Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Oct. 29, 2019 file photo, Bayern's head coach Niko Kovac looks down during the German soccer cup, DFB Pokal, second Round match between VfL Bochum and Bayern Munich in Bochum, Germany. Bayern Munich has fired coach Niko Kovac one day after the German champion slumped to its heaviest Bundesliga defeat in more than 10 years. Bayern lost 5-1 at Kovac's former team Eintracht Frankfurt on Saturday. (AP Photo/Martin Meissner)

Bild: AP

Bayern werfen Kovac raus – und kassieren den Spott der Fans



Paukenschlag am Sonntagabend: Der FC Bayern München hat seinen Trainer Niko Kovac entlassen. Trotz eines Doubles bleiben vielen Bayern-Fans vor allem unruhige Zeiten in Erinnerung, wenn sie an die 455 Tage ihrer Mannschaft unter Niko Kovac zurückdenken.

Auf einen Bayern-Fan kommt in Deutschland (mindestens) ein Bayern-Spotter. Und so ist es wenig überraschend, dass die Entscheidung der Verantwortlichen an der Säbener Strasse auch mehr Witze produziert hat, als die Frankfurter am Samstag Tore gegen den Rekordmeister.

Beginnen wir mit dem offensichtlichen Heynckes-Witz:

Für alle Leser, die sich verklickt haben: Der Trainer Jupp Heynckes hat die Bayern in den letzten zehn Jahren schon dreimal aus einer Krise gerettet. Bayern-Boss Hoeness hätte Heynckes gerne behalten. Ging aber nicht. Also setzte er Kovac auf die Trainerbank.

Ja, es gab viele Heynckes-Witze – aber nur Comedy-Autor Micky Beisenherz konnte seinen schön vertonen:

Aber grundsätzlich sei mal gesagt:

Das wäre auch eine Lösung:

Natürlich müssen wir auch über den Neuerschen Reklamierarm reden:

Bayern goalkeeper Manuel Neuer reacts during the Champions League round of 16 second leg soccer match between Bayern Munich and Liverpool at the Allianz Arena, in Munich, Germany, Wednesday, March 13, 2019. (AP Photo/Kerstin Joensson)

Bild: AP/AP

Beim FC Bayern München sprach man von einer einvernehmlichen Trennung:

Eine Trennung, die für Kovac auch ihr Gutes hat:

Er hat frei und er IST frei:

Auch Hoeness, Rummenigge und und Co. müssen einstecken:

Nun müssen die Bayern in die Zukunft schauen. Oder wie Uli Hoeness sagen würde:

Wie es nun weitergeht

Apropos, Uli Hoeness. Der Bayern-Präsident will einen prächtigen Abschied, wenn er auf der Mitgliederversammlung des FC Bayern am 15. November nicht mehr als Präsident kandidieren will. Nun dürften die Trainer-Turbulenzen das lange geplante «Servus» des Kovac-Befürworters aber überschatten.

Zuletzt war es nicht nur die fehlende Konstanz, die dem Trainer vermehrt Kritik einbrachte. Mit dem überflüssigen «Not-am-Mann»-Kommentar zum häufig als Reservisten eingesetzten Thomas Müller machte sich Kovac keine Freunde. Nach schwachen Spielen nahm er stärker die Profis in die Kritik und sich selbst davon aus.

Auch dass Kovac seine Stärken als Trainer in den Punkten Kompaktheit und Defensivverhalten hat, war zuletzt überhaupt nicht mehr zu sehen. 16 Gegentore sprechen eine klare Sprache: Das sind mehr als bei Aufsteiger Union Berlin und so viele wie zu diesem Saisonzeitpunkt zuletzt unter Jürgen Klinsmann im Jahr 2008.

(pb/abu/dpa)

Die grössten Sensationen im DFB-Pokal

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Staedy 04.11.2019 08:52
    Highlight Highlight Es gibt halt hier nur zwei Gruppen. Die Bayernneider/-hasser die nun endlich einmal ihre Abneigung gegen den Klub wieder ausleben können. Es sei ihnen vergönnt. Und dann jene die Fans sind oder dem Klub nahe stehen und welche in der grossen Mehrzahl diesen Entscheid verstehen und auch wissen, dass es an der Zeit war sich von NK zu trennen. Weil er fussballtaktisch dem Klub nichts geben konnte.
    Eigentlich könnte es sich die Presse bei Bayern auch einfach machen. Ich mag Bayern oder ich mag sie nicht und fertig. Um den Inhalt geht es ja nicht.
    • SaveAs_DELETE 04.11.2019 11:26
      Highlight Highlight es bitzeli scho... :-)
      Play Icon
  • Füürtüfäli 04.11.2019 08:27
    Highlight Highlight Double-Gewinner - und hoher Punkteschnitt in der BL letztes Jahr. Jetzt 4 Punkte hinten nach Post-Robbery-Umbau mit einer Reihe von Verletzten im Defensivverband. In der CL gut dabei. Ist als Gesamtperformance sicher nicht toll, aber noch kein Weltuntergang. Und dann hauen die den Anfang November raus. Da ist schon sehr viel Ungeduld und Nervosität dabei.
    • Elpampa 04.11.2019 08:36
      Highlight Highlight Hast du dir die Spiele in letzter Zeit angetan? Das war spielerisch eine Zumutung! Gegen Union musste man froh sein, dass der Schiri nach 94. Min abgepfiffen hat, weil man sonst definitiv noch das 2-2 gefangen hätte.
    • Silent_Revolution 04.11.2019 09:02
      Highlight Highlight Hast du dir die Statistiken des Union-Spiels angesehen?

      Nur RB zum Saisonstart und Leverkusen haben Union ähnlich dominiert, wobei sich Berlin bei letzteren noch ne Rote eingefangen hat.

      4 Torschüsse Unions, Anschlusstreffer in der 86. Knapp ist anders. Dass die danach nochmal alles nach vorne werfen und noch ne Chance kreieren ist logisch. 1:2 oder 1:3 kümmert Union nicht.

      Spielerisch eine Zumuntung, weil man gegen einen starken Aufsteiger nur knapp gewinnt, selbst im Umbruch steht und verfehlte Transferpolitik betreibt, haha.

      Kovac war der Fähigste, der bei Bayern etwas zu sagen hatte.
    • Seebär 04.11.2019 18:32
      Highlight Highlight So läuft es heutzutage leider im Fussball. Ein Trainer hat eigentlich nur eine Überlebenszeit von 2-3 Monate, wenn du da kein Sieg einfährst biste weg.
      Siehe die Entlassung von Ranieri bei Leicester damals.

Interview

Ex-Profi Frontino nach Rücktritt mit 29: «Der Lohn ist Horror, es ist lächerlich»

Den ganz grossen Sprung hat er nie geschafft: Gianluca Frontino, einst als Riesentalent gehandelt, verbrachte den Grossteil seiner Karriere in der Challenge League. Ein Gespräch über die Schönheit des Spiels, hinterhältige Manager und Horror-Löhne in der Challenge League.

Schaffhausen. Hier ist Gianluca Frontino zur Welt gekommen, hier hatte er beim FC Schaffhausen seine beste Zeit. Hier erzählt mir Frontino von seiner Karriere. Von einer paradoxen Welt in der Challenge League, wo man fussballerisch ein Niemand ist und dennoch von Fremden als «Hurensohn» bezeichnet wird. Eine Liga, in welcher die Vereine verlangen, sich als Musterprofi zu verhalten, und dennoch Löhne an der Grenze zum Existenzminimum bezahlen.

Im März hast du in einem Interview nach deinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel