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FILE - In this April 7, 2012, file photo, Anaheim Ducks' Sheldon Brookbank, left, checks Calgary Flames' Akim Aliu, a Nigerian-born Canadian, during third period NHL hockey action in Calgary, Alberta. Calgary Flames general manager Brad Treliving said the team is looking into an accusation that head coach Bill Peters directed racial slurs toward a Nigerian-born hockey player a decade ago in the minor leagues, then arranged for the player’s demotion when he complained. Akim Aliu tweeted Monday, Nov. 25, 2019, that Peters “dropped the N bomb several times towards me in the dressing room in my rookie year because he didn’t like my choice of music.” (AP Photo/The Canadian Press, Jeff McIntosh, File)
Akim Aliu,Sheldon Brookbank

Akim Aliu (rechts) wurde im Eishockey schon mehrfach Opfer von Rassismus. Bild: AP

Kommentar

Der Fall Akim Aliu – und warum das Eishockey ein grosses Diskriminierungs-Problem hat

Rassismus und Diskriminierung sind im Eishockey noch immer viel zu weit verbreitet. Das zeigt ein aktueller Fall – aber auch mehrere andere Vorfälle.



Akim Aliu ist Eishockey-Profi, spielte zuerst in Nordamerika, dann auch in Europa. Doch Akim Aliu wird nicht nur als solcher wahrgenommen und hat das in seiner Karriere immer wieder zu spüren gekriegt. Denn Akim Aliu ist schwarz.

In einem emotionalen Artikel in «The Players Tribune» schilderte der Kanadier gestern, wie er 2005 als Junior bei den Windsor Spitfires vom damaligen Star des Teams, Steve Downie, gezielt beleidigt und misshandelt wurde. Weil er «ein schwarzer Junge mit einem Akzent» war.

Als Aliu mit 16 Jahren zum Team stiess, und sich weigerte, sich für ein Aufnahmeritual nackt auszuziehen und in die Toilette des Manschaftsbusses einsperren zu lassen, stach Downie ihm später mit dem Hockey-Stock ins Maul. Und das alles, während Teamkollegen und Trainer einfach zuschauen.

«Hockey is for everyone» – Hockey ist für alle – lautet der Slogan einer NHL-Kampagne. Akim Aliu hat am eigenen Leib erfahren, dass das leider nicht stimmt.

Denn das Eishockey hat immer noch ein schweres Rassismus- und Diskriminierungsproblem.

Natürlich sind die Mehrheit der Eishockey-Fans, -Trainer und -Spieler keine Rassisten. Aber das Problem ist dennoch tief in der Szene verwurzelt. Das zeigt sich in mehreren Punkten.

Erstens: Alius Tortur in Windsor ist kein Einzelfall. Der Verteidiger wurde später im Jahr 2010 bei den Rockford Ice Hogs in der AHL von Trainer Bill Peters vor versammelter Mannschaft rassistisch beleidigt – weil der Coach Alius Musik nicht mochte.

FILE - In this Oct. 25, 2019, file photo, Calgary Flames coach Bill Peters watches practice in Regina, Saskatchewan, ahead of the NHL Heritage Classic outdoor hockey game against the Winnipeg Jets. Calgary Flames general manager Brad Treliving said the team is looking into an accusation that head coach Bill Peters directed racial slurs toward a Nigerian-born hockey player a decade ago in the minor leagues, then arranged for the player’s demotion when he complained. Akim Aliu tweeted Monday, Nov. 25, 2019, that Peters “dropped the N bomb several times towards me in the dressing room in my rookie year because he didn’t like my choice of music.” (Liam Richards/The Canadian Press via AP, File)

Bill Peters war Headcoach der Calgary Flames, als der Vorfall mit Akim Aliu von 2010 im letzten November herauskam. Er wurde danach sofort freigestellt. Bild: AP

Im vergangenen Herbst wurde dieser und diverse andere Fälle von Missbrauch und Diskriminierung seitens NHL- und AHL-Trainern bekannt. Die Coaches haben oft zu viel Macht und können sich fast alles erlauben. Selbst wenn sie per sofort freigestellt werden – was Bill Peters bei Calgary passiert ist – finden sie später doch wieder einen Job in der gleichen Industrie. Peters ist jetzt Trainer in der KHL. Dass er eine derart problematische Vorgeschichte hat, spielt offenbar keine Rolle.

