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Switzerland's midfielder Steven Zuber, right, celebrates after scoring a goal with Switzerland's forward Haris Seferovic, and Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri, during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Schweiz will gegen Serbien einen Sieg. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz braucht gegen Serbien mehr Offensive, darf aber die Balance nicht verlieren

Im richtungsweisenden WM-Duell mit Serbien könnten Nuancen im Offensivbereich massgebend sein. Die Brillanz der Schweizer in der Defensive ist bekannt. Ob in der kreativen Zone ein weiterer Schub möglich ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

sven schoch, kaliningrad



Im Prinzip sind die Schweizer dank dem 1:1 gegen Brasilien nicht gezwungen, in Kaliningrad vollends von ihrer bewährten Strategie abzurücken. Nach lediglich neun Gegentoren in den letzten 18 Partien sind die Perspektiven gut, die Serie ohne Fehltritt fortzuführen – auch gegen einen Kontrahenten, der zuweilen einen eher wilden Stil pflegt.

Switzerland's Steven Zuber, left, scores his side's first goal during the group E match between Brazil and Switzerland at the 2018 soccer World Cup in the Rostov Arena in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Andrew Medichini)

Dank dem Tor von Steven Zuber ist bei der Schweizer Nati alles in Butter. Bild: AP/AP

Die hohe Kunst dürfte sein, die Präsenz im Angriffskorridor leicht zu verstärken, ohne die bis anhin beeindruckende Ordnung in der eigenen Abwehr einzubüssen. Fabian Schär will «weiterhin kompakt und stabil auftreten», Manuel Akanji, seinem unaufgeregten Partner im Zentrum, schwebt vor, «dass sich wieder jeder gegenseitig hilft».

In personeller Hinsicht wird Petkovic deshalb kaum Änderungen anordnen. Aber taktisch ist mit einer etwas anderen Vorgabe zu rechnen. Die Schweizer haben sich nach ihrem Selbstverständnis entwickelt. Gegen Teams der Kategorie Serbien werden sie deutlich mehr Ballbesitz anstreben und ihre Bemühungen in der gegnerischen Platzhälfte intensivieren.

«Nächster Schritt nötig»

Nicht selten deponierten die Beteiligten in Spielaufarbeitungen den Wunsch, in Strafraumnähe künftig «konkreter» zu werden. Oder in anderen Worten: höhere Passgenauigkeit, weniger Kompromisse, mehr Konzentration im Abschluss. Die mangelnde Abgebrühtheit tief in der Zone des Gegners sei zu thematisieren, regte Haris Seferovic selber an.

Switzerland's Haris Seferovic, left, and Brazil's Casemiro fight for the ball during the group E match between Brazil and Switzerland at the 2018 soccer World Cup in the Rostov Arena in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Andrew Medichini)

Haris Seferovic spricht die Schweizer Abschlussprobleme gleich selbst an. Bild: AP/AP

«Im letzten Drittel ist ein nächster Schritt nötig», kommentierte der zweifache Meister-Coach Murat Yakin. Nicht nur ihm ist aufgefallen, dass die Schweizer auf den letzten 20 Metern an Volumen verlieren. Alexandre Comisetti, EM-Teilnehmer und langjähriger TV-Experte, würde allerdings nur Nuancen korrigieren. «Sonst geht die exzellente Balance verloren.»

Auf einem der anspruchsvollsten Teilstücke sind manchmal Millimeter ausschlaggebend und teilweise instinktive Spielzüge entscheidend. Nicht jeder Aspekt ist berechenbar. Weshalb die Schweizer im dichten Gegenverkehr international erprobter Professionals weniger effizient sind, ist schwierig zu eruieren – womöglich fehlen regelmässig überzeugende Erfahrungswerte aus dem Kluballtag.

Spielerisch bewegt sich die SFV-Auswahl durchaus auf gehobenem Niveau und ist keineswegs mit den destruktiven Isländern zu vergleichen, die sich ohne Mut zum geringsten Risiko vor ihrem Torhüter verschanzen. Der Blick in die Statistik der vergangenen WM-Qualifikations-Kampagne bestätigt das Bild ihrer an sich erfrischenden Entwicklung: Auf dem Weg an die Endrunde in Russland hatten nur EM-Titelträger Portugal, Mitfavorit Belgien und Weltmeister Deutschland mehr Abschlussversuche als die Schweizer (206) vorzuweisen.

Bezüglich die Effizienz hingegen hebt sich die Prominenz von Seferovic und Co. ab. Nur aus knapp elf Prozent der Schweizer Angriffe resultierte ein Erfolgserlebnis. Die teilweise fehlende Dynamik im kreativen Sektor ist auch auf Klubebene spürbar. Seferovic, Steven Zuber, Blerim Dzemaili und Xherdan Shaqiri kommen innerhalb der letzten zwölf Monate zusammen nur auf 17 Meisterschaftstore.

Serbiens Einfallsreichtum

Eine um 52 Prozent höhere Trefferquote erzielte das serbische Offensiv-Quartett. Sergej Milinkovic-Savic (Lazio), Aleksandar Mitrovic (Fulham), Adem Ljajic (Torino) sowie Dusan Tadic (Southampton) setzten in der Serie A und in den englischen Ligen deutlich mehr Akzente. Zumindest einer der Offensiv-Spezialisten wird eher früher als später für eine dreistellige Millionen-Summe den Arbeitgeber wechseln.

Serbia's Sergej Milinkovic-Savic, right, kicks the ball as Costa Rica's Giancarlo Gonzalez tries to stop him during the group E match between Costa Rica and Serbia at the 2018 soccer World Cup in the Samara Arena in Samara, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Vadim Ghirda)

Sergej Milinkovic-Savic (rechts) – sein Marktwert geht jetzt schon gegen 100 Millionen Euro. Bild: AP/AP

Von solchen Transfersummen ist einer wie Seferovic inzwischen meilenweit entfernt. Im Team der Schweizer sind die teuersten Spieler primär für die Rückwärtsbewegung zuständig. Im «Fudbalski savez Srbije» hingegen basiert vieles auf dem Einfallsreichtum und der Mentalität der Balkan-Elf; der Gewinn der Trophäe bei der vorletzten U20-WM bestärkt die Entscheidungsträger, im richtigen (Rasen-)Bereich zu forcieren. (abu/sda)

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Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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