Sport
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ARCHIVBILD ZUM SDA-TEXT UEBER PRO- UND CONTRAS GEISTERSPIELE, AM MONTAG, 4. MAI 2020 - Berns Torhueter David Von Ballmoos haelt einen Ball im Fussball Testspiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Winterthur am Freitag, 13. Maerz 2020 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Fussball ohne Zuschauer – ein Bild, an das wir uns gewöhnen müssen. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Sport ohne Zuschauer – die grösste Torheit der Geschichte

Die Fussballmeisterschaft in leeren Stadien («Geisterpartien») doch noch zu Ende spielen? Sport unter Ausschluss des Publikums ist die grösste Torheit der Sport-Geschichte. Eine Polemik.



Am 22. November 1832 zerstörten Kleinfabrikanten («Tüchler») und Heimarbeiter aus dem Zürcher Oberland die Mechanische Spinnerei und Weberei Corrodi & Pfister in Oberuster. Was hat nun dieser «Maschinensturm» mit dem Sport zu tun? Ist auch nur der Vergleich nicht vollkommen schräg? Nein.

Es gibt sehr wohl eine Parallele aus diesem Ereignis. Damals wehrten sich Menschen dagegen, dass seelenlose Maschinen ihnen die Arbeit wegnahmen und dass wahre Handwerk wertlos machten. Wie wir heute wissen, war die Auflehnung vergeblich. Aber wenigstens gab es Widerstand.

Wenn Sport ohne Publikum möglich ist, dann ist der nächste Schritt irgendeinmal Sport ohne Sportler. Das mag sich noch absurd anhören. Aber künstlich produzierter, virtueller Sport passt wunderbar ins heraufziehende Zeitalter der Digitalisierung. Die letzte Konsequenz aus Spielen in leeren Stadien: Am Ende sind nach dem Publikum auch die Sportler für das Sportgeschäft so überflüssig wie damals im Zürcher Oberland die Heimarbeiter für die Textilindustrie.

ARCHIVBILD ZU DEN MOEGLICHEN SZENARIEN IM SCHWEIZER EISHOCKEY --- Les joueurs fribourgeois et genevois s'affrontent dans une patinoire vide suite aux mesures prises par le Conseil Federal en raison du coronavirus, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron et le Geneve Servette HC, ce samedi, 29 fevrier 2020, a la BCF Arena de Fribourg. (KEYSTONE/Adrien Perritaz)

Auch in der National League fanden Geisterspiele statt. Bild: KEYSTONE

Geld regiert auch den Sport

Das Milliardengeschäft Sport hängt an der Werbewirtschaft und an den TV-Geldern. Der grosse Sport – zumindest den grossen Sport, den wir bis zu Beginn der Virus-Krise kannten – funktioniert nur, wenn sehr viele Menschen bereit sind, nicht nur Tickets zu kaufen, sondern auch TV-Gebühren zu bezahlen und wenn die Werbewirtschaft Milliarden in diesen Sport investiert.

Der Sport hat seine Unabhängigkeit längst verkauft, sich zu einem Teil der Unterhaltungsindustrie gemacht und beugt sich der Diktatur der TV-Anstalten. Der Sport kann ohne TV- und Werbemilliarden in seiner heutigen Form nicht mehr existieren.

Fussball und Hockey in leeren Arenen nur für die TV-Zuschauer gespielt ist Sport ohne Seele, ohne Emotionen und ohne Erlebniswert. Mag sein, dass es für ein paar Spiele Sinn macht, TV-Einnahmen zu retten. Aber es ist die grösste Torheit der Geschichte.

ARCHIV - ZUR ENTSCHEIDUNG DES BUNDESRATS, WEGEN DES CORONAVIRUS ALLE OEFFENTLICHEN GROSSVERANSTALTUNGEN MIT MEHR ALS TAUSEND TEILNEHMERINNEN UND TEILNEHMERN BIS ZUM 15. MAERZ 2020 ZU VERBIETEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE ARCHIVBILDER ZUR VERFUEGUNG - Blick ins leere Stadion im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Sion im Letzigrund, am Mittwoch, 22. Mai 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Langfristig sind Geisterspiele keine Option. Bild: KEYSTONE

Übernimmt der E-Sport bald?