Zweitens: Die Stars des Sports schweigen. Wenn ein Spieler sich verletzt hat, hagelt es von überall her Genesungswünsche. Wenn ein Spieler heiratet oder Vater wird, gratulieren alle. Aber wenn ein Spieler von Missbrauch oder Diskriminierung erzählt, bleiben die meisten still.

Der ebenfalls schwarze San-Jose-Stürmer Evander Kane reagiert. Seine weissen Kollegen bleiben stumm.

Im Fall von Aliu meldete sich keiner der weissen Stars des Sports und verurteilt die Vorkommnisse. Salim Nadim Valji, ein kanadischer Reporter der «New York Times», fragte bei diversen Spielern nach. Niemand wollte sich zum Fall äussern. Dabei wäre es für die Sidney Crosbys,Connor McDavids, Roman Josis oder auch Wayne Gretzkys dieser Welt ein Einfaches zu sagen: «Das ist abscheulich und wir müssen schauen, dass solche Dinge nie wieder vorkommen.»

Stattdessen hiess es von einigen ungenannten NHL-Spielern bei Alius Bus-WC-Geschichte: Das sei doch nur ein Spässchen gewesen.

In der Eishockey-Kultur werden diskriminierende Vorfälle einfach stillschweigend hingenommen.

Drittens: Die falschen Kreise schweigen eben nicht. Nachdem Alius Geschichte gestern veröffentlicht wurde, meldete sich Chicago-Blackhawks-Goalie Robin Lehner auf Twitter zu Wort. Sein erster Tweet seit zehn Tagen: «In den schlechtesten Zeiten meines Lebens gab ich immer allen anderen die Schuld. Erst als ich Verantwortung für meine eigenen Fehler übernommen habe, wendete sich mein Leben zum Besseren.»

Das kann man einfach als Motivations-Tweet sehen. Oder aber als Hieb in Richtung Akim Aliu – was aufgrund des Timings des Tweets und Lehners Nähe zu rechtskonservativen Kreisen nicht überraschen würde.

Noch schlimmer sind aber direkte Reaktionen auf Alius Geschichte. Fans, die Diskriminierung mit den Leistungen des Spielers rechtfertigen wollen. Fans, die sagen, dass er seine Opferrolle für ein paar Minuten Ruhm ausschlachten wolle. Das sind gefährliche Verharmlosungen von Rassismus.

Viertens: Es betrifft nicht nur Nordamerika. Auch im europäischen Eishockey ist Diskriminierung eine Realität. Aus den Fankurven werden gegnerischen Spielern homophobe und sexistische Begriffe entgegen geschleudert. In Davos ein Mann Stadionsponsor, der eine Journalistin öffentlich als «lügenhaft» und «hyperaktive Lesbe» bezeichnet hatte.

In Nordamerika beginnt das Problem schon bei den Kinder- und Juniorenligen. Man liest Geschichten, wonach Eltern und Trainer eines gegnerischen Teams schwarze Spieler beleidigen und so dieses Denken bei ihren Kindern einimpfen.

