Sohn von FCB-Legende kostet Basel Sieg gegen Sion – Leader Thun siegt bei GC souverän
Basel – Sion 1:1
Der FC Basel verpasst die budgetierten drei Punkte zum Start in die Rückrunde. Gegen den Lieblingsgast Sion reicht es nur zu einem 1:1.
Einen besseren Start ins Spiel hätte der FC Basel nicht erwischen können. Nach gut drei Minuten zirkelte Xherdan Shaqiri einen Freistoss in den Walliser Strafraum und Innenverteidiger Flavius Daniliuc lenkte den Ball zum 1:0 ins Tor.
So richtig konnte der FC Basel in der Folge das Spieldiktat nicht an sich reissen. Es zeigte sich einmal mehr, dass der Heimvorteil des Schweizer Meisters auch schon eindrücklicher war als in dieser Saison. Zudem ist der FC Sion gefestigter als in manchen anderen Jahren, in denen er im St. Jakob-Park jeweils chancenlos war.
Das sagt FCB-Trainer Magnin:
Zu einem Sieg, dem ersten in der Meisterschaft auswärts gegen den FC Basel seit 1997, reichte es den Wallisern nicht. Aber dank Liam Chipperfield, dem gebürtigen Basler und Sohn von FCB-Ikone Scott Chipperfield, gab es doch einen Punkt für das Team von Didier Tholot. Der Schweizer U21-Nationalspieler schloss in der 58. Minute eine von zahlreichen guten Offensivaktionen der Gäste gewinnbringend ab.
Für den FCB, der nur zwei Punkte vor Sion liegt und zehn Zähler hinter dem Leader Thun, geht es als Nächstes am Donnerstag in der Europa League nach Salzburg und dann am Sonntag zum FC Zürich.
Das sagt Dominik Schmid:
Basel - Sion 1:1 (1:0)
23'886 Zuschauer. SR Wolfensberger.
Tore: 4. Daniliuc (Shaqiri) 1:0. 58. Chipperfield (Nivokazi) 1:1.
Basel: Hitz; Rüegg (61. Ajeti), Adjetey, Daniliuc, Schmid; Bacanin (69. Agbonifo), Leroy; Soticek (69. Koindredi), Shaqiri, Traoré; Kaio Eduardo (61. Vouilloz).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Baltazar Costa, Rrudhani (87. Berdayes); Chipperfield (68. Lukembila), Chouaref, Kololli (68. Boteli); Nivokazi (79. Sow).
Verwarnungen: 50. Kaio Eduardo, 90. Lukembila, 91. Hefti, 92. Koindredi.
GC – Thun 1:3
Wintermeister Thun setzt im neuen Jahr dort an, wo er im letzten aufgehört hat. Mit einem offensiven Feuerwerk schlägt er einen Zürcher Klub, diesmal die Grasshoppers auswärts mit 3:1.
Nach Winterthur (4:1) und dem FCZ (4:2) kurz vor der Weihnachtspause kam auch der dritte Super-League-Klub aus dem Kanton Zürich gegen den Leader und Aufsteiger unter die Räder. Mit drei Gegentoren waren die Grasshoppers nämlich gut bedient. Die Thuner hätten schon zur Pause mit vier Toren Unterschied führen können, mussten aber wegen fehlender Effizienz nach der frühen 2:0-Führung GC kurz nach der Pause bis auf einen Treffer heranlassen. Dass es ein Eigentor von Thuns Keeper Niklas Steffen war, das die Hoffnung von GC für kurze Zeit schürte, passte zum Spiel.
Thun hätte sich nämlich nur selber ein Bein stellen können. Schon nach neun Minuten führte das Team von Mauro Lustrinelli dank Toren von Elmin Rastoder und Kastriot Imeri mit 2:0 und auf den Zürcher Anschlusstreffer antwortete Fabio Fehr in der 69. Minute mit dem 3:1. Schöner als das Tor selber war dabei die Vorarbeit von Rastoder, der mit einem herrlichen Trick Dirk Abels ausspielte. Kurz darauf traf der Thuner zum vermeintlichen 4:1, das wegen einer Offsideposition nicht zählte. Am Ende hatten die Gäste drei Abseitstore und einen Lattenschuss zu beklagen, aber trotzdem keinen Grund zum Lamentieren. Sie stehen nach zehn Auswärtsspielen seit dem Aufstieg mit fantastischen acht Siegen da.
Anders die Grasshoppers, die zum ersten Mal seit fast vier Jahren daheim vier Niederlagen in Folge kassiert haben und am Sonntagabend neben der Thuner Lektion auch noch einen Platzverweis hinnehmen mussten. Der von Luzern gekommene Ismajl Beka sah bei seinem Debüt mit dem Rekordmeister in der 90. Minute für ein grobes Foul die Rote Karte.
Grasshoppers - Thun 1:3 (0:2)
4093 Zuschauer. SR Cibelli.
Tore: 5. Rastoder (Steffen) 0:1. 9. Imeri (Rastoder) 0:2. 50. Steffen (Eigentor) 1:2. 69. Fehr (Rastoder) 1:3.
Grasshoppers: Hammel; Abels, Diaby, Beka; Stroscio (60. Diarrassouba), Zvonarek, Mantini (60. Meyer), Ullmann (79. Krasniqi); Clemente, Plange (33. Tsimba), Jensen.
Thun: Steffen; Fehr, Bamert, Bürki, Heule (85. Montolio); Bertone, Käit (84. Rupp); Matoshi (76. Meichtry), Imeri (58. Roth), Rastoder; Labeau (85. Gutbub).
Bemerkungen: 90. Rote Karte gegen Beka (grobes Foul).
Verwarnungen: 8. Ullmann, 55. Tsimba, 66. Matoshi, 80. Käit. (nih/sda)