Wenn der Sport seine Seele – die Emotionen, den Erlebniswert – um ein paar TV-Silberlinge wegen freiwillig preisgibt und ohne Publikum spielt, öffnet er das Feld für eine Konkurrenz, die nach wie vor in geradezu fahrlässiger Art und Weise unterschätzt wird: für den E-Sport und die virtuelle Wirklichkeit.

Wenn es ohne Zuschauerinnen und Zuschauer geht, warum also nicht am Ende auch ohne Sportler? Bisher glaubten wir, auch für den Sport am TV seien Stimmung, Applaus, Emotionen und Atmosphäre unabdingbar. Was, wenn wir nun dank der Torheit der Manager durch «Geisterspiele» auf einmal erkennen, dass es ja auch ohne Publikum geht?

E-Sports ist auch während der Pandemie praktizierbar:

Der nächste Schritt ist dann: Wozu Klubs, Veranstaltern und Stars irrwitzige Millionensummen bezahlen, wenn wir im Netz virtuelle Stars und Helden kreieren und gegeneinander spielen lassen können? Warum Rad-, Töff- oder Formel 1-Rennen organisieren und Höllenmaschinen bauen, die Millionen kosten, wenn auch künstlich geschaffene Stars in einem virtuellen Rennen gegeneinander «fahren» können?

Kultmarken wie Bayern München, Real Madrid, YB, Ambri, der SCB oder Juventus lassen sich auch in einer virtuellen Sportwelt vermarkten. Eine künstlich, in Echtzeit computergenerierte virtuelle Realität kann als TV-Ereignis den wahren Sport ersetzen.

Während der Virus-Krise tun törichte Manager im echten Sport gerade mit «Geisterspielen» und virtueller Realität alles, um diesen Trend zu fördern und darauf aufmerksam zu machen. Wer will, kann am TV virtuelle Töffrennen oder – als Gipfel der Absurdität – eine virtuelle Tour de Suisse im staatstragenden Fernsehen SRF verfolgen.

Stefan Küng gewinnt eine Rad-Etappe, ohne ein richtiges Velo zu besteigen.

Günstiger, sicherer, einfacher

Alles dreht sich ums Geld. Die Organisation von Sport mit Publikum bringt zwar Einnahmen, kostet inzwischen aber wegen Sicherheitsproblemen auch viel Geld. Virtueller Sport und E-Sport – der Wettkampf mit Computerspielen – kommen dagegen ohne bauliche Infrastruktur (Stadien, Rennstrecken) aus, verursachen keine Sicherheitskosten, sind nicht auf Bewilligungen von Behörden angewiesen, nicht vom Wetter abhängig, nicht von Pandemien bedroht, belasten die Umwelt nicht, sind global und dazu in der Lage, ihre eigenen Stars zu kreieren.

Noch sind virtueller Sport und E-Sport keine Konkurrenz für den echten Sport. Aber was ist, wenn sich diese Form der Unterhaltungsindustrie bei der neuen Generation in einer vielleicht gar nicht mehr so fernen Zeit durchsetzt und auf einmal so grosse Beachtung findet, dass sie zu einem Werbeträger und quotenstarken TV-Spektakel wird? Wenn TV-Stationen für die «Möblierung» ihrer Programme lieber günstigeren E-Sport und virtuellen Sport als viel zu teure richtige Spielen und Wettkämpfe einkaufen?

Noch scheint es ausgeschlossen, ja absurd, dass die TV- und Werbemilliarden vom echten auf den virtuellen Sport und den E-Sport umgeleitet werden. Und es mag sein, dass ich mit dieser Polemik zu früh bin wie George Orwell 1948 mit seinem verstörenden Roman «1984», der inzwischen eben doch von der Wirklichkeit überholt worden ist. Der Schritt in eine neue, heute noch unvorstellbare Unterhaltungswelt ohne echte Spiele und Wettkämpfe ist beunruhigend klein geworden.