Deshalb muss von Grund auf ein Umdenken stattfinden. Rassismus und Diskriminierung müssen als solches erkannt und verurteilt werden. Sonst werden sich Menschen wie Akim Aliu in diesem eigentlich grossartigen Sport nie wohl fühlen.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Italian Stallion 21.05.2020 15:55
    Highlight Highlight Wenn ihr Eure Kinder frei von Vorurteilen erzieht und vielleicht dasselbe von Euren eigenen Eltern erfahren durftet, dann kommt ihr gar nie auf die Idee, Leute nach Geschlecht, Hautfarbe und Schuhgrösse zu be-/ver-urteilen. Merkt es Euch: Es fängt immer zuhause an. Aaaaber es gilt auch zu verstehen, dass vorallem in Nordamerika viele Farbige bei jeder Gelegenheit die Rassistenkarte ausspielen, was oft auch schlecht ankommt und wiederum eine Gegenreaktion verursacht. Auch nicht gut.
  • Clark Kent 21.05.2020 12:16
    Highlight Highlight viele bünzlis hier verurteilen aufnahmerituale. und danach gehen sie an den polterabend des besten freunds und machen ihm den abend zur hölle. unter alkoholeinfluss ists dann plötzlich o.k. haha
    • ujay 21.05.2020 19:56
      Highlight Highlight @Kent. Nö, in meinem Bekanntenkreis macht das niemand! In was für einem Milieu lebst denn du? Abgesehen erinnern mich solche Aufnahmerituale eher an dumme Bubenstreiche....geh mal in dich, vielleicht findest du dort was😁😁😁
  • wilhelmsson 21.05.2020 09:45
    Highlight Highlight Ich hoffe nur, dass diesmal keine Gegendarstellung von Klaus folgt...
  • wilhelmsson 21.05.2020 09:43
    Highlight Highlight Mein letztes Eishockey-Team habe ich unter anderem wegen der andauernden rassistischen, diskriminierenden und homophoben Sprüche verlassen. Will nicht heissen, dass dies in anderen Sportarten oder dem Militär nicht weniger vorkommt. Was das ganze jedoch schlimmer und nicht besser macht. Es ist letztlich ein gesellschaftliches Probelm, welches aus bereits genannten Gründen an diesen Orten besonders zum Vorschein kommt.
  • Glenn Quagmire 21.05.2020 09:39
    Highlight Highlight wie wäre ein weisser Spieler behandelt worden, wenn er das Aufnahme Ritual nicht mitgemacht hätte?

    Ist wohl ähnlich dämlich wie die Hamburgertaufe. Es gehört dazu, sollte aber für alle keine Erniedrigung sein.

    Adrian, wie sehen dunkelhäutige CH Profis die Geschichte von Aliu? Hast du da Quellen?
  • Stumpfer Winkel 21.05.2020 08:47
    Highlight Highlight Ich bin ein Segondo und habe mein Leben lang Eishockey gespielt. Mein Neffe verdient sein Geld als Eishockeyprofi in der Schweiz. Wenn die Dumpfbacke neben mir auf den Rängen meinen Neffen als unfähigen Drecksausländer anschreit, , grinsen die meisten um uns herum und ich mache die Faust im Hosensack. Ich will ja weder meiner Familie, noch meinem Neffen schaden. DB hat keine Ahnung vom Spiel und stand wohl noch nie auf Schlittschuhen. Ich bin einen Kopf größer und gut 20kg schwerer als DB. Trotzdem kommt DB unbehelligt davon und fühlt sich, im Gegensatz zu mir, als geile Socke.
  • Goldjunge Krater 21.05.2020 07:25
    Highlight Highlight Dass ein frauenfeindlicher Idiot Stadionsponsor in Davos ist hat nicht wirklich etwas mit dem Thema Rassismus zu tun oder?

    Ich schlage vor, dass auch Evander Kane vortritt und öffentlich macht wie er in San Jose leidet. Jetzt, während der Karriere und nicht danach! Er soll Trainer und Spieler beim Namen nennen, jetzt! Meier? Burns? Thornton? Entlarve sie jetzt!

    Ich habe eben ein bisschen Schiss, dass egal welche Hautfarbe, alle zuerst die Kohle im trockenen haben wollen und erst nachbder Karriere dann beginnen zu reden..
  • Mike Mueller 21.05.2020 00:34
    Highlight Highlight there should be no place for racism in hockey - but damn, a**holes are everywhere. Let’s kick them out! Respect Mr. Aliu
  • banda69 20.05.2020 22:06
    Highlight Highlight Solange eine staatstragende Partei in unserem Land Rassismuss und Ausgrenzung zelebriert und damit Stimmung und Stimmen macht, wird sich hier nichts ändern.
  • maylander 20.05.2020 21:17
    Highlight Highlight Es gehört zur Klubkultur von Offiziellen und Fans, dass man solches nicht einfach akzeptiert. Ich habe das Gefühl das es sich in der Schweiz im Fussball und Eishockey massiv gebessert hat. Es ist noch nicht alles gut aber man ist auf dem richtigen Wert.
    Ich denke die Juniorenstufen funktionieren hier ganz anders als in Nordamerika. Hier können auch Spätzünder in die NLA kommen. Wenn man in Nordamerika einmal abgehängt wurde ist man draussen.
    • atorator 20.05.2020 21:21
      Highlight Highlight Und was hat das mit dem Artikel zu tun?
    • maylander 20.05.2020 22:55
      Highlight Highlight Als Giovane Élber bei GC gespielt hat gab es aus der FCZ Kurve Affenlaute. Dies wäre heute beim FCZ kaum mehr vorstellbar. Homophobe Gesänge waren im Fussball und Hockey normal auch das gibt es kaum mehr.
      Da hat man in der Schweiz gute Arbeit geleistet.
      Auch kann man in jedem Sport gut und hart spielen ohne ein Rassist zu sein. Mobbing wird von den meisten Trainern thematisiert.
      Es scheint mir das in Nordamerika es anders aussieht und die Täter teilweise noch gefördert wurden. Dem Teamkamarad sieben Zähne ausschlagen ist ja schon heftig und hat auch nichts mit Leistungskultur zu tun.
    • Glenn Quagmire 21.05.2020 09:43
      Highlight Highlight Basler die eine Ubahn bauen wollen, St Galler Fans, die den Basler Mario Cantaluppi als schwul besingen oder Bananenwürfe aus der FCZ Kurve...alles lange nach der Zeit von Elber bei GC
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 20.05.2020 21:01
    Highlight Highlight Das Problem einfach aufs Eishockey zu beamen ist meiner Meinung nach Falsch. Das sind jeweils DIE Coaches, DIE Eltern oder DIE Mitspieler die noch nicht im 2020 angekommen sind.

    Das sich niemand in dieser spezifischen Situation für die Beleidigten starkt macht ist das Problem. Schwache Kumpels!

    Apropo Aufnahmeritual: Egal ob im Hockey oder die Hamburgertaufe im WK... wer sich gege das wehrt, der verliert. Wers mit Humor nimmt (auch wenn es kacke ist in dem Moment, der gewinnt 🤷🏻‍♂️) .. schwarz, weiss, gross, klein.. ganz egal 😶😶
    • Adrian Buergler 20.05.2020 22:21
      Highlight Highlight @bullygoal45: Das ist zu einfach. Klar ist es auch ein gesellschaftliches Problem. Aber im Eishockey scheint sich die Mehrheit nicht dagegen zu wehren. Das macht es zu einem Eishockey-Problem.
    • boexu 20.05.2020 22:38
      Highlight Highlight Es gibt kein dümmeres Ritual als Hamburgertaufen... nützt niemandem was, ausser denen, deren grösste Leistung es ist, kein Hamburger mehr zu sein. Hat mit Humor und mit Männlichkeit nix zu tun.
      Und (offen gelebter!) Rechtsextremismus findet man leider auch in vielen Schweizer Hockey Arenen, unternommen dagegen wird nix. Und wer Zivilcourage zeigt kriegt im besten Fall nur eine Bierdusche. Leider alles schon erlebt...
    • maylander 20.05.2020 22:42
      Highlight Highlight Es ist ein gesellschaftliches Problem. Im italienischen Fussball kommt es regelmässig zu rassistischen Ausfällen. Ich denke dies kann in jeder Sportart passieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 20.05.2020 20:53
    Highlight Highlight Das habe ich selbst als -ic so erlebt im Schweizer Eishockey. Es kann doch nicht sein, dass der Jugo im ersten Block spielt und mein Bub nicht? Das war noch das Harmloseste. Mir wurde mit voller Absicht mit einem Alu-Stock das Schlüsselbein gebrochen. In der Kabine wurde ich beschimpft und beleidigt. Ich muss aber noch sagen, das war immer eine kleine Gruppe von Bullys.

