«Ist ja hervorragend gelungen»: Ex-GC-Trainer Scheiblehner witzelt nach seiner Entlassung
Erst im letzten Sommer wurde Trainer Gerald Scheiblehner von GC verpflichtet. Bereits Mitte März musste der Österreicher seine Sachen beim Rekordmeister nach knapp neun Monaten wieder packen. Schon seit Saisonbeginn stecken die Zürcher im Abstiegskampf fest und so sah sich Sportchef Alain Sutter nach der deutlichen 1:5-Niederlage bei Leader Thun zu diesem Schritt gezwungen. «Nach einer sorgfältigen Analyse sind wir zum Schluss gekommen, dass wir für die verbleibende Phase der Saison einen neuen Impuls setzen möchten», erklärte Sutter.
Als neuer Cheftrainer wird seither auf Gernot Messner gesetzt, welcher zuvor für die U21 zuständig war. Das Kuriose daran: Messner wechselte im vergangenen November wegen Scheiblehner in die Limmatstadt. Bei Sky Austria gestand der entlassene Ex-GC-Trainer nun ein: «Es ist natürlich nicht angenehm, wenn du einen holst und der löst dich dann ab.» Trotzdem ist die Entlassung für den Österreicher nicht überraschend gekommen: «Am Ende haben die Ergebnisse gefehlt. Dann ist es immer so, dass der Trainer gehen muss», erklärte Scheiblehner.
Scheiblehner hofft trotzdem, dass GC den Ligaerhalt schafft. Er nutzte aber auch die Chance, gegen seinen alten Arbeitgeber zu schiessen. Da die Hoppers im ersten Spiel nach seiner Entlassung eine 0:5-Klatsche bei Servette kassierten, sagte Scheiblehner mit einem Schmunzeln im Gesicht: «Alain Sutter wollte einen Impuls setzen mit einem anderen Österreicher – das ist ja hervorragend gelungen, wie man im ersten Spiel gesehen hat.»
Über seine Zeit in der Super League sagt Scheiblehner: «Ich habe es sehr genossen in der Schweiz, es war eine tolle Erfahrung für mich.» Während es für GC in den nächsten Wochen um den Ligaerhalt geht und im Schweizer Cup noch die Chance auf einen Titel besteht, gönnt sich der österreichische Trainer erst einmal eine kleine Pause, wie er gegenüber Sky bestätigte. (riz)