Der wahre Sport würde dann ohne Werbe- und TV-Milliarden wieder an seine Ursprünge zurückkehren und mit dem wenigen Geld leben, das an der Abendkasse eingenommen wird. Aber er würde mit viel Herzblut von geerdeten Sportlern und nicht mehr von einer abgehobenen Kaste von Jungmillionären zelebriert und wäre ein Geheimtipp für die wahren Sportliebhaber. Wie Klein- und Kellertheater in der Kultur-Industrie. Ende der Polemik.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bravo 11.05.2020 08:43
    Highlight Highlight Naja, ich finde es geht auch ohne Zuschauer oder mit Zuschauer am TV. Klar ists ganz anders, aber es geht auch. Viele Mannschaften im Sport haben keine Zuschauer. Und wenn ein Sportler oder einer Sportlerin ohne Zuschauer Motivationsprobleme hat, dann sollte er oder sie sich wohl Gedanken zur Arbeitseinstellung machen.
  • Locutus70 10.05.2020 20:42
    Highlight Highlight Nur mal so: Die virtuellen Zuschauer bei Fußball- oder Eishockeyspielen der ersten Ligen übersteigen die real anwesenden Zuschauer jetzt schon um ein vielfaches ^^

    Und von wegen ein paar TV-Silberlinge. Es hängen tausende Jobs an dem Ganzen.

    Aber klar: Hier mal ein paar Tausend Jobs weniger, dort mal ein paar Tausend Jobs weniger - was interessiert es die linkslastige JournalistInnenseele ^^

    • Uranos 10.05.2020 22:39
      Highlight Highlight wahrscheinlich mehr als eine rechtslasstige JournalistInnenseele
  • neutrino 10.05.2020 20:14
    Highlight Highlight Hat sich der Autor schon mal mit E-Sport befasst? Ich bin sowohl E-Sport und Sport interessiert - das ist einfach etwas komplett anderes.
  • Lars mit Mars 10.05.2020 19:07
    Highlight Highlight Da irrt der Drittliga-Ersatzgoalie des FC Langnau. Sport wird nicht für die Zuschauer betrieben. Zuschauer definieren aber Grösse und Stellenwert der Sportart.

    Der Amateursport stirbt nicht, aber im Profisport findet bald eine Regulierung statt.
  • superzonk 10.05.2020 17:38
    Highlight Highlight Ich finde es aktuell beobachtenswert was mit der geplanten Wiederaufnahme der Bundesliga passiert. Jemand muss ja voran gehen und dies wird wertvolle Erkenntnisse für alle anderen bringen. Schaffen sie es, den Betrieb wie geplant durchzuziehen? Wie reagieren die Fans? Wie reagiert der Markt? Sind die Konzepte praktikabel? Wer muss wann in Quarantäne? - So oder so hat dies nun Signalwirkung und bringt wertvolle Erfahrungswerte. Auch den Chronisten. Mich interessiert die Buli nicht. Aber das was geschehen wird hingegen sehr.
  • bokl 10.05.2020 16:53
    Highlight Highlight Seit wann schreibt K.Z. eigentlich zu beginn, dass der Inhalt polemisch ist? Hat er ja früher auch nicht gemacht ...
  • fools garden 10.05.2020 16:42
    Highlight Highlight Hier in südwest Frankreich wird Rugby gespielt, praktisch überall. Viele mögen von einer Kariere bei Stade Toulouse träumen, Realität wird das für die Allerwenigsten.
    Da spielt dann die Dorfjugend ihre Rivalitäten vor ein paar verlorenen Zuschauern.
    Yeap, da gehn wir hin, fiebern zwei Halbzeiten lang mit und bei der dritten Halbzeit gehn wir mit unsern Kinder oder Lieblingsspieler noch was essen.
    Der Spitzensport wie wir ihn heute kennen, ist so unglaublich abgehoben, da dürfen sie dann von mir aus auch Virtuell spielen. Ich bleib bei meinem Dorfclubrugby. Früher wars Eishockey, aber hier.
  • c-bra 10.05.2020 16:37
    Highlight Highlight Zum Thema eSport 😉

