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Donnarummas Tor wird mit Dollar-Scheinen beworfen. bild: twitter

Milans abtrünnigem Goalie «Dollarumma» fliegen die Scheine nur so zu

Milan-Fans sind ausser sich, dass das Riesentalent Gianluigi Donnarumma ihren Herzensklub verlässt. An der U21-EM bekommt der italienische Goalie deshalb einen neuen Spitznamen verliehen.



5 Millionen Euro im Jahr bot die AC Milan angeblich, damit das Supertalent bei den Rossoneri bleibt. Dennoch lehnte Gianluigi Donnarumma dieses Angebot ab – dabei ist der Keeper gerade mal 18 Jahre alt. Doch sein Berater, der mit allen Wassern gewaschene Mino Raiola, liess ausrichten, dass es keine Vertragsverlängerung gebe. Donnarumma werde den im kommenden Sommer auslaufenden Kontrakt mit den Mailändern nicht verlängern. Stattdessen steht nun ein vorzeitiger Wechsel im Fokus, damit Milan wenigstens noch eine Ablösesumme kassieren kann. Real Madrid gilt als erste Adresse.

Donnarumma, im Grossraum Neapel aufgewachsen, ist zweifelsohne ein riesiges Talent. Die letzten beiden Saisons war der Teenager bereits Milans Stammgoalie. Trotzdem: Dass ein 18-Jähriger so dreist ist und einen Jahreslohn von 5 Millionen Euro bei einem der grössten Klubs der Welt ablehnt, stösst Fussballfans sauer auf. Nicht nur den Milan-Tifosi.

Erwartung vs. Realität

An der U21-EM in Polen bekam Donnarumma am Sonntagabend den Ärger zu spüren. Beim italienischen 2:0-Sieg gegen Dänemark hing hinter ihm an prominenter Stelle ein Transparent, auf welchem ihm der Spitzname «Dollarumma» verliehen wurde. Passend dazu wurden dem angeblich so raffgierigen Dollar-Blüten hingeworfen.

Dollar-Blüten segeln in den Torraum

Das Banner hinter dem Tor.

Raiola: «Geld spielte keine Rolle»

Berater Mino Raiola, der durch seine Tätigkeit für Zlatan Ibrahimovic berühmt wurde, äusserte sich am Sonntag zur Vertragssituation Donnarummas. Zu italienischen Reportern sagte er, Milan sei Schuld daran, dass es zum Bruch gekommen sei. Denn der junge Goalie sei bereit gewesen, einen neuen Vertrag zu unterschreiben, daran habe es gar keine Zweifel gegeben.

«Das Geld spielte am Ende gar keine Rolle mehr. Wir wurden eingeschüchtert, sowohl Donnarumma wie seine Familie», sagte Raiola. Milan habe gedroht, den Goalie nicht mehr einzusetzen, falls dieser nicht frühzeitig verlängere. «Man kann einen Spieler nicht behalten, indem man ihn einschüchtert.»

Mobbing-Vorwürfe

Aber was, wenn die AC Milan nun auf das Einhalten des laufenden Vertrags pocht und Donnarumma im Sommer nicht verkauft? «Es besteht durchaus das Risiko, dass er ein Jahr verpassen könnte», gab Raiola zu. «Sein grosses Talent lässt diese Möglichkeit aber unwahrscheinlich erscheinen. Das würde ja an Mobbing grenzen.»

Raiola liest das Geld auf …

Er übernehme die Verantwortung dafür, dass Gianluigi Donnarumma Milan verlassen werde, betonte Raiola. «Sie haben uns zu dieser Entscheidung gezwungen. Milan hat ihn verloren. Er sagte mir: ‹Ehrlich Mino, es ist nicht richtig, wenn wir mit diesen Leuten weiterhin verhandeln, so wie sie mich und meine Familie behandeln.›»

Oder bleibt er doch …?

Mit anderen Klubs habe er bislang nicht gesprochen, sagte Raiola noch. Neben Real Madrid gilt auch Juventus Turin, das früher oder später einen Nachfolger des 39-jährigen Weltmeister-Goalies Gigi Buffon benötigt, als interessiert.

Milan-Geschäftsführer Marco Fassone will die Türe trotz der happigen Vorwürfe seitens von Donnarummas Manager noch offen lassen. «Es gab keine Einschüchterungen», sagte er dem Corriere della Sera. Sollten Donnarumma und Raiola ihre Meinung nochmals ändern, werde man sich bestimmt wieder finden. «Sicher würde er nicht nur vom Klub mit offenen Armen begrüsst werden, bestimmt auch von den Fans. Launen können sich schnell ändern.»

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