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Auch Lionel Messi wird bald um einiges weniger wert sein.
Auch Lionel Messi wird bald um einiges weniger wert sein.
Bild: EPA

Darum sinken die Fussball-Marktwerte in der Corona-Krise – Messi büsst 50 Millionen ein

Das Coronavirus wird in diesem Sommer grossen Einfluss auf die Fussball-Welt haben. Auch das Verhalten der Vereine auf dem Transfermarkt wird stark vom Virus beeinflusst sein. So sinken die Werte der Stars – gewisse womöglich um bis zu 25 Prozent.
11.05.2020, 15:40

Aufgrund des Coronavirus steht der Fussball derzeit an vielen Orten komplett still. Auch in den meisten europäischen Topligen herrscht derzeit noch Unklarheit: Während die Bundesliga am kommenden Wochenende fortgesetzt wird, ist etwa in England, Spanien oder Italien noch fraglich, ob die aktuelle Saison beendet werden kann.

Die lange Zeit ohne Fussball und die vielen offenen Fragen haben nicht nur auf die Fans, sondern auch auf die Vereine selbst grossen Einfluss. Vor allem wirtschaftlich gesehen stellt die Coronavirus-Krise eine Bedrohung dar. Dies wird gemäss Berechnungen von footballbenchmark.com, das auf Analysen von Spielerwerten spezialisiert ist, auch auf den Transfermarkt einen grossen Einfluss haben: So ist davon auszugehen, dass die Werte der Spieler massiv sinken werden.

So haben sich die Marktwerte der Spieler seit Februar je nach Alter verändert.
So haben sich die Marktwerte der Spieler seit Februar je nach Alter verändert.

Wohl fast kein Geld für Einkäufe

Der wichtigste Grund dafür ist, dass aufgrund der Coronavirus-Krise bei fast allen Klubs eine entscheidende und konstante Geldquelle wegfällt – alle Einnahmen rund um einen Spieltag wie vor allem Tickets sind plötzlich nicht mehr da. Vor allem kleineren Klubs droht deswegen ein Liquiditätsproblem.

Keine Fans bedeutet für jeden Klub auch weniger Einnahmen.
Keine Fans bedeutet für jeden Klub auch weniger Einnahmen.
Bild: KEYSTONE

Folglich werden die meisten Teams im Sommer kaum mehr die Mittel haben, um gleich hohe Ablösesummen wie noch im letzten Jahr zu bezahlen. Damit sinken auch die Preise und Werte der Superstars.

Hinzu kommt, dass in diesem Sommer das Transferfenster viel weniger lange geöffnet sein wird. Je nach Liga haben die Teams normalerweise über zwei Monate lang Zeit, um Transfers zu tätigen – in diesem Sommer hingegen wird dies kaum der Fall sein.

In diesem Sommer wird sich wohl kein Team die Verpflichtung von Mbappé oder Neymar leisten können.
In diesem Sommer wird sich wohl kein Team die Verpflichtung von Mbappé oder Neymar leisten können.
Bild: EPA

Je nach Verlauf wird die Saison 2019/20 erst im August enden, was Transfers bis dann verunmöglichen könnte. Wann und wie lange die Spieler im Sommer wechseln dürfen, ist völlig unsicher – und diese Unsicherheit führt ebenfalls dazu, dass die Spielerwerte sinken.

Die Stars verlieren an Wert – und folglich auch die teuersten Teams.
Die Stars verlieren an Wert – und folglich auch die teuersten Teams.

Auch Stars plötzlich viel günstiger

Wie stark die Werte sinken werden, hängt auch wiederum von mehreren Faktoren ab. Besonders stark dürfte die Coronakrise den Preis der älteren Spieler nach unten drücken, da eine Verpflichtung grundsätzlich ein höheres Risiko birgt. Zudem werden Spieler mit einer kürzeren Vertragsdauer tendenziell nochmals günstiger im Verhältnis. Ebenfalls einen Einfluss hat der geschätzte Verlust der Krise je nach Verein.

So würde etwa Lionel Messi, der bereits 32 Jahre alt ist, einen Vertrag von nur noch einem guten Jahr besitzt und beim relativ stark betroffenen Barcelona spielt, bei einem vorzeitigen Abbruch der Saison fast einen Viertel seines Werts verlieren.

infogram, quelle: footballbenchmark.com

Werden eigene Junioren stärker gefördert?

Auch wenn die Werte der Topstars alle sinken werden, ist es relativ unwahrscheinlich, dass sie in diesem Sommer den Klub wechseln werden. Stattdessen geht footballbenchmark.com davon aus, dass die Teams tendenziell mehr auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen oder vereinslose Spieler verpflichten werden.

Dies wiederum könnte klassische Ausbildungsvereine in Schwierigkeiten bringen: Teams wie Porto, Benfica oder Ajax, die einen Grossteil ihrer Einnahmen durch Spielertransfers generieren, werden in diesem Sommer viel weniger einnehmen als geplant und sich umorientieren müssen. (dab)

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quelle: ap
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