    Ich werde wohl nie ein Fan davon, aber es ist ein Gedanken wert.
    Benutzer Bild
    • Barracuda 10.05.2020 17:07
      Highlight Highlight Nö, das regt mich jetzt nicht zum Nachdenken an. Leute, die ganze Games als Let' Play reinziehen habe ich auch nie verstanden. Warum nicht selber zocken? Der Vergleich hinkt. Ich kann ja nicht selber mal so in der Bundesliga mitkicken. Wer diesen Vergleich bringt, hat den Profisport nicht verstanden.
    • c-bra 10.05.2020 17:23
      Highlight Highlight @Barracuda

      Bin ja weiss Gott kein eSport Experte und kenne deine Skills nicht, aber hast du das Gefühl du könntest mal eben bei der eSports Elite mithalten?

      Da ist ebenfalls jahrelanges Training nötig um an die Spitze zu kommen. In dieser Hinsicht gibt es schon Parallelen gegenüber deinem erwähnten „Profisport“
    • MasterPain 10.05.2020 19:05
      Highlight Highlight Barracuda: Es gibt Leute die können sich nicht jedes Game leisten das sie möchten.

      Und doch, es ist genau das selbe wie Sport im Fernsehen gucken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 10.05.2020 16:28
    Highlight Highlight Ich bin da mit der Aussage des Artikels nicht konform.

    Das Eine war der Niedergang vom Wert der Handwerkskunst.

    Das Andere, ist reine Unterhaltungsindustrie.

    Sport gab es weit vor Olympia. Selbst vor den früheren griechischen olympischen Spielen.

    Ich bin selbst Trainer einer Sportart.
    Weder ich, noch Andere vom Klub verdienen etwas daran.

    Wir tun es aus Spass und aus dem Ursprungsgedanken des Sports.
    Ja wir sind erfolgreich in Turnieren.
    Aber viel Zuschauer haben wir nicht.
    Brauchen wir nicht.

    Sport ist NICHT an Zuschauer gebunden!
    Nur Profisport...
  • Ouvrier 10.05.2020 16:25
    Highlight Highlight Die BULI beginnt bald und schon ist mit Dynamo Dresden vor dem ersten Spiel der 2ten Liga ein komplettes Team 14 Tage in totaler Karantäne ( kein Training, gut 4 Spiele bereits verschoben ), das ist doch bereits eine Wettbewerbsverzerrung mit dem übereifrigen Saisonstart auf Kosten einer Zwängerei der Sponsoren und dem Druck der TV-Gelder. Ich male mir nicht aus was da in Europa noch alles kommen könnte an Kapriolen, brecht doch einfach den EU-Fussball (UEFA) für einmal ab und freut euch alle auf einen tollen Neubeginn, also mir ist der Fussball so & mit Geisterspielen total vergangen.
  • Whitchface 10.05.2020 16:22
    Highlight Highlight Mir scheint nach diesem Artikel etwas klar zu sein: Herr Zaugg hat keine Ahnung von E-Sport. Ich war schon früh dabei (2004) und hab die Entwicklung der letzten Jahre hautnah miterlebt. Global hat E-Sports bereits heute Zuschauerzahlen die andere Sportarten alten aussehen lassen. Das Finale von LoL hatte über 50 Mio. Zuschauer. Aber noch etwas scheint klar zu sein: E-Sports passt nicht in das Weltbild von Herr Zaugg und vielen anderen Schweizern. Schade. Kein Wunder hinkt CH im E-Sport klar hinterher.
    • Ouvrier 10.05.2020 16:38
      Highlight Highlight E-Sport ist nur ein Name für ein Spiel das mit Sport zu tun hat, aber wirklicher Sport hat mit Bewegung, körpelicher Anstrengun und Leistung zu tun, deshalb empinde ich z.B. auch Schach nicht als Sport, höchstens, ironisch, "Denksport".....
    • Barracuda 10.05.2020 17:11
      Highlight Highlight Ausserdem ist E-Sports nicht so zugänglich für eine breite. Masse. Das versteht man nur wirklich, wenn man auch selber zockt. Bin ja auch Gamer, aber bei diesen hektischen Strategiespielen, habe ich Null Anreiz, weil ich keinen Bezug dazu habe.
    • LooTerror 11.05.2020 09:31
      Highlight Highlight Also echt Ihr müsst ja E-Sport nicht mögen und nicht gucken aber eure Argument sind echt lächerlich....

