Brillant über Hürden und bei Stabhochsprung: Ehammer bei Hallen-WM auf Weltrekord-Kurs
Simon Ehammer ist an der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun Siebenkampf auf Weltrekordkurs. Im abschliessenden 1000-m-Lauf um 18.52 Uhr muss der Appenzeller eine Zeit von 2:43,26 Minuten unterbieten, um die Marke von 6645 Punkten des Amerikaners Ashton Eaton aus dem Jahr 2012 zu knacken.
Vor einem Jahr bei seinem Schweizer Rekord (6506) in Apeldoorn hatte Ehammer die 1000 m in 2:41 geschafft. Der Weltrekord ist zum Greifen nahe. Und das zweite WM-Gold im Hallen-Siebenkampf nach 2024 ist nicht mehr in Gefahr. Der Vorsprung beträgt rund 355 Zähler.
Die Basis für den möglichen Exploit legte sich Ehammer im Stabhochsprung, bei dem er die Höhen von 5,10, 5,20 und 5,30 m jeweils im dritten und letzten Versuch meisterte.
Zuvor hatte der 25-Jährige zum Auftakt des zweiten Wettkampf-Tages eine historische Leistung geschafft. In 7,52 Sekunden lief er über die 60 m Hürden so schnell wie noch nie ein Siebenkämpfer. Wie hoch diese persönliche Bestleistung einzustufen ist, lässt sich an der Punktzahl ablesen. 7,52 Sekunden ergeben 1106 Punkte und sind somit wertvoller als der Weitsprung mit 8,15 m (1099). Auch der Stabhochsprung (5,30) brachte über 1000 Punkte.
Eine starke Leistung zeigte auch Audrey Werro. Die 800-m-Läuferin qualifizierte sich souverän für den Final vom Sonntagabend. Erneut hielt sie mit einem Tempolauf unter 2 Minuten die Konkurrentinnen in Schach. (abu/sda)
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