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YBs Saidy Janko, links, gegen Luzerns Pascal Schuerpf, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern, im Wankdorf Stadium in Bern, am Sonntag, 26. Juli 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Luzern wehrt sich in Bern lange, aber am Ende vergeblich: Schürpf bremst Janko. Bild: keystone

YB nahe am Meistertitel – Xamax so gut wie abgestiegen – Spektakel in Basel

Die Berner Young Boys stehen vor dem Gewinn des dritten Meistertitels in Folge. YB benötigt dafür aus zwei Spielen noch einen Punkt. Gegen den FC Luzern konnte es sich einmal mehr auf seinen Topskorer verlassen: Jean-Pierre Nsame.



YB – Luzern 1:0

Jean-Pierre Nsame schreibt weiter Geschichte. In seinem 30. Saisoneinsatz erzielte der YB-Stürmer sein 30. Tor. Damit hat er den Super-League-Rekord von Seydou Doumbia eingestellt. Nsames Treffer war der einzige an einem Nachmittag in Bern, an dem sich die Young Boys den 13. Heimsieg in Folge mehr als verdient hatten.

YB war von A bis Z die tonangebende Mannschaft. Der von vielen Verletzungen gebeutelte FC Luzern fokussierte sich primär auf das Verteidigen. «Wir wollten in der ersten Halbzeit kein Gegentor erhalten, das gelang uns», hielt Luzerns Pascal Schürpf im SRF fest. «Aber dann wurden wir immer müder und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis wir das 0:1 kriegen.»

Wieder trifft er: Nsame zum 30. Mal in dieser Saison. Video: SRF

«Wir sind sehr erleichtert», freute sich der Berner Captain Fabian Lustenberger. Er befand, YB habe ein gutes Spiel gezeigt. «Wir hatten zwar viele gute Chancen, aber wir haben nur 1:0 gewonnen, das ist vielleicht das einzige Manko. Aber wir haben den Vorsprung ausbauen können. Nun gehen wir mit einem guten Gefühl nach Sion.» Fünf Punkte beträgt der Vorsprung von YB auf den FC St.Gallen zwei Runden vor Schluss, zudem haben die Berner das klar bessere Torverhältnis.

Young Boys - Luzern 1:0 (0:0)
1000 Zuschauer. - SR San.
Tor: 72. Nsame (Aebischer) 1:0.
Young Boys: Wölfli; Janko, Camara, Lustenberger, Lefort (82. Lotomba); Fassnacht (70. Spielmann), Sierro, Aebischer, Gaudino (62. Sulejmani, 81. Martins); Elia (70. Moumi Ngamaleu), Nsame.
Luzern: Müller; Sidler, Knezevic, Bürki, Mistrafovic (80. Lang); Voca; Kakabadse, Grether, Schulz, Schürpf (70. Marleku); Margiotta.
Bemerkungen: Young Boys ohne Von Ballmoos, Garcia, Hoarau, Lauper, Mambimbi, Sörensen und Petignat (alle verletzt). Sulejmani verletzt ausgeschieden. Luzern ohne Schwegler, Males, Ndenge, Emini, Burch, Lucas, Ndiaye, Matos, Binous, Eleke und Owusu (alle verletzt). 20. Schuss von Nsame an die Unterkante der Latte. Verwarnungen: 44. Bürki (Reklamieren), 50. Sierro (Foul), 74. Sulejmani (Foul), 87. Grether (Foul).

Servette – Xamax 4:1

Sechs Punkte Rückstand und das um elf Tore schlechtere Torverhältnis: Für Schlusslicht Neuchâtel Xamax ist der Abstieg nach dem 1:4 bei Servette realistischerweise nicht mehr zu verhindern. Die Neuenburger fanden keine Mittel gegen die spielerisch deutlich überlegenen Genfer. Servette bestimmte das Tempo ohne grösseren Aufwand.

Koro Koné sorgte in der 21. Minute für das 1:0 und nach der Pause machte Miroslav Stevanovic mit zwei Toren zum 3:1 innerhalb von acht Minuten alles klar.

Les joueurs Genevois laissent eclater leur joie, lors de la rencontre de football de Super League entre le Geneve Servette FC et le Neuchatel Xamax FCS, ce dimanche 26 juillet 2020 au stade de Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Servette-Jubel, während Xamax im Elend ist. Bild: keystone

Dass Xamax zwischenzeitlich zum Ausgleich kam, verdankte es einem Fehler des Genfer Steve Rouiller, der bei einem Dribbling an der eigenen Strafraumgrenze den Ball verlor. Raphaël Nuzzolo profitierte davon.

Mit einem Punktgewinn von Sion am Dienstag beim FC Zürich stünde der Abstieg von Xamax definitiv fest. «Die Leistung heute war in der ersten Halbzeit gut, dann haben wir den zweiten Gegentreffer kassiert und das 3:1 hat uns getötet», fasste Xamax-Trainer Stéphane Henchoz zusammen. Servette ist derweil auf dem besten Weg in den Europacup. Nur der vier Verlustpunkte zurückliegende FC Zürich kann dem Team von Alain Geiger den 4. Platz noch streitig machen.

Servette - Neuchâtel Xamax 4:1 (1:1)
1000 Zuschauer. - SR Dudic.
Tore: 21. Koné (Alves) 1:0. 35. Nuzzolo (Ramizi) 1:1. 46. Stevanovic (Koné) 2:1. 53. Stevanovic (Imeri) 3:1. 82. Cespedes (Kyei) 4:1.
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Iapichino (68. Gonçalves); Stevanovic, Imeri (78. Maccoppi), Ondoua, Cognat; Koné (78. Kyei), Schalk (20. Alves/68. Cespedes).Neuchâtel
Xamax: Walthert; Djuric (57. Seferi), Oss (46. Neitzke), Xhemajli; Kouassi; Mveng (63. Seydoux), Corbaz (46. Sakho), Araz, Kamber (80. Abanda); Ramizi, Nuzzolo.
Bemerkungen: Servette ohne Routis, Imeri, Tasar, Iapichino, Kyei und Sasso (alle verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Gomes und Djourou (beide verletzt). Verwarnungen: 2. Ramizi (Foul). 13. Kamber (Foul). 15. Oss (Foul). 62. Xhemajli (Foul). 80. Abanda (Foul). 85. Cespedes (Foul). 86. Araz (Foul).

Basel – Lugano 4:4

Der FC Basel hatte bislang noch theoretische Chancen auf den Meistertitel. Der Sieg von YB machte diese zunichte. Zudem ist auch der 2. Platz nur noch schwer zu erreichen, weil der FCB daheim gegen Lugano nur 4:4 spielte.

Einen frühen Rückstand korrigierten die Basler durch Kemal Ademi und Fabian Frei noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten. Doch Lugano hielt dagegen und führte bis in die Nachspielzeit, aber in der 94. Minute gelang Arthur Cabral das 4:4.

Luganos Akos Kecskes, zweiter von links, jubelt nach seinem 2:3 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 26. Juli 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Wende vor der Pause: Luganos Akos Kecskes bejubelt sein Tor zur 3:2-Führung. Bild: keystone

«Wir wollten an den St.Gallen-Match anknüpfen», sagte Doppeltorschütze Ademi, zuletzt feierte Basel einen 5:0-Sieg in der Ostschweiz. Doch der Plan ging nicht auf. Ademi im SRF weiter: «Wir wussten, dass Lugano anders spielt und dass wir geduldig bleiben müssen. Aber wir machten viele Geschenke, es geschahen zu viele Fehler.»

Basel - Lugano 4:4 (2:3)
1000 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 6. Lovric (Guidotti) 0:1. 7. Ademi (Stocker) 1:1. 10. Frei (Ademi) 2:1. 41. Jefferson (Lovric) 2:2. 45. Kecskes (Lovric) 2:3. 67. Ademi (Campo) 3:3. 79. Lungoyi (Janga) 3:4. 93. Arthur (Campo) 4:4.
Basel: Nikolic; Isufi (46. Marchand), Cömert (46. Petretta), Alderete, van der Werff; Xhaka, Frei; Stocker (82. Tushi), Campo, Pululu (46. Van Wolfswinkel); Ademi (74. Cabral).
Lugano: Baumann; Kecskes, Covilo Daprelà; Sabbatini; Lavanchy, Lovric, Guidotti (77. Macek), Jefferson (77. Yao); Lungoyi (90. Selasi), Holender (62. Janga).
Bemerkungen: Basel ohne Widmer (gesperrt), Omlin, Riveros, Zuffi und Ramires (alle verletzt). Lugano ohne Custodio (gesperrt), Maric, Bottani, Obexer und Pavlovic (alle verletzt). Verwarnungen: 18. Guidotti (Foul), 38. Cömert (Foul), 53. Alderete (Foul), 56. Lungoyi (Foul), 70. Frei (Foul), 76. Campo (Foul), 80. Sabbatini (Foul), 89. Baumann (Spielverzögerung), 91. Xhaka (Foul). (ram/sda)

Die Tabelle

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