      @Barracuda Nicht zugänglich? Jeder der Internet hat kann es gratis konsumieren im Gegensatz zu Fussball wo man heutzutage bei verschiedenen anbitter abo`s lösen muss um die verschiedenen Liegen zu schauen...
      Und das mit den Strategie spielen lass ich auch nicht gelten.. Im Normalen Sport gibt es ja verschiedene arten. ein beispiel mit deinen Worten: Bin ja auch Velofahrer, aber bei diesen hektischen Ballspielen, habe ich Null Anreiz, weil ich keinen Bezug dazu habe
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 10.05.2020 15:52
    Highlight Highlight Tja, wie so oft in der Geschichte wird auch diesmal kaum der Mensch entscheiden sondern das Weltgeschehen.

    Verschwindet der Virus nicht und kann auch kein Impstoff gefunden werden, wird der Spitzensport - einer der krassesten Manifestationen der Globalisierung - nicht mehr in der Welt rumjetten, Massenversammlungen erzeugen und Virenhotspots generieren können.

    Das wäre das Ende einer Ära.

    Wenn die Leute aber weiterhin an Massenereignissen dieser Art festhalten wollen, bleibt ihnen ja wirklich nur der Schritt zum eSport.
    • lilie 10.05.2020 16:21
      Highlight Highlight Ich habe nicht erwartet, dass ich hier für meine Ansicht gefeiert werde. 😅

      Was aber gibts dagegen zu sagen? Unbequem, aber wahr. 🤷‍♀️
    • keplan 10.05.2020 16:34
      Highlight Highlight Ich weiss nicht wie gut ihr euch mit eSports auskennt, aber normalerweise werden grosse eSportveranstaltungen in Hallen vor tausenden Zuschauern gespielt. Daher gibt es keine grosse Unterschiede vin "normalen" Sport zu eSport.

      Sportveranstaltungen sind Wettkämpfe und diese sind direkt vor Ort immer am spannensten (lustigerweise, da man im TV häufig die bessere Übersicht hat) sowohl für den Wettkämpfer/in wie auch das Publikum. Daher sind eSports usw. einfach eine "neue" Konkurenz zu den konventinellen Sportarten, wird diese weder kurz noch langfristig verdrängen können
    • Fizjak 10.05.2020 16:38
      Highlight Highlight Naja, dass der virus einfsch verschwindet ist in der tat unwahrscheinlich aber warum sollte es kein heilmittel/impfstoff geben? Gibt dem ganzen ein bischen zeit. Heutzutage sind sich die menschen gewohnt nächste woche eine lösung für jegliche probleme zu haben. Aber es gibt halt einfach dinge die zeit brauchen, was aber keinesfalls heisst, dass wir vor einer unlösbaren aufgabe stehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocHoliday 10.05.2020 15:45
    Highlight Highlight Rosige Aussichten. Wenn die Fans dann auch in virtuellen Zügen zu den Spielen fahren und virtuell randalieren wär doch alles in Butter :D
    • baBIELon 10.05.2020 19:32
      Highlight Highlight Das wär echt ein geiles Spiel!
      Hooligan Simulator 2020
    • Bobby Sixkiller 10.05.2020 21:04
      Highlight Highlight 😂Genial!
  • LAZIO1900 10.05.2020 15:25
    Highlight Highlight E-sport : Sorry, nein danke, dann lieber Töggelichaste.
    • mukeleven 10.05.2020 16:52
      Highlight Highlight ... dart und ping-pong im garten und wenns draussen hudlet gehn wir in den frohsinn zum kegeln. 😉
      durchaus nicht sarkastisch gemeint.

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