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Lara Gut-Behrami präsentiert stolz ihre erste WM-Goldmedaille.
Lara Gut-Behrami präsentiert stolz ihre erste WM-Goldmedaille.Bild: keystone
Interview

Weltmeisterin Gut-Behrami: «Jetzt kommt halt die Frage nach Olympia-Gold»

Lara Gut-Behrami veredelt ihre Karriere in Cortina d'Ampezzo mit WM-Gold. Im Moment des Triumphs denkt sie nicht ans Feiern, sondern ans Trainieren. Noch im Zielraum sieht die Tessinerin die nächste nervige Frage schon kommen: Folgt auf den WM-Titel Olympia-Gold?
11.02.2021, 16:0811.02.2021, 16:15

Lara Gut-Behrami, der erste WM-Titel ist im Trockenen. Wie fühlt es sich an?
Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich müde (nach den vielen Interviews - die Red.).

Wie ist es gelungen, in den letzten Tagen und vor dem Rennen die nötige Lockerheit zu behalten?
Das war das erste Mal, dass ich nie an die Goldmedaille gedacht habe. Ich vergass nicht, dass dieses Rennen nicht das Wichtigste ist, dass eine Goldmedaille mein Leben nicht verändert und ich am Abend auch ohne diese Medaille immer noch der gleiche Mensch gewesen wäre.​

Die Goldfahrt von Gut-Behrami im WM-Super-G.Video: YouTube/FIS Alpine

Fällt trotzdem ein Stein vom Herzen, dass jetzt nicht mehr immer die Frage gestellt wird, wann es mit diesem Sieg klappt?
Ich glaube, jetzt kommt halt die Frage nach Olympia-Gold. (lacht)

Corinne Suter, die im Kampf um den Sieg das Nachsehen hatte, zollt Ihnen grössten Respekt. Sie sagt, der Druck sei enorm gewesen, und Sie hätten Ihr am Morgen gesagt, sehr nervös zu sein.
Im Wissen, was möglich ist, wenn du das abrufst, was du kannst, setzt du dich automatisch unter Druck, klar.

Sie sprachen von vielen Puzzle-Teilen, die zusammenpassen müssen, um wieder dahin zu kommen, wo Sie jetzt sind. Was waren die wesentlichsten Teile?
Alles zusammen war entscheidend: Familie, Arbeit, Lockerheit, Technik, Physis. Alles ist wichtig.

Eines der Teilchen ist Alejo Hervas. Der Spanier stiess auf die letzte Saison als Athletiktrainer zu Ihrem Team. Seit dem letzten Winter ging es auch sportlich aufwärts. Wie gross ist sein Anteil am Erfolg?
Alejo ist ein ganz wichtiger Teil. Aber in letzter Zeit wurde mir ein bisschen zu viel nur über ihn geredet. Es ist nicht nur er, der Unglaubliches leistet. Das tut auch der Servicemann, der mich schon von Anfang an unterstützt. Alejo ist ein Plus zum Ganzen, wie meine Mama, wie mein ganzes Umfeld.

Mikaela Shiffrin komplettierte das Podest mit Gut-Behrami und Corinne Suter.
Mikaela Shiffrin komplettierte das Podest mit Gut-Behrami und Corinne Suter.Bild: keystone

Wie schwierig war es, mit den Verschiebungen der letzten Tage umzugehen?
Der Dienstag war ein langer Tag. Zu warten und nicht zu fahren ist viel anstrengender. Es ist auch schöner, an einer WM so wie heute bei Sonne und guten Verhältnissen zu fahren als so wie am Dienstag mit den Verschiebungen, dem Nebel und dem Schnee, der schon fast zu Wasser geworden ist. So macht es allen viel mehr Spass.

Wie feiern Sie den WM-Titel?
Auf der Piste morgen im Training. (pre/sda)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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egemek
11.02.2021 16:44registriert Mai 2016
Ich fand das Interview im SRF nach dem Rennen sehr beeindruckend. Lara Gut-Behrami ist extrem gereift und ist definitiv nicht mehr das Ski-Schätzchen der Nation von früher. Sie hat wohl nicht zuletzt durch ihre Heirat auch erkannt, dass es noch anderes als Gold gibt und so wäre auch Silber kein Weltuntergang gewesen. In Sotchi war das ja noch anders, da war sie mit Bronze sehr enttäuscht.

Der WM-Titel ist einer der verdientesten in den letzten Jahren, bei 30 WC-Siegen darf man auch mal Weltmeisterin werden. Ich bin froh, muss ich mir nun keine Blick-Versagens-Geschichten über sie anhören.
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K1aerer
11.02.2021 16:23registriert Mai 2019
Herzliche Gratulation für die Gold-Medaille. Ui, dies muss sich ja wie ein Stich im Herzen der Kritiker fühlen.
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aber hallo!
11.02.2021 16:32registriert Januar 2021
Leck mich am Arsch, die Lara hat es aber allen gezeigt. Herzliche Gratulation!!!
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Nati-Trainer Fischer warnt vor Kasachstan: «Sie sind angeschossen»
Nach dem überzeugenden WM-Auftakt mit Siegen gegen Italien (5:2) und Dänemark (6:0) treffen die Schweizer am Dienstagabend auf Kasachstan – auf dem Papier eine klare Sache.

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