    Nun ja, die spielen heute nicht mehr; ich schon. Diese Loser sind zum Teil mehrfach geschieden. Haben alles verloren. Sind nun in der PNOS auf dem Abstellgleis. Aber es waren die Eltern, die das so aufgegleist hatten.
    • Adrian Buergler 20.05.2020 22:17
      Highlight Highlight @atorator: Es tut mir Leid, dass du das durchmachen musstest 😕
    • atorator 20.05.2020 22:25
      Highlight Highlight Alles ok. Muss dir ja nicht Leid tun, warst ja nicht dabei. Viel schlimmer war ja der Rassismus verdeckt unter dem Mantel der Freundlichkeit; herablassend. Ich bin ja hier geboren in Dielsdorf. Viel schlimmer ist, dass ich auch heute noch, wenn ich z.B. auf ein Amt anrufe und meinen Name sage, mit mir in gebrochenem Deutsch gesprochen wird.
    • Samurai Gra 20.05.2020 22:36
      Highlight Highlight @atorator: Ich hoffe Sie haben Sich vollständig erholt von alledem und keine bleibenden Schäden davongetragen 😕😖
    Weitere Antworten anzeigen
  • smartash 20.05.2020 20:35
    Highlight Highlight Es ist nicht „das Eishockey“ das ein Rassismusproblem hat. Auch nicht der Fussball. Es ist die Gesellschaft die ein Rassismusproblem hat. Im diesen Sportarten offenbart sich der Rassismus bloss.
    Und wenn es nicht Rassismus ist, ist es Homophobie.
    Aber da dürfen wir uns auch nicht wundern, solange es (besonders bei Jugendlichen) salonfähig ist, Dinge die man als doof, oder auch schwach, empfindet als „schwul“ zu bezeichnenen.
  • marak 20.05.2020 19:33
    Highlight Highlight Ja, die Herren kommentieren die jeden Senf via Twitter.
    Und ja, das fängt im Juniorenalter an. Dass das Trainer und Eltern dulden und zuweilen fördern ist einfach nur schlimm.
    Und nein, Aufnahmerituale, die eben nicht alle gleich vertragen, sind nicht etwas Wertvolles nur weil sie seit Jahrzehnten praktiziert werden.
    Ja, von Fans gibte schon ein paar Sprüche, die unter jeder Kanone sind.
    Und nein, mit Political Correctness hat das nichts zu tun. Denn wenn mal mit Trash Talk auf dem Feld übetrieben wird, ist das noch kein Weltuntergang. Aber die oben angesprochenen Probleme gehen tiefer.
    • Roaming212 20.05.2020 22:17
      Highlight Highlight ^ this. Aufnahmerituale sind so albern vor allem bei Juniorenmannschaften wo die meisten ja eh nach 2 Jahren weiter ziehen?
  • insert_brain_here 20.05.2020 19:25
    Highlight Highlight Ein weiterer Faktor ist auch das gerne kultivierte Bild des harten Männersports in dem Weicheier keinen Platz haben. Nur verwechseln viele dabei Badass mit Asshole. Wer sich ungeachtet negativer persönlicher Konsequenzen dafür entscheidet das Richtige zu tun ist ein Badass. Wer aus einer Machtposition heraus Schwächere attackiert ein Asshole. Das Geschlecht ist dabei übrigens komplett irrelevant.
  • Blizzard_Sloth 20.05.2020 19:21
    Highlight Highlight Danke an Adrian Bürgler! Ich finde es wichtig, dass Alius Bericht den Weg bis auf Watson gefunden hat. Es ist ein Thema, dass nicht totgeschwiegen werden darf. Und es ist erschreckend, wie ein grosser Teil der Community mit Verharmlosungen darauf reagiert.

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