wahlsiegen in den WM-Final geführt hatte. Die neuerliche Auszeichnung unterstreicht seine Ausnahmestellung im Schweizer Sport, kurz bevor er mit der Heim-WM im kommenden Mai seine beeindruckende Ära als Nationalcoach abschliessen wird.
Die weiteren Nominierten
- Florian Clivaz, Leichtathletik
- Pia Sundhage, Fussball
Team des Jahres Eishockey-Nati der Männer
Die Eishockey-Nationalmannschaft der Männer wurde als Team des Jahres ausgezeichnet. Die Nati setzte sich bei der Wahl vor dem Fussball-Nationalteam der Frauen und dem Weltmeister-Duo Loïc Meillard/Franjo von Allmen in der alpinen Team-Kombination durch. Für die Eishockey-Auswahl ist es nach 1986, 2013 und 2018 die vierte Auszeichnung dieser Art. Das Team von Trainer Patrick Fischer verdiente sich den Award mit dem vierten WM-Finaleinzug innert zwölf Jahren.
Die weiteren Nominierten
- Franjo von Allmen/Loïc Meillard, Ski alpin
- Nationalteam Frauen, Fussball
MVP des Jahres Géraldine Reuteler
Die erste Preisträgerin des Abends ist Géraldine Reuteler: Die 26-jährige Fussballerin wurde als MVP des Jahres 2025 ausgezeichnet. Bei der Wahl zur wertvollsten Persönlichkeit im Schweizer Teamsport setzte sich die Nidwaldnerin gegen namhafte Konkurrenz durch – unter ihnen der ehemalige Nationaltorhüter Yann Sommer (Gewinner von 2021) sowie die Eishockey-Stars Sven Andrighetto und Leonardo Genoni.
Reuteler war das Gesicht des Schweizer Nationalteams bei der Heim-EM im vergangenen Sommer. Auf dem Weg zum historischen Viertelfinal-Einzug wurde die Frankfurt-Spielerin in allen drei Gruppenspielen von der UEFA zur «Spielerin des Spiels» gekürt – ein Novum in der EM-Geschichte, bei Frauen wie Männern. Die Offensivspielerin des Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist sie die erste Frau, die in der 2019 eingeführten MVP-Kategorie triumphieren konnte.
Die weiteren Nominierten
- Sven Andrighetto, Eishockey
- Leonardo Genoni, Eishockey (Platz 3)
- Lara Heini, Unihockey (Platz 2)
- Tabea Schmid, Handball
- Yann Sommer, Fussball
Para-Athletin des Jahres Catherine Debrunner
Die Auszeichnung zur Paralympischen Sportlerin des Jahres geht wie vor einem Jahr an Catherine Debrunner. Die Rollstuhl-Leichtathletin setzte sich erneut gegen den neunfachen Preisträger Marcel Hug sowie die ebenfalls nominierte Flurina Rigling durch.
Debrunner hat nach ihren historischen Paralympics von Paris 2024 (5x Gold, 1x Silber) im vergangenen Jahr ihre Dominanz in der Leichtathletik eindrücklich bestätigt. Die 30-jährige Thurgauerin krönte eine eindrückliche Saison mit fünf WM-Titeln.
Die weiteren Nominierten
- Marcel Hug, Para-Leichtathletik
- Flurina Rigling, Para-Cycling
Talent des Jahres Debora Annen
Die 23-jährige Debora Annen wird als bestes Talent des Jahres ausgezeichnet und erhält von der Schweizer Sporthilfe einen Förderpreis in Höhe von 12'000 Franken. Die Bobfahrerin wurde U23-Weltmeisterin im Mono- und Zweierbob und etablierte sich zudem im Bob-Weltcup. Annen ist die Tochter vom dreifachen Olympiamedaillengewinner Martin Annen.
Die weiteren Nominierten
- Henry Bernet, Tennis
- April Fohouo, Judo
(nih/sda)
