Lugano vor dem Aus: Captain streitet mit gegnerischem Fan und ein ungewollt langer Heimweg
Kaum haben die Playoffs in der National League begonnen, könnten diese für Lugano bereits wieder vorbei sein. Die Tessiner stehen im Viertelfinal gegen die ZSC Lions nach der dritten Niederlage in Serie mit dem Rücken an der Wand.
Auch im zweiten Auswärtsspiel der Serie blieb das Team von Cheftrainer Tomas Mitell ohne Treffer. Nun sind vier Siege in Serie gegen den amtierenden Meister Pflicht, ansonsten droht bereits das Saisonende.
Die Nerven liegen bei den Luganesi langsam, aber sicher blank, wie man auch nach dem zweiten Drittel sehen konnte, als Captain Calvin Thürkauf lautstark mit einem Fan der Lions diskutierte. Was genau der Grund dafür war, ist unklar, aber natürlich wird von einem Führungsspieler wie Thürkauf anderes erwartet.
Als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, war wohl auch der Heimweg alles andere als angenehm für die Bianconeri. Wie der «Blick» berichtet, ist der Gotthard-Tunnel aktuell wegen Wartungsarbeiten in der Nacht jeweils geschlossen. Deshalb musste Lugano den Umweg über den San Bernardino nehmen. Dieser Weg dauert ungefähr eine Stunde länger. Auch für Thürkauf war darum klar: «Das wird eine lange Heimreise.»
Brisant: Einen Tag zuvor konnte der Car von Kantonsrivalen Ambri-Piotta trotz Sperre durch den Gotthard fahren. Der Grund dafür ist, dass es jeweils auf die geplanten Wartungsarbeiten in der Nacht darauf ankommt, ob eine Anfrage der Teams genehmigt wird oder nicht.
Während Lugano gegen die Lions nun vier Siege in Serie braucht, um zum ersten Mal seit 2018 den Playoff-Halbfinal zu erreichen, gibt es bei den Zürchern vor allem eine grosse Sorge. Sven Andrighetto kehrte nach einem Zusammenprall mit seinem Mitspieler Rudolfs Balcers nicht mehr auf das Eis zurück. Ob und wie lange Andrighetto ausfallen wird, ist noch nicht klar.
Die nächste und womöglich letzte Partie in der Serie zwischen dem ZSC und Lugano findet am Freitagabend ab 20 Uhr im Tessin statt. (riz)
