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Mit dem Sieg in Italien machten die Schweizerinnen einen grossen Schritt in Richtung WM-Qualifikation.
Mit dem Sieg in Italien machten die Schweizerinnen einen grossen Schritt in Richtung WM-Qualifikation.Bild: keystone

Schweizerinnen gewinnen überraschend in Italien und gönnen sich jetzt «Pizza und Bier»

Das Schweizer Fussball-Nationalteam der Frauen erringt in der WM-Qualifikation seinen bislang wichtigsten Sieg. Gegen die Italienerinnen, die vorher ebenfalls keine Punkte abgegeben haben, gewinnen sie auswärts 2:1.
26.11.2021, 19:4626.11.2021, 21:32

Was die Männer-Nati kann, kann auch die Frauen-Nati: den italienischen Fussball das Fürchten lehren. Das Team von Nationalcoach Nils Nielsen hatte bei Hudelwetter in Palermo nicht mehr Spielanteile, aber zu gefährlichen Angriffen und besten Chancen brachten es fast ausschliesslich die Schweizerinnen.

«Jetzt gibt es natürlich eine Pizza und vielleicht auch ein Bier.»
Torschützin Sow

Nach einer 2:0-Führung in der Pause hätten die Schweizerinnen den Match in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte entscheiden müssen. Zuerst verschaffte sich Stürmerin Svenja Fölmli nach einem von etlichen Patzern von Italiens Goalie Laura Giuliani freie Schussbahn, aber sie verfehlte das leere Tor und traf den Pfosten. Wenig später tauchte Ramona Bachmann allein vor dem Tor auf. Diesmal holte sich Giuliani die Lorbeeren für eine tolle Abwehr. Kaum war die Schweizer Angriffswelle verebbt, verkürzten die Italienerinnen in der 60. Minute aus dem Nichts mit einem abgelenkten Schuss zum 1:2.

Von hier an glückte es den ausgezeichnet spielenden Schweizerinnen, die Balance von Sicherheit und Angriffsgelüsten zu finden und zu halten. Gefährlich wurde es Sekunden vor Schluss in der Nachspielzeit, als Italiens Torschützin Barbara Bonansea die Latte traf.

Von der ersten Halbzeit gibt es aus Schweizer Sicht fast nur Gutes zu berichten. Coumba Sow bereits nach neun und Ana-Maria Crnogorcevic nach 20 Minuten verwerteten mit Kopfbällen aus kurzer Distanz Flanken von Crnogorcevic respektive Ramona Bachmann.

«Ich bin voller Emotionen. Es tut einfach gut. Am Ende hatten wir etwas Chaos, doch es war einfach wichtig, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und den Sack zugemacht haben.»
Coumba Sow

Der Sieg ist für die Schweizer Nati ungeheuer wichtig, zumal sich nur der Gruppensieger direkt für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland qualifiziert. Die Schweiz befindet sich nach fünf Siegen aus fünf Spielen auf einem sehr guten Weg, sich nach 2015 zum zweiten Mal für eine WM zu qualifizieren. Am Sonntag reisen die Schweizerinnen nach Vilnius, wo sie am Dienstag gegen Litauen spielen. Das Hinspiel in Thun gewannen die Schweizerinnen zum Auftakt der WM-Qualifikation 4:1.

Coumba Sow feiert ihren Treffer.
Coumba Sow feiert ihren Treffer.Bild: keystone

Italien - Schweiz 1:2 (0:2)
Palermo. - SR Frappart (FRA).
Tore: 9. Sow (Crnogorcevic) 0:1. 20. Crnogorcevic (Bachmann) 0:2. 60. Bonansea 1:2.
Schweiz: Thalmann; Bühler, Stierli, Aigbogun; Maritz, Xhemaili (65. Mauron), Wälti, Sow, Bachmann (84. Kiwic); Crnogorcevic, Fölmli (79. Lehmann).
Bemerkungen: 50. Pfostenschuss Fölmli. 95. Lattenschuss Bonansea (Italien).
Verwarnungen: 50. Giuliano (Italien/Foul), 84. Bachmann (Spielverzögerung).

Die weiteren Stimmen:

(nih/sda